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Newsletter „Wir im Havelland“

Sportvereine in der Gebührenfalle +++ Havarie in Milow +++ Hohe Häuser in Falkensee +++

Liebe Leserinnen und Leser,

wahrscheinlich kennen Sie den Spruch: „Leute, die sich nichts zu sagen haben, reden übers Wetter.“ Aber in diesen Tagen bekommen die Wettergespräche doch eine andere Note. Denn vom Wetter kommt man ganz schnell zum Winter und zum Heizen und zu den Energiepreisen und zu der Angst, dass sich in unserer Gesellschaft vieles verändert. Und nicht zum Guten. Dabei betreffen die Sorgen nicht nur die eigenen Finanzen. Das Geld wird fast überall knapp. Längst zeichnen sich in nahezu allen Bereichen Probleme ab, die auf uns zukommen.

Meine Kollegen haben über die Sportvereine in Rathenow und in Nauen geschrieben. Ihnen stehen höhere Hallen- und Platzgebühren bevor, die sie meist nicht tragen können. Das Wort Vereinssterben macht bereits die Runde. Gestiegene Energiepreise machen auch den Friseuren zu schaffen, wie eine Umfrage der MAZ-Redaktion ergab. Und: Auch die Bäcker schlagen Alarm. Bäckermeister Ingo Möhring rechnet mal nach.

Dass bei all dem doch auch positive Nachrichten zu uns dringen, gehört zu den guten Seiten unseres Lebens. In Falkensee gab es jetzt Richtfest für ein neues Wohngebiet. Das hat durchaus auch kuriose Seiten, das Bauvorhaben geht nämlich auf Pläne aus den 90er-Jahren zurück und plötzlich liegt da eine Baugenehmigung für Achtgeschosser mit vor. Da war mancher überrascht. Das wird dann das höchste Wohnhaus der Gartenstadt werden.

Ein Weltrekord ist ein Achtgeschosser natürlich nicht. Zumindest einen Weltrekord-Versuch gab es aber schon in Falkensee. Nämlich die Zählung einer privaten Mokkatassen-Sammlung fürs Guinness-Buch der Rekorde. Dabei wurde Geld für Unicef und die Jemenhilfe gesammelt - fast 3300 Euro sind zusammengekommen. Also, allen Problemen und Ängsten zum Trotz: Die Hilfsbereitschaft ist doch nicht versiegt. Das sehe ich als gutes Zeichen.

Und noch mal zum Wetter: Das soll am Wochenende ja eher kalt und nass werden. Also die Zeit für Kuscheldecken, Kuscheltiere, Kuschelhormone.

Von allem wünsche ich Ihnen ganz viel.

Ihre

Marlies Schnaibel

MAZ-Redakteurin Newsdesk Havelland

Haben Sie Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollen? Dann schreiben Sie mir gern, Sie erreichen mich direkt unter: marlies.schnaibel@maz-online.de

 

Das waren die Top-Nachrichten dieser Woche

Rund acht Stunden dauerte es, bis der Kahn gesichert war.

Rund acht Stunden dauerte es, bis der Kahn gesichert war.

Havarierter Lastkahn in Milow: Einsatz für die Rathenower Taucherstaffel

Bei der Bergung des leck geschlagenen Lastkahns in Milow waren am Sonnabend rund 90 Helfer im Einsatz. Darunter zwölf Mitglieder der Rathenower Taucherstaffel. - Jetzt lesen.

Steckelsdorf: Panzer in Aktion auf der Schießbahn 13

Auf der Schießbahn 13 herrscht derzeit Hochbetrieb: Über 650 Soldaten aus Sachsen und Baden-Württemberg trainieren mit knapp 30 Panzern auf dem Klietzer Truppenübungsplatz den Ernstfall. - Jetzt lesen.

