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Newsletter „Havelpost“

Nebulöse Gewalttat ++ Machtwort von Scheller ++ Schulessen wird teurer

Liebe Leserinnen und Leser,

schön, dass Sie unsere Mail geöffnet haben und wir Sie ein wenig durch den Tag begleiten dürfen. Die Havelpost steckt wieder einmal voller Namen, Nachrichten und Tipps aus Brandenburg an der Havel und Umgebung.

Seien Sie mal ehrlich. Auch Sie werden mindestens geschmunzelt haben, so sie vor Monatsfrist die Meldung des tätlichen Angriffs auf einen Lieferdienstfahrer in Hohenstücken mitbekommen haben. Was die Brandenburger Polizei da in ihrem täglichen Lagebericht in bestem Behördensprech mitteilte, war ja auf den ersten Blick auch einigermaßen kurios: Der Auslöser des handgreiflichen Streits zwischen Kunde und Bringdienst war - ja, wirklich - eine fehlende Portion Pommes.

Nun kann man angesichts dieses Vorfalls in privater Runde herzlich feixen, sich in endlosen Diskussionen über die vermeintliche Verrohung der Gesellschaft ergehen - oder man schaut sich die Sachlage einmal etwas genauer an. Denn hinter der vermeintlich lustigen Begebenheit steckt mehr. Dem Angegriffenen wurde, und das ist inzwischen verbrieft, ein Arm gebrochen. Der Täter, übrigens wochenlang flüchtig, ging so brutal vor, dass sein in der Sache völlig unschuldiges Opfer im Krankenhaus operiert werden musste. Und was ist von den (mutmaßlich) beteiligten Stellen zu hören? Kollektives Schweigen im Walde.

Weder die Polizei (Datenschutz!), die den Angreifer inzwischen ausfindig machen konnte, noch der weltweit agierende Arbeitgeber des Opfers äußern sich aktuell zu der Tat. Die christliche Hilfsorganisation, auf deren Gelände sich der Vorfall zugetragen haben soll, antwortet knapp, eben dies sei nicht der Fall gewesen, kündigt aber gleichwohl „entsprechende Maßnahmen“ an, wenn der Sachverhalt einmal aufgeklärt ist. Ja, was denn nun? War es ein Mitarbeiter, Gast, Kursteilnehmer oder sonst wie der Einrichtung verbundener Mann? Man wüsste wirklich gern mehr. Zumal die Gerüchteküche in der Stadt noch einige vermeintliche Hergänge im Angebot hat, die an dieser Stelle (vorerst) unerwähnt bleiben. Die Portion Pommes wurde übrigens noch vor Eintreffen der Polizei nachgeliefert.

Und sonst so? Hat Rathauschef Steffen Scheller am Donnerstag mal ein echtes Machtwort gesprochen und gegen den Widerstand seiner eigenen Verwaltung den für kommenden Montag geplanten Start des Haltestellenbaus in der Ritterstraße gecancelt. Der Brandenburger ist Baustellen-Kummer zwar gewohnt. Aber die letzte Verbindung, die es aus Richtung Grillendamm durch die Altstadt zum Nicolaiplatz aktuell noch gibt, auch noch kappen? Das ginge zu weit, sprach Scheller - und veranlasste eine Verschiebung bis Ende November. Dann soll die Plauer Straße wieder freigegeben werden. Soll.

Ich wünsche Ihnen und mir ein schönes Wochenende.

Ihr Philip Rißling

Haben Sie Fragen, Wünsche, Anregungen zu unserer Havelpost? Oder ein Thema, um das wir uns kümmern sollen? Schreiben Sie mir unter philip.rissling@maz-online.de.

 

Leute, Leute

Die Bundestagsabgeordnete Sonja Eichwede (rechts) darf Postzustellerin Astrid Pfeiffer auf ihrer Tour durch Neuendorf begleiten. „Die Zusteller nehmen auch eine soziale Aufgabe wahr“, sagt die Politikerin im Anschluss.

Die Bundestagsabgeordnete Sonja Eichwede (rechts) begleitete in dieser Woche eine Paketzustellerin bei der Arbeit.

Wenn Frauen in anderen Umständen sind, leben sie zugleich in freudiger Erwartung. So wie in diesen Wochen und Monaten Sonja Eichwede, die Bundestagsabgeordnete der SPD, die vor einem Jahr das Direktmandat in Brandenburg an der Havel und dem Umland gewonnen hat. Ihre Schwangerschaft ist inzwischen nicht mehr zu übersehen. „Mir geht es gut“, antwortet die Politikerin, wenn sie jemand darauf anspricht. Nach dem errechneten Termin kommt der Kleine im Januar auf die Welt. Sonja Eichwede wird daher ab Ende November in Mutterschutz gehen. Eine Elternzeit ist bei Bundestagsabgeordneten nicht vorgesehen. Die werdende Mutter kann sich aber der Unterstützung ihrer Familie sicher sein.

Michael Vollmer von der Technischen Hochschule Brandenburg wird mit einer WE-Heraeus-Seniorprofessur ausgezeichnet.

Michael Vollmer.

Die Zeichen stehen auf Abschied. Zum letzten Mal wird Michael Vollmer, Professor an der TH Brandenburg, am 9. Dezember um 19 Uhr zu der außerordentlich beliebten öffentlichen Experimentalvorlesung einladen. Anschließend wechselt er in den Ruhestand. Der Physiker brennt für Experimente und hat viele Jahre lang in der Vorweihnachtszeit mit seinen öffentlichen Vorführungen im Audimax der Technischen Hochschule begeistert - meist gemeinsam mit seinem bereits im Ruhestand befindlichen Kollegen Klaus-Peter Möllmann. Die kostenlosen Eintrittskarten für die Veranstaltung im Audimax können ab Anfang November an mehreren Ausgabetagen auf dem Campus ergattert werden. Die genauen Termine stehen noch nicht fest.

 

Das ist diese Woche wichtig

Weniger als zehn Prozent der Schüler in Brandenburg an der Havel nehmen am Schulessen teil. Die Stadt will das ändern, scheitert aber zum wiederholten Male.

Weniger als zehn Prozent der Schüler in Brandenburg an der Havel nehmen am Schulessen teil.

Alles wird teurer - auch die Schulspeisung. Fünf Euro und 28 Cent: Das ist seit Monatsbeginn der Preis, den Schülerinnen und Schüler am Bertold-Brecht- und am Von-Saldern-Gymnasium für ein Mittagessen berappen müssen. Die galoppierende Inflation macht den Caterern von Schulen und Kitas zu schaffen. Mit Wegfall des ermäßigten Umsatzsteuersatzes drohen 2023 weitere Erhöhungen der Essenpauschale für Schüler.

Dienst nach Vorschrift: Warum Brandenburger Ärzte protestieren

Brandenburger Haus- und Fachärzte protestieren bei der Aktion „Dienst nach Vorschrift“. Sie kritisieren Entscheidungen des Bundesgesundheitsministers und fordern Veränderungen.

Weihnachtsmarkt ohne Sparmaßnahmen

Der Brandenburger Weihnachtsmarkt wird wohl ohne Sparmaßnahmen durchgeführt. Gewerbevereinschef Michael Kilian kritisiert die Forderungen der Deutschen Umwelthilfe nach einem Verzicht auf Weihnachtsbeleuchtung.

Lernprojekt: Johanniter-Lesehunde starten durch

Hilfe für die Grundschüler in Brandenburg an der Havel: Weil sich manche Mädchen und Jungen schwer tun mit dem Lesenlernen, helfen nun Hunde als geduldige Zuhörer.

Klinikum bekommt mehr OP- und Untersuchungssäle

Das Städtische Klinikum Brandenburg an der Havel behandelt Menschen in einem immer größeren Umkreis. Dementsprechend muss auch die Infrastruktur für die medizinische Versorgung wachsen. Nun wird ein Millionenbetrag investiert.

 

Das ist im Umland los

Andreas Bernig kämpft mit Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas

Der Lehniner Gemeindevertreter Andreas Bernig leidet an den Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas. Eine erste Not-OP hat er überstanden, jetzt folgt die zweite Operation.

Brielower Bushaltestelle bald barrierefrei und ohne Haltebucht

In Brielow Ausbau laufen Bauarbeiten. Die Bushaltestelle Freiheitsweg wird barrierefrei ausgebaut. Dafür wird die Haltebucht abgeschafft. Das hat Vor- und Nachteile.

Umspannwerk Lehnin hat bald ausgedient: 2023 kommt Strom aus Nahmitz

Bei Doberow in der Gemarkung Nahmitz errichtet die Edis Netz GmbH ein neues Umspannwerk. Es löst die über 40 Jahre alte Anlage in Lehnin Kaltenhausen ab. Die Energiewende braucht mehr Leistung.

 

Wohin am Wochenende

Der Vorsitzender der Brandenburger Modellbahn-Freunde Henry Drescher genießt es, die detailreiche Großanlage des Vereins zu zeigen.

Der Vorsitzender der Brandenburger Modellbahn-Freunde Henry Drescher genießt es, die detailreiche Großanlage des Vereins zu zeigen.

Von der Heimanlage bis zur großen Vereinsanlage, von der kleinen Spur N bis zur großen Gartenbahn in Spur G: Noch bis Sonntag finden wieder die Modellbahntage in der Johanniskirche in Brandenburg statt. Die Planungsphase lief ein halbes Jahr ohne Pannen. Das Geheimnis: jahrelange Erfahrung.

 

Bilderrätsel

Wo in oder um Brandenburg ist das?

Wo in oder um Brandenburg ist das?

In jeder neuen Havelpost steckt ein MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.

Wo in oder um Brandenburg an der Havel herum ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, klickt hier und schreibt es in das vorgesehene Feld - und zwar bis Montag, 10. Oktober, 12 Uhr. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir im nächsten Newsletter, der am 14. Oktober in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!

In der vergangenen Woche suchten wir die zugewachsene Treppe am Spielplatz Einsteinstraße. Gewonnen hat Ulf Mehrwald aus Potsdam. Herzlichen Glückwunsch!

 

Stephan Bodens Woche

Kürbiskunst auf dem Spargelhof in Klaistow.

Kürbiskunst auf dem Spargelhof in Klaistow.

Und alle: Berlin, Berlin - raus aus Berlin! MAZ-Kolumnist Stephan Boden hat dem Spargelhof in Klaistow einen Besuch abgestattet. Dabei traf er auf viele, viele Abziehbild-Hauptstädter – und machte noch mehr interessante Beobachtungen.

 

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