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Für Mensch und Auto

In der Hitze im Stau stehen: Kühle Tipps für vor und während der Fahrt

Auf der Autobahn 7 gab es am Mittwoch erneut einen Stau.

Stau auf der Autobahn: Bei Hitze ist das besonders unangenehm.

Nichts geht mehr: Auf der Autobahn ist Stau. Und das im Hochsommer! Nicht nur der Mensch leidet in dieser Situation unter der Hitze, auch das Auto kann im schlimmsten Fall Schaden nehmen. So überstehen Mensch und Fahrzeug einen Stau bei Hitze gut.

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Vor der Fahrt: Was hilft vorbeugend gegen die Hitze?

Windschutzscheibe abdecken: Eine Thermo-Sonnenschutzmatte außen auf der Windschutzscheibe reduziert die Hitze im Innenraum des Wagens deutlich, schreibt der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) auf seiner Webseite. Wenn bei einer Vollsperrung auf der Autobahn klar ist, dass sich erst einmal nichts mehr bewegt, könne man die Sonnenschutzmatte in dieser Zeit auch auf die Windschutzscheibe legen, sagt eine ADAC-Sprecherin. Ein kleiner Teil der Frontscheibe sollte aber frei bleiben, damit man sieht, was vor einem passiert.

Sonnenschutzfolie ankleben: Eine spezielle Sonnenschutzfolie kann auf die hinteren Seitenfenster geklebt werden. Sie filtert UV-Strahlen und Infrarotstrahlen heraus. Letztere sorgen für die Hitze im Auto. Zugelassen sind nur Folien mit einer sogenannten allgemeinen Bauartgenehmigung (ABG). Es dürfen nur die hinteren Scheiben beklebt werden.

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Um Hitze und Stau herum planen: Längere Autofahrten sollten besser auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden gelegt werden. Wer es irgendwie vermeiden kann, lässt das Auto in der Mittagshitze stehen. Außerdem ist die Autobahn in der Regel montags bis donnerstags leerer als am Wochenende – und generell nachts.

Erst einmal lüften: Stand das Auto nicht in der kühlen Garage, sollte es vor der Fahrt ausgiebig gelüftet werden. Alle Türen öffnen und – sofern vorhanden – auch das Schiebedach.

Lüftung des Autos nutzen: Mit Beginn der Fahrt die Lüftung des Autos auf die höchste Stufe stellen, um noch mehr warme Luft aus dem Auto zu pusten. Grundsätzlich ist es erlaubt, einen Ventilator am Armaturenbrett fest anzubringen, solange dieser nicht die Sicht behindert.

Hitzehacks für den Sommer

An einigen Sommertagen klettert das Thermometer gerne mal über 30 Grad. Hier ein paar praktische Tipps, um sich abzukühlen.

Schon beim Kauf Hitze mitdenken: Heller lackierte Autos heizen sich etwas weniger als dunkel lackierte auf. Entscheidend ist laut den Expertinnen und Experten des ADAC aber etwas anderes: „Vor allem aufgeheizte dunkle Oberflächen im Innenraum tragen wesentlich zur Erwärmung bei – mehr als die Fahrzeuglackierung selbst.“

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Genug Wasser dabei haben: Ausreichend Flüssigkeit sollte immer im Auto vorhanden sein, um notfalls im Stau etwas trinken zu können. Wer Wasser nicht mag, hat Saftschorlen, ungezuckerte Kräuter- oder Früchtetees dabei. Wer einen Hund hat, sollte einen Trinknapf im Auto lagern.

Snacks einpacken: Nüsse sind gesund und halten auch bei Hitze lange. Auf leicht Verderbliches besser verzichten.

Mit hellen Tüchern abdecken: Damit sich die Kleinen nicht in einen heißen Kindersitz setzen müssen, kann man ihn im Sommer beim Parken immer mit einem hellen Tuch abdecken. Auch auf die Sitze der anderen Insassinnen und Insassen kann man gegen die Hitze helle Handtücher legen. Das empfiehlt sich ebenso für das Lenkrad, den Schaltknauf und das Armaturenbrett, wenn das Auto parkt.

Schirm im Auto lagern: Wer beim Stau aus dem Auto aussteigt, aber dann trotzdem in der prallen Sonne wartet, spürt kaum Erleichterung. Deshalb lohnt es sich, einen Schirm im Auto aufzubewahren. Im Notfall kann der Regenschirm auch zum Sonnenschirm umfunktioniert werden.

Während des Staus: Was hilft gegen Hitze im Auto und gesundheitliche Probleme?