Sportvereine aus Rathenow in der Gebührenfalle

Rathenows Stadtverordnete sollen die Hallen- und Platzgebühren für Sportclubs in der Stadt verdoppeln. Nun warnt der Kreissportbund Havelland vor einem Vereinssterben. Nun wird eine Härtefallregel in Erwägung gezogen. - Jetzt lesen.

Bürgermeister Manuel Meger (2.v.l.) auf dem Sportplatz Kienberg mit Vertretern der Vereine und des Landkreises.

Bürgermeister Manuel Meger (2.v.l.) auf dem Sportplatz Kienberg mit Vertretern der Vereine und des Landkreises.

Nauen: Sportvereine rufen wegen hoher Energiekosten um Hilfe

Nauener Sportvereine, die selber Plätze bewirtschaften, leiden unter den gestiegenen Gaspreisen. Um zu helfen, hat die Stadtverwaltung eine Förderrichtlinie erarbeitet. Das letzte Wort haben die Stadtverordneten. - Jetzt lesen.

Neues Wohnquartier im Falkenseer Falkenhorst

404 neue Wohnungen entstehen südlich des Bahnhofs Falkensee. Sowohl für Singles als auch für Familien, einige davon als WBS-Wohnungen. Die Degewo Berlin baut hier im Falkenseer Stadtteil Falkenhorst. Die Ursprungspläne stammen aus den 90er-Jahren. - Jetzt lesen.

Weltrekordversuch: Mokkatassen-Aktion bringt 3300 Euro Spendengeld

Der Weltrekordversuch beim Zählen der Mokkatassensammlung von Ulf Hoffmeyer-Zlotnik hat ein soziales Nachspiel. Bei der Aktion kamen fast 3300 Euro Spendengelder für Unicef und die Jemenhilfe zusammen. - Jetzt lesen.

Friseure in Havelland: Angst vor Preissteigerungen und hoffen auf treue Kunden

Hohe Strom- und Gasrechnungen setzen den Friseuren zu. Nicht nur im Havelland. Der Zentralverband sieht die Politik gefordert und startet eine Petition für eine reduzierte Mehrwertsteuer. - Jetzt lesen.

Wird das Bäckerbrot zum Luxusprodukt – 38 statt 3,80 Euro? Rathenower Bäckermeister Ingo Möhring ist in Sorge

Hohe Energiepreise, gestiegener Mindestlohn und die Verteurung der Rohstoffe – Rathenows Bäckermeister Ingo Möhring ist in Sorge. Um weiterhin Brot backen zu können, hat er sich verschiedene Maßnahmen überlegt. Er weiß schon jetzt, einige Produkte verschwinden für immer. - Jetzt lesen.

 

Die Corona-Lage im Havelland

Der Sieben-Tage-Corona-Inzidenzwert im Havelland beträgt am Donnerstag 338,1 (Vortag: 286,1). Der landesweite Durchschnittswert liegt bei 432,6. Es sind am Donnerstag 173 Neuerkrankungen vom Gesundheitsministerium für das Havelland gemeldet worden.

Die Gesamtzahl der aktuell Infizierten und Erkrankten liegt laut Gesundheitsministerium geschätzt bei rund 30.200. Die landesweite Sieben-Tage-Hospitalisierungsrate beträgt 10,09. In Brandenburg sind aktuell 4,3 Prozent der maximalverfügbaren Intensivbetten in den Krankenhäusern mit Covid-19-Patienten belegt, wie das Ministerium ebenfalls mitteilte. Aktuell werden 455 Personen mit einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich 30 in intensivmedizinischer Behandlung, hiervon müssen zwölf beatmet werden.

Nachbarkreise: Die Sieben-Tage-Inzidenz für Ostprignitz-Ruppin liegt bei 411,8, für Oberhavel bei 348,5, für Brandenburg an der Havel bei 412,6 und für Potsdam-Mittelmark bei 441,4. Die Landeshauptstadt Potsdam meldet 452,1. Für Spandau wird ein Wert von 264,0 angegeben.

