Protest

Umweltschützer besetzen Bagger im Tagebau

Umweltaktivisten haben in den Tagebauen Jänschwalde und Welzow-Süd Bagger besetzt.

Umweltaktivisten haben in den Tagebauen Jänschwalde und Welzow-Süd Bagger besetzt.

Jänschwalde. Umweltaktivisten haben In den Tagebauen Jänschwalde und Welzow-Süd und einem weiteren Abbaugebiet südlich von Leipzig am Montagmorgen Bagger besetzt und somit den Braunkohleabbau vorübergehend gestoppt. Das berichtet die "Leipziger Volkszeitung".

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„Mit zivilem Ungehorsam protestieren wir in den Gruben gegen den Abschlussbericht der Kohlekommission und für den sofortigen Kohleausstieg“, teilte die Aktionsgruppe „Ende Gelände“ mit.

Die Braunkohleunternehmen und die Polizei seien informiert worden, hieß es. Die Proteste sind zunächst bis in die Abendstunden vorgesehen.

„Wir fordern den sofortigen Kohleausstieg“

„Die Kohlekommission hat die Menschen in den bedrohen Dörfern im Stich gelassen. Die Konzerne bekommen Geld für nichts, aber für die Dörfer gibt es keine Sicherheit. Wir haben heute die Bagger besetzt, damit sie sich nicht weiter in Richtung Proschim und Pödelwitz fressen. Wir fordern den sofortigen Kohleausstieg, damit alle Dörfer bleiben: in der Lausitz, im Leipziger Land und im Rheinland“, sagte Mahlhaus weiter.

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Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke will am Montag (10.30 Uhr) in Cottbus Spitzenvertreter der Kommunen und der Wirtschaft der Lausitz über die Ergebnisse des Abschlussberichts der Kohlekommission informieren. Das teilte die Staatskanzlei in Potsdam mit. Begleitet wird Woidke vom Lausitzbeauftragten des Ministerpräsidenten, Klaus Freytag.

Der Vorschlag der Kohlekommission sieht einen Ausstieg aus der Kohle erst 2038 vor. Einen genauen Ausstiegspfad für die Kohlekraftwerke im Osten Deutschland gibt es noch nicht. Somit ist bisher nicht klar, ob die von Abbaggerung bedrohten Dörfer erhalten bleiben können.

„In Schleenhain wird der Bagger seit 5 Uhr blockiert“, sagte Nike Mahlhaus, Sprecherin der Gruppe.

17 Kohlegegner aus ganz Deutschland halten Bagger besetzt

17 Kohlegegner aus ganz Deutschland halten den Bagger im Tagebau Vereinigtes Schleenhain aktuell besetzt. Geplant ist der Protest bis 18 Uhr. Die Aktivisten haben mehrere Transparente am Bagger entrollt, auf denen sie den sofortigen Kohleausstieg fordern.

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Vor dem Gelände der Mibrag an der B176 hat sich eine Hand voll Umweltschützer zu einer kleinen Mahnwache versammelt. Dabei ist auch Jonas aus Leipzig. „Wir solidarisieren uns mit den Menschen in den Dörfern, die abgebaggert werden sollen“, sagt er.

Von RND/LVZ/are

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