Klimaanlage richtig einstellen: Draußen herrschen 35 Grad und im Auto gerade einmal 20 Grad? Dieser Temperaturunterschied ist zu groß. „Die Temperaturdifferenz zwischen Außentemperatur und Raumtemperatur sollte maximal 6 Grad Celsius betragen“, rät der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte. Wer sich daran nicht hält, kann beim Aussteigen Kreislaufprobleme bekommen. Die Lüftungsdüsen sollten außerdem nicht direkt auf den Körper gerichtet sein, da man sich sonst verkühlen könnte. Die ersten Minuten der Fahrt sollten alle Fenster offen bleiben – so lange, bis die Klimaanlage richtig kühlt.

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Ein Dauerbetrieb der Klimaanlage ist für die Technik ungefährlich, sagt die ADAC-Sprecherin. Überhitze die Klimaanlage, seien in ihr Regulierungsmechanismen enthalten, die das Gerät selbstständig abschalteten. „Wenn man im Stau steht und die Klimaanlage läuft, sollten Türen und Fenster geschlossen bleiben. Sonst muss sie jedes Mal erneut runterkühlen, wenn warme Luft ins Auto kommt“, sagt die Expertin.

Mit Klimaanlage schnell kühlen: „Für eine schnelle Abkühlung des Fahrzeuges ist es sinnvoll, bei maximaler Kühlleistung kurzzeitig auf Umluftbetrieb zu schalten“, lautet die Empfehlung des ADAC. Aber aufpassen, dass der Tank nicht leer geht: „Bei hohen Temperaturen kann der Mehrverbrauchswert im Extremfall in der Abkühlphase 2,5 bis 4 Liter betragen – hochgerechnet auf 100 Kilometer Fahrstrecke.“

Sonnencreme nicht vergessen: Auch wer im Auto mit geschlossenen Scheiben sitzt, kann einen Sonnenbrand bekommen. Vor langen Fahrten sollte man sich also eincremen – das gilt besonders für Kinder – oder entsprechende Kleidung tragen. Die Frontscheibe schützt laut ADAC weitestgehend vor UV-A und UV-B-Strahlung der Sonne. Die Seitenscheiben lassen die UV-A-Strahlung allerdings durch.

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Ausreichend trinken: Allerdings, eiskalte Getränke sind keine gute Idee. Sie verursachen manchmal Magen-Darm-Beschwerden. Außerdem heizen sie den Körper zusätzlich auf. Denn er muss Energie aufwenden, um sie auf die richtige Temperatur zu bringen.

Aussteigen verboten – eigentlich: „Zu Fuß gehende dürfen Autobahnen nicht betreten.“ Das steht in der Straßenverkehrsordnung. In der Praxis hat die Polizei meist Nachsehen, wenn jemand aussteige, weil es im Auto zu heiß ist, so die ADAC-Sprecherin. Wichtig sei, in der Nähe des eigenen Fahrzeugs zu bleiben und eventuelle Rettungseinsätze nicht zu behindern. „Man sollte nicht in der Rettungsgasse spazieren gehen“, sagt die Expertin.

Hitzeschäden am Auto: Wie kann man ihnen vorbeugen?

Kühlflüssigkeit checken: Bei modernen Autos ist die Kühlanlage beinahe wartungsfrei ausgelegt. Dennoch lohnt sich hin und wieder ein Check des Kühlmittelstandes – aber nur bei kaltem Motor. Sonst droht Verbrühungsgefahr.

Motor ist überhitzt: In diesem Fall so schnell wie möglich stehen bleiben. Dann die Motorhaube öffnen. So kann die Wärme entweichen. Nun warten, bis sich der Motor abgekühlt hat. Ist der Kühlmittelstand noch okay, kann man mit niedriger Drehzahl weiterfahren – und zwar zeitnah in eine Werkstatt.

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Batterie macht schlapp: Ist die Autobatterie sowieso schon etwas altersschwach, kann Hitze ihr den Rest geben. Die ADAC-Sprecherin rät, besonders vor weiten Touren das Auto zu einem Check-up zu geben, bei dem Mechaniker oder Mechanikerin auch die Batterie überprüfen. Ist die Batterie erst einmal hinüber, hilft akut manchmal noch das Überbrückungskabel oder sonst der Pannendienst.

Schaden am Reifen: Hitze in Kombination mit dem falschen Luftdruck ist laut dem Auto Club Europa (ACE) eine der häufigsten Ursachen für Reifenschäden. Deshalb den Luftdruck am besten alle zwei Wochen prüfen. Eine Entwarnung gibt es aber: Bei großer Hitze platzen Autoreifen nicht schneller.

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