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Newsletter „Rauf auf's Land“

Wanderung nach Carwitz ++ Landpartie in Oberhavel ++ Tipps für tierische Gartenbesucher

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

nach einem Urlaub in Italien muss ich erstmal meinen Aggregatzustand verändern, von flüssig stelle ich ihn nun erneut auf fest. Flüssig wird mein Körper (und leider auch mein Geist), wenn es auf die 40 Grad zielt, die nahezu an jedem Tag in diesem schönen Land regierten. Es war ein Leben bei Pizza, Eis und Mangel an Schatten, was zur Folge hatte, dass es an Bewegung fehlte. Es war ein Lauern auf die Kälte, auf die Kühle, um vors Haus zu gehen und ein bisschen zu flanieren. Das Lauern war vergeblich. Kälter ist es nicht geworden.

Die Hitze hat dazu geführt, dass ich die Abteilung „Ausflug der Woche“ in diesem Newsletter mit großer Freude schreibe, weil ich nun, mit endlich wieder festem Körper und leidlich festem Geist, endlich wandern kann. Ich schreibe über eine neue Tour nicht nur mit Freude, sondern auch aus Notwendigkeit. Sie können sich denken, wozu Pizza, Eis und Mangel an Bewegung führen. Zu einer Neuausrichtung des Körperschwerpunktes. Da ich eine bewegungsfreudige Neunjährige in meiner Familie habe, ist so ein Hang zur, sagen wir: „Bequemlichkeit“, nicht machbar. Sie käme einer Entmachtung gleich.

Die Tour des Newsletters beginnen wir in Brandenburg und laufen hinüber nach Mecklenburg. Das Grenzüberschreitende ist ja ein Teil der Sommerferien, die in Brandenburg noch eine Woche andauern. Da kann man ruhig ein bisschen weiter schauen, rauf in den märkischen Norden, der Spaziergang muss nicht immer vor der Haustür starten.

Unser Ziel heißt Carwitz (gelegen im mecklenburgischen Landkreis Mecklenburgische Seenplatte), was ich nicht so laut herausposaunen möchte, weil ich den Ort noch immer als Geheimtipp sehe, auch wenn er an den Wochenenden und ganz allgemein im Sommer gut besucht ist – was daran liegen mag, dass dort das Element zu finden ist, nach dem ich mich während der Tage in Italien sehnte: Wasser! Die Toskana hat alles zu bieten, nur keine Badeseen. Und das Mittelmeer lag eine gute Ecke weg. In Carwitz gibt es diese Sorge nicht, denn gleich drei Seen rahmen diesen schönen Ort: Dreetzsee, Carwitzer See und Schmaler Luzin.

Carwitz wirkt wie ein kleines Paradies, gelegen in hügeliger Landschaft, hübsch bis hin zur Bilderbuchidylle. Doch ein echtes Paradies braucht einen Abgrund, und natürlich gibt es den auch hier: Hans Fallada hat hier ein Häuschen in der Nazizeit gehabt, er ging ins innere Exil, um sich fernzuhalten von dem Terror, der unter Hitler tobte. Er schrieb nicht nur, er trank auch, nahm Drogen, die Dämonen hatten ihn im Griff. Diese menschliche Tragödie ist ein Teil von Carwitz, doch sie sollte uns nicht abhalten, den Ort zu besuchen. Als positives Korrektiv könnten wir Charly Hübner nehmen, ein robuster, dem Leben zugewandter Schauspieler, der in Carwitz aufwuchs.

Erstmals fuhr ich hin vor guten 20 Jahren, mit meiner mittlerweile großen Tochter, wir schliefen in einer kleinen Anglerhütte. Kaum Komfort, aber am See gelegen, auch ein Ruderboot war inbegriffen, alles für einen kleinen Mietpreis. Paradiese, die auch für schmale Geldbeutel ein warmes Bett bereithalten, sind mir die liebsten.

Neulich war ich wieder dort, nur für eine Tagestour, ohne warmes Bett. Es war zwischen den Schließzeiten, an der Nahtstelle vom zweiten zum dritten Lockdown. Die Rechtslage hatte sich nicht präzise rumgesprochen, die Leute waren vorsichtig und blieben lieber auf dem Sofa. So hatten wir, meine Familie und ich, einen Auslauf in dem Dorf, eine unverstellte Sicht auf Ufer und Hügel, die es so schnell nicht wieder geben wird. Denn wie gesagt, auch wenn ich hier von Carwitz raune in der Art eines Geheimnisses, sind mittlerweile viele Menschen informiert über die Reize dieses Ortes.

Mein Kollege Lars Sittig hat noch eine andere Tour parat, auf dem Fahrrad, die durch Oberhavel führt, von Zehdenick nach Oranienburg. An Ausgangspunkt und Ziel finden wir Wasser, Baden ist möglich, besser geht es dieser Tage nicht. Sie finden die Empfehlungen von Lars in diesem Newsletter, wie auch die Gartentipps, in denen wir erzählen, wie Sie kleinen Wildtieren, etwa einem Igel, in diesen heißen Wochen helfen können.

Ein schönes Wochenende wünsche ich Ihnen!

Herzliche Grüße,

Ihr Lars Grote

MAZ-Autor

 

Ausflug der Woche: Tour nach Carwitz

Blick auf den Carwitzer See vom Hans-Fallada-Haus.

Blick auf den Carwitzer See vom Hans-Fallada-Haus.

Unsere Tour nach Carwitz beginnen wir in Thomsdorf, das am Carwitzer See liegt. Unser Rundweg ist gute elf Kilometer lang, zu Fuß brauchen wir knappe drei Stunden. Thomsdorf liegt in der brandenburgischen Uckermark, Carwitz befindet sich bereits auf Mecklenburger Boden im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Bekannt wurde das Dorf Carwitz durch den Schriftsteller Hans Fallada, (eigentlich Rudolf Ditzen), der sich nicht entschließen konnte, Nazideutschland zu verlassen, und von 1933 bis 1944 in einem um 1875 gebauten Büdnerhaus mit seiner Frau in Carwitz wohnte. Seine letzte Ruhestätte befindet sich nach seiner Umbettung im Fallada-Park (ehemaliger Friedhof) von Carwitz. Heute ist in den Gebäuden das Hans-Fallada-Museum mit dem Fallada-Archiv untergebracht.

Die Wanderung starten wir in Thomsdorf an der Bushaltestelle „Thomsdorf, Kirche“, hier hält die Linie 506. Zu Fuß durchqueren wir das Dorf in Richtung Norden, an der Gabelung verlassen wir es auf dem linken Weg