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Die Gaspreisbremse kommt ++ Kostet ein Brot bald 38 Euro? ++ VBB-Tickets werden nicht teurer

Liebe Leserinnen und Leser,

eine Frage treibt mich heute um: Muss ich künftig 38 Euro für ein Brot von meinem Bäcker in Flatow zahlen? Das klingt verrückt. Aber nach einem Gespräch mit Bäckermeister Ingo Möhring aus Rathenow am Mittwoch ahne ich Schlimmes. Denn fragt man ihn dieser Tage, wie es ihm geht, sagt er: „Noch gut.“ Warum noch? Weil auch er sich angesichts der hohen Energie- und Gaspreise um sein Geschäft sorgt.

Bäcker würden große Mengen Energie brauchen, um weiterhin Brot backen zu können. Bei einer Gasrechnung von rund 70.000 Euro pro Jahr bislang müsste die Rathenower Bäckerei demnach künftig rund 700.000 Euro einkalkulieren. Irre. Aktuell kostet das Kilo-Brot in den fünf Filialen der Bäckerei 3,80 Euro. Bei einer Verzehnfachung müssten Kunden künftig 38 Euro für ein Brot zahlen, mahnt Ingo Möhring.

Die Bundesregierung will nun die steigenden Gaspreise in Deutschland mit einer Gaspreisbremse dämpfen. Man habe sich auf ein Paket von 200 Milliarden Euro geeinigt. Die Finanzierung soll über den bestehenden Wirtschafts- und Stabilisierungsfonds (WSF) sichergestellt werden.

Wo soll das alles hinführen? Angesichts all dieser Nachrichten bin ich über diese Nachricht froh: Der Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) will die Ticketpreise für Bus und Bahn zunächst nicht erhöhen. Das teilte der VBB heute mit. Demnach hat der VBB-Aufsichtsrat beschlossen, die Tarife erst zum 1. April 2023 um 5,62 Prozent zu erhöhen. Grund für die Verschiebung der Tariferhöhung seien die aktuell laufenden Verhandlungen zwischen Bund und Ländern über die Einführung einer bundesweiten Nachfolgeregelung zum 9-Euro-Ticket. Die Rahmenbedingungen und die damit verbundenen notwendigen Anpassungen seien im Moment noch nicht absehbar, teilte der VBB mit.

Und es gibt noch eine gute Nachricht. Diese hat mit meinem Traumberuf zu tun. Als Kind wollte ich immer Lehrer werden. Grundschullehrer. Nun soll die Zahl der Lehrkräfte in Brandenburg noch deutlicher aufgestockt werden als bisher bekannt: Bis 2024 gebe es nach dem Entwurf des Doppelhaushalts ein Plus von 752 Lehrer-Stellen im Vergleich zu diesem Jahr. Wunderbar. Je mehr Lehrer, desto weniger Unterricht fällt aus. Ein Grund für einen Jobwechsel ist das für mich aber noch nicht.

Aber zurück zum Bäckerbrot. Am Sonnabend gehe ich wieder zu meinem Bäcker des Vertrauens in Flatow. Haben Sie eine Lieblingssorte? Oder einen Lieblingsbäcker? Verraten Sie mir es doch gern.

Ihr

Sebastian Morgner

Stellvertretender Chefredakteur

 

Die wichtigsten Nachrichten im Überblick

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Reportagen und Geschichten aus Brandenburg

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