Newsletter „Wir im Havelland“

Solarwünsche in Nauen +++ Krankenhäuser am Limit +++ Suchtaktionstag im Havelland +++

Liebe Leserinnen und Leser,

natürlich könnte man an dieser Stelle übers Wetter sprechen. Das war ja auch wirklich ein Ausnahmeherbst. Sonne liegt im Trend. Auch bei Investoren, die damit Geld verdienen wollen, aber auch einem ökologischen Anliegen gerecht werden können: Es geht um Solarparks. Den Gedanken, die Sonnenenergie zu nutzen, finden viele prima. Aber bei der Umsetzung zeigen sich die Schattenseiten der Idee. Eine Menge Fläche wird benötigt. In diesen Monaten wird die Stadt Nauen geradezu von Investoren überrannt. Die Funkstadt Nauen könnte zur Energiestadt Nauen werden, eine Menge Windparks hat sie ja schon. Auch das ging nicht ohne lange Diskussionen ab.

Manche Diskussion führt aber auch mal zum eher schnellen Erfolg, wie die Debatte um das Eisenbahncafé in Elstal zeigt. Hier hatte die Behörde die Genehmigung versagt, weil ihr der Behindertenaufzug nicht gut genug erschien. Kopfschütteln auf fast allen Ebenen! Nun gab es doch ein Umlenken, das freundliche, ehrenamtlich betriebene Café kann mit einer Ausnahmegenehmigung geöffnet werden.

Ausnahmesituation - die herrscht in den Kliniken des Landkreises. Die schlagen nämlich mal wieder Alarm: 31 Prozent des Personals fehlen - Urlaub und Krankheit sind die Gründe. Die ohnehin knapp bemessene Personaldecke ist einer Krankheitswelle nicht gewachsen. Die Konsequenz schreckt viele auf: Die Krankenhäuser in Nauen und Rathenow verhängen eine Art Aufnahmestopp: Nur wer lebensbedrohlich erkrankt oder verletzt ist, wird aufgenommen.

Also, einmal mehr möchte man sagen: gesund bleiben!

In dem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende

Ihre

Marlies Schnaibel

MAZ-Redakteurin Newsdesk Havelland

Haben Sie Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Dann schreiben Sie mir gern, Sie erreichen mich direkt unter: marlies.schnaibel@maz-online.de

 

Das waren die Top-Nachrichten dieser Woche

Krankenhäuser im Havelland am Limit – Nur noch Notfallpatienten

In den beiden Krankenhäusern der Havelland Kliniken werden nur noch lebensbedrohliche Notfälle versorgt.

In den beiden Krankenhäusern der Havelland Kliniken werden nur noch lebensbedrohliche Notfälle versorgt.

In den Krankenhäusern in Nauen und Rathenow werden derzeit nur noch Notfallpatienten mit lebensbedrohlichen Krankheiten aufgenommen. Es fehlen Mitarbeiter. 31 Prozent des Personals sind wegen Urlaub oder Krankheit ausgefallen. - Jetzt lesen.

Großeinsatz in Brieselang: Gasleitung bei Breitband-Arbeiten beschädigt

Zu einem Großeinsatz rückten am Dienstag in Brieselang die Feuerwehr sowie Mitarbeiter der Netzgesellschaft NBB aus. Zuvor war bei Bauarbeiten für den Breitbandausbau eine Gasleitung beschädigt worden. Eine dabei benutzte sogenannte Erdrakete war in einer Leitung stecken geblieben. - Jetzt lesen.

Nauen: Solarpark-Investoren geben sich die Klinke in die Hand

Immer mehr Solarparks sollen im weiträumigen Nauener Gebiet entstehen. Zumindest, wenn es nach dem Willen der Investoren geht. Für die Stadt wird das Ganze aber zunehmend auch zum Problem. - Jetzt lesen.

Bürgermeisterwahl Falkensee 2023: Freie Wähler und Linke nominieren ihren Kandidaten

Rainer Ganser (Freie Wähler) proklamiert am Reformationstag an der Falkenseer Rathaustür seine "Offizielle Bekanntmachung" für die Kandidatur als Bürgermeisterkandidat von Freien Wählern und Linken.

Rainer Ganser (Freie Wähler) proklamiert am Reformationstag an der Falkenseer Rathaustür seine "Offizielle Bekanntmachung" für die Kandidatur als Bürgermeisterkandidat von Freien Wählern und Linken.

Nachdem bereits lange gemunkelt wurde, ließen die Falkenseer Stadtverbände der Freien Wähler und der Linken am Montagvormittag die Katze aus dem Sack und präsentierten offiziell ihren – überfraktionell nominierten – Kandidaten für die Bürgermeisterwahl 2023 in der Gartenstadt. - Jetzt lesen.

Überraschung in Elstal: Grünes Licht für das Café „Zwischenhalt“

Vorerst ist doch keine Rampe am Begegnungscafé in Elstal nötig. Das Bauordnungsamt des Landkreises Havelland stimmt einer befristeten Sonderregelung zu. Jetzt müssen noch Restarbeiten am Parkplatz erledigt werden. - Jetzt lesen.

Caritas veranstaltet Suchtaktionstag – „Alkohol ist ein akzeptiertes Laster“

Wer süchtig ist, für den ist der Weg zur Selbsterkenntnis oft ein langer Prozess. Die Caritas lädt Betroffene und Angehörige am Tag der offenen Tür in Rathenow, Falkensee und Nauen zu einem Austausch und Hilfeangeboten ein. - Jetzt lesen.

 

Die Corona-Lage im Havelland

Der Sieben-Tage-Corona-Inzidenzwert im Havelland beträgt am Donnerstag 264,6 (Vortag: 255,0). Der landesweite Durchschnittswert liegt bei 321,9. Es sind 174 Neuerkrankungen vom Gesundheitsministerium für das Havelland gemeldet worden.

Die Gesamtzahl der aktuell Infizierten und Erkrankten liegt laut Gesundheitsministerium geschätzt bei rund 48.600. Die landesweite Sieben-Tage-Hospitalisierungsrate beträgt 11,39. In Brandenburg sind aktuell 16,22 Prozent der Intensivbetten in den Krankenhäusern frei verfügbar. Aktuell werden 729 Personen mit einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich 61 in intensivmedizinischer Behandlung, hiervon müssen 34 beatmet werden.

Nachbarkreise: Die Sieben-Tage-Inzidenz für Ostprignitz-Ruppin liegt bei 213,5, für Oberhavel bei 361,5, für Brandenburg an der Havel bei 292,6 und für Potsdam-Mittelmark bei 247,8. Die Landeshauptstadt Potsdam meldet 300,3. Für Spandau wird ein Wert von 259,8 angegeben.

 

Menschen aus dem Havelland

Babette Schilling: Sie ist die erste Kinderbeauftragte in der Stadt Falkensee

Kinderbeauftragte der Stadt Falkensee: Babette Schilling

Kinderbeauftragte der Stadt Falkensee: Babette Schilling

Bereits seit 1. Juli 2022 gehört Babette Schilling zum Team des „Büro für Vielfalt“ im Rathaus Falkensee. Am 26. Oktober wurde sie in der Stadtverordnetenversammlung nun offiziell in ihr Amt als Kinderbeauftragte der Stadt berufen. Ein Novum in Falkensee. Schilling ist zukünftig ausschließlich für die kleinsten Gartenstädter da. - Jetzt lesen.

Bjarne Utz setzt sich für Queerness und Umweltschutz ein

Bjarne Utz engagiert sich bei der AG Umwelt der Lokalen Agenda, im Ortsvorstand der Grünen und als Sprecher für queere Themen.

Bjarne Utz engagiert sich bei der AG Umwelt der Lokalen Agenda, im Ortsvorstand der Grünen und als Sprecher für queere Themen.

Bjarne Utz engagiert sich in Falkensee auf vielfältige Weise ehrenamtlich – sei es für einen nachhaltigeren Umgang mit der Natur oder für queere Themen. Er ist einer der Nominierten für den diesjährigen Bürgerpreis. - Jetzt lesen.

Junge Schiedsrichterin mit 15 Jahren startet durch

Emelie Linn ist mit 15 Jahren Schiedrichterin.

Emelie Linn ist mit 15 Jahren Schiedrichterin.

Emelie Linn ist mit 15 Jahren schon Schiedsrichterin und verteilt Rote und Gelbe Karten auf dem Fußballplatz. Die Liebe zum Fußball ist schon in ihrer Kindheit durch die Familie gestärkt worden. Ihr Wunsch ist es, einmal höherklassig pfeifen zu dürfen. - Jetzt lesen.

Rhinower schafft es mit Zugfahrten ins Guinnessbuch

Joachim Lindenberg mit seiner Modelleisenbahn-Sammlung.

Joachim Lindenberg mit seiner Modelleisenbahn-Sammlung.

Joachim Lindenberg aus Rhinow ist Lokführer ehrenhalber. Der in Leverkusen geborene Bahnfan und frühere Musik-Lehrer schaffte es einst, mit einem Ticket durch alle Bundesländer zu fahren. - Jetzt lesen.

 

MAZ-Fotorätsel der Woche

Wo befinden sich diese "Blüten"?

Wo befinden sich diese "Blüten"?

Wie gut kennen Sie das Havelland? An dieser Stelle können Sie Ihr Wissen testen. Gesucht werden diese Punkte, die ein bisschen wie Blüten aussehen. Wo sind sie zu finden? Schicken Sie uns gern Ihre Antwort bis Montag, den 7. November 2022, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort „Bilderrätsel“ an havelland@maz-online.de. Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es im nächsten Newsletter am 11. November direkt in Ihr Postfach.

Das Landratsamt am Platz der Freiheit ist eines der stadtbildprägenden Gebäude in Rathenow. Es wurde 1895 im neogotischen Stil nach Plänen des Architekten Franz Schwechten erbaut.

Schwechten, 1841 in Köln geboren, legte eine rasante Karriere als Architekt hin. 1885 wurde Schwechten zum Mitglied der Königlichen Akademie der Künste in Berlin berufen und begann im selben Jahr eine Lehrtätigkeit an der Technischen Hochschule Charlottenburg. 1888 wurde ihm der Titel eines „Königlichen Baurats“ verliehen und 1889 wurde er zum Mitglied der Berliner Bauakademie ernannt. Schwechtens bekanntestes Bauwerk ist sicher die 1890 bis 1895 errichtete neoromanische Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche auf dem Berliner Breitscheidplatz. Auch die Schultheiss-Brauerei in der Schönhauser Allee (heute Kulturbrauerei) wurde nach seinen Entwürfen gebaut.

Das Landratsamt in Rathenow ist heute Sitz der havelländischen Kreisverwaltung.

 

Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

Kirche Bredow

Kirche Bredow

Auch wenn der Radweg von Brieselang nach Bredow noch in der Planung ist, ein Ausflug ins Dorf lohnt sich schon jetzt – etwa zur Kirche. Das meint MAZ-Redakteur Andreas Kaatz. Die Kirche wurde 1861 gebaut und im Mai 1862 eingeweiht – als Ersatz für den Vorgängerbau, der einem Dorfbrand zum Opfer gefallen war. „Es ist eine der größeren Dorfkirchen in der Region und die größte Kirche innerhalb der Kommune Brieselang – von den Ausmaßen und von den Sitzplätzen her“, sagt Pfarrer Rudolf Delbrück. Mehr als 160 Menschen finden Platz.

Seine Empfehlung: „Für Gäste wäre es interessant, von Zeit zu Zeit die Kirche zu besuchen und sich anzuschauen“, sagt er. Denn es wird noch eine Weile dauern, bis das Gotteshaus seine volle Schönheit entfalten kann. „Der Zustand der Kirche ist noch nicht so gut. Wir sind gerade dabei, dies zu ändern. Mittlerweile ist die Apsis ordentlich gemacht, ebenso wie der Turm. Auch die restaurierte Turmzier ist wieder drauf“, sagt er.

Und es soll weitergehen. „Jetzt müssen wir das Dach sichern. Wir hoffen, dass wir es 2023 hinbekommen, Hülle und Dach in Ordnung bringen. Von den Ausmaßen ist die Kirche sehr groß und da sind schnell mal rund 160 000 Euro verbaut“, sagt Pfarrer Delbrück. Für 2024 hofft er zudem auf Geld, um den Innenraum zu gestalten.

Und zum Vormerken: Beim Adventssingen am zweiten Advent werden Mitwirkende und Gäste auch eine schöne Eigenschaft der Kirche schätzen lernen. „Sie hat eine gute Akustik. Wenn die Orgel in Ordnung wäre, wäre es ein richtig schöner Konzertraum“, sagt Delbrück. Bis die Orgel wieder erklingen kann, wird es aber noch dauern. Ein Förderverein sammelt Geld für die Restaurierung. Rund 10 000 Euro sind schon zusammen gekommen, etwa 140 000 müssen es aber letztlich sein. Unter anderem fließt die Kollekte vom Abendklang in Brieselang in den Spendentopf.

Das Gotteshaus ist nicht dauerhaft geöffnet. Wer es auch innen besichtigen möchte, kann sich an Rudolf Delbrück wenden: 0172/2 86 60 36.

 

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