 

Menschen aus dem Havelland

Holger Jagodzinski hat von der MAZ einen Pokal für das „Leckerste Eis im Osthavelland“ bekommen. Die Freude ist riesig.

Holger Jagodzinski hat von der MAZ einen Pokal für das „Leckerste Eis im Osthavelland“ bekommen. Die Freude ist riesig.

MAZ-Voting: Das leckerste Eis im Osthavelland gibt es beim „Eismann“ in Dallgow

Die MAZ hat im Sommer 2022 den großen Eisdielentest gemacht und wollte von Leserinnen und Lesern wissen, wo es das beste Eis in jeder Region gibt. Auf Platz 1 im Osthavelland landet Holger Jogodzinskis „Eismann“ am Bahnhof in Dallgow-Döberitz. - Jetzt lesen.

Das Foto zeigt Lars Krause (links), dem der Vorsitzende des PARTEI-Kreisverbandes Teltow-Fläming, Rüdiger Prasse (rechts), gratuliert.

Das Foto zeigt Lars Krause (links), dem der Vorsitzende des PARTEI-Kreisverbandes Teltow-Fläming, Rüdiger Prasse (rechts), gratuliert.

Falkensee: Satirepartei benennt Bürgermeisterkandidaten

Lars Krause bewirbt sich für die Listenvereinigung Die Partei/PDS um den Falkenseer Bürgermeisterposten. Die Überdachung des Falkenhagener Sees ist eine seiner Ideen, mit der er in den Wahlkampf zieht. Gewählt wird im Herbst 2023. - Jetzt lesen.

Nach 24 Jahren hört Michael Mirschel auf als Amtsbrandmeister von Rhinow

Nach 24 Jahren hört Michael Mirschel auf als Amtsbrandmeister von Rhinow

Rhinow: Abschied für Amtsbrandmeister Mirschel

Nach 24 Jahren hört Michael Mirschel als Rhinower Amtsbrandmeister auf. Es ist nicht die einzige personelle Veränderung in der Rhinower Feuerwehr. - Jetzt lesen.

 

MAZ-Fotorätsel der Woche

Wo befindet sich diese Grabtafel, die mehr als 400 Jahre alt ist?

Wo befindet sich diese Grabtafel, die mehr als 400 Jahre alt ist?

Wie gut kennen Sie das Havelland? An dieser Stelle können Sie Ihr Wissen testen. Gesucht wird dieser Mann. Vor welcher Kirchenwand blickt er auf uns herab? Schicken Sie uns gern Ihre Antwort bis Dienstag, den 4. Oktober 2022, 12 Uhr, per E-Mail mit dem Kennwort „Bilderrätsel“ an havelland@maz-online.de. Die Auflösung zu unserem Rätsel gibt es im nächsten Newsletter am 7. Oktober direkt in Ihr Postfach.

MAZ-Fotorätsel – die Auflösung von der Vorwoche

Nach den Lampen in diesem Flur fragten wir vor einer Woche.

Nach den Lampen in diesem Flur fragten wir vor einer Woche.

Die stylischen Leuchten, die auf dem Suchbild zu sehen sind, hängen im Rathenower Kulturzentrum. Und zwar in einem der beiden Wandelgänge, von denen aus man den Theatersaal betritt. Die Lampen sind originalgetreue Reproduktionen derjenigen Exemplare, die bei der Eröffnung des Kreiskulturhauses am 7. Oktober 1958 installiert waren. Das Haus war das kulturelle Herz der Stadt Rathenow und erfreute sich zu DDR-Zeiten außerordentlich großer Beliebtheit. Doch das Gebäude teilte das Schicksal vieler Einrichtungen: es war abgenutzt und sanierungsbedürftig. Der letzte Vorhang im Theatersaal fiel am 3. Oktober 1998.

Die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Brandenburg erwarb das Haus im Erbbaurecht für 30 Jahre. Ein Jahr nach der Schließung begannen die umfangreichen Umbau- und Sanierungsarbeiten, die mit Eigenmitteln der LEG und des Landkreises Havelland sowie mit Hilfe von Fördermitteln des Wirtschafts-, des Kultur- und des Städtebauministeriums finanziert wurden.

Unter dem neuen Namen „Kulturzentrum“ wurde das Haus am 16. April 2004 feierlich wieder eröffnet. Der Name „Kulturzentrum“ ist ganz bewusst gewählt worden, denn unter einem Dach findet der Besucher nun verschiedene Einrichtungen: das Veranstaltungszentrum mit dem Theatersaal, dem Blauen Saal und den beiden Clubräumen sowie die Galerie und im Obergeschoss das Optik Industrie Museum.

Das Foyer und die Wandelgänge bieten Platz für Kunst- und Sonderveranstaltungen. Beim Umbau wurde besonders darauf geachtet, dass das Haus behindertengerecht gestaltet wird. So ist der Aufzug mit einer Etagenansage ausgestattet. Alle Gänge sind breit und die Räume gut zugänglich. Rollstuhlgerechte Toiletten mit genügend Bewegungsfreiheit sind vorhanden. Trotz vielfältiger Erneuerungen und Modernisierungen wurde bei der Sanierung großer Wert darauf gelegt, den Charakter des Hauses zu erhalten.

 

Unterwegs im Havelland: MAZ-Tipp der Woche

Die Floßfahrt ist fester Bestandteil eines Optikpark-Besuches.

Die Floßfahrt ist fester Bestandteil eines Optikpark-Besuches.

Keine Frage, ein schöner Frühlingstag im Optikpark Rathenow ist kaum zu übertreffen. Doch auch im Herbst ist der Optikpark einen Besuch wert, meint MAZ-Redakteur Markus Kniebeler. Zu sehen, wie sich die grellen Farben des Sommers in Pastell verwandeln, wie die Blätter der Bäume alle möglichen Schattierungen zwischen dunkelrot und goldgelb durchspielen, ist ein Erlebnis.

Die lebhafte Betriebsamkeit des Sommers, wenn Familien mit Kindern für Trubel auf dem Gelände sorgen, ist einem Innehalten gewichen. Die Natur bereitet sich auf die kommende Winterruhe vor, und auch die Besucher, die das Gelände erkunden, bewegen sich – so scheint es jedenfalls – mit größerer Gelassenheit. Wer jetzt den Optikpark besucht, der ist nicht auf der Suche nach einem Spektakel, sondern genießt es, sich die letzten wärmenden Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen zu lassen, bevor die dunklen, kalten Tagen einen ins Innere fliehen lassen.

Viel Zeit ist nicht mehr, die Anlage zu genießen. Traditionell klingt die Saison im Optikpark am 3. Oktober aus. An diesem Tag ist der Eintritt in den Park übrigens frei. Ein Programm gibt es nicht, allerdings kann es passieren, dass man auf dem Gelände auf die Himmelfahrtsband stößt, die von 11 bis 16 Uhr für musikalische Unterhaltung sorgt.

Endgültig Schluss ist im Optikpark erst 13 Tage später, am Sonntag, den 16. Oktober. Dann müssen sich die Parkfans bis zum 10. April des kommenden Jahres gedulden, dem Eröffnungstag der neuen Saison. Am Abschluss-Wochenende (15./16. Oktober) kommen noch einmal Familien auf ihre Kosten. Beim Herbstfest warten Spiel und Spaß auf die kleinen und großen Besucher, Bastelangebote, Kürbisschnitzen für jedermann, Stockbrot und allerhand Leckereien.

 

Schnappschuss der Woche

Diesen Regenbogen hat unser Leser Falk Bandow ganz in der Nähe der MAZ-Redaktion in Falkensee aufgenommen. „Es zeigt sich, dass wir im Herbst angekommen sind und zum Feierabend bunte Überraschungen erleben“, schreibt er dazu.

 

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