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Rangsdorf/ Zossen

Streit zwischen Rocher und Schreiber

Schon jetzt fahren 12.000 Fahrzeuge am Tag über die B 96 durch Groß Machnow. Mit weiterem Zuzug nach Zossen dürfte der Verkehr zunehmen.

Schon jetzt fahren 12.000 Fahrzeuge am Tag über die B 96 durch Groß Machnow. Mit weiterem Zuzug nach Zossen dürfte der Verkehr zunehmen.

Rangsdorf. Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) und Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) liegen im Streit. Anlass ist Rochers Kritik, dass die Stadt Zossen als Mittelzentrum jährlich 800.000 Euro vom Land bekommt, das Geld aber nicht dafür einsetzt, um die Probleme ihres Bevölkerungszuwachses für andere Gemeinden zu lösen.

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Regelmäßig weist die Gemeinde Rangsdorf bei neuen Bebauungsplänen in Zossen auf die unzureichende Verkehrslösung für die B 96 zwischen Zossen und der Autobahn A10 hin. Rangsdorf und Groß Machnow bekämen die Auswirkungen immer stärker zu spüren. Dort ist der Verkehr auf 12.000 Fahrzeuge am Tag angewachsen.

Rocher kritisiert, dass die Stadt Zossen eine gemeinsame Ortsumgehung für Groß Machnow und Zossen bislang abgelehnt habe. Im Bundesverkehrswegeplan ist nur die Umgehung für Groß Machnow enthalten. „Ein Mittelzentrum zu sein, bedeutet auch, Verantwortung für die durch eigene Bauleitplanung verursachten Verkehrsprobleme zu übernehmen“, sagt Rocher. Schließlich bekäme nicht nur seine Gemeinde die Folgen zu spüren.

Auch die Ortsdurchfahrt in Dabendorf sei betroffen. „Schon weil es die Stadt Zossen selbst betrifft, sollte man von den dortigen Verantwortlichen Lösungen erwarten dürfen“, sagt Rocher.

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Vorwürfe auf beiden Seiten

Es gehe ihm nicht darum, Zossen Geld wegzunehmen. Er habe auch nichts gegen das dortige Einwohnerwachstum, sagt Rocher. „Die Verantwortlichen in Zossen sollten jedoch endlich auch als Mittelzentrum handeln und nicht ihre Verkehrsprobleme ohne konkrete Lösungen an anderer Stelle abladen.“

Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber weist die Kritik aus der Nachbargemeinde zurück. „Herr Rocher war derjenige, der damals, als Zossen die Infrastrukturplanung durchführen wollte, konkret bei der Nordumfahrung auf Groß Machnower Gebiet, schriftlich darauf hingewiesen hat, dass die Stadt Zossen nicht befugt ist, auf der Gemarkung der Gemeinde Rangsdorf irgendwelche Verkehrsplanungen vorzunehmen und dass er sich das verbittet.“ Daran sei die gemeinsame Lösung für Dabendorf und Groß Machnow gescheitert.

Schreiber wirft Rocher außerdem vor, sich einer gemeinsamen Lösung mit der Stadt Zossen zum Bahnübergang in Pramsdorf verschlossen zu haben. Allein auf der jüngsten Stadtverordnetenversammlung hat die Stadt Zossen fünf neue Baugebiete beschlossen. Die Einwohnerzahl geht auf die 20.000 zu. Als „Schmerzgrenze“ des Wachstums nennt Michaela Schreiber die Zahl 25.000. Auch Rangsdorf mit seinen derzeit rund 12.000 Einwohnern dürfte in den kommenden Jahren auf mehr als 15.000 wachsen.

Von Christian Zielke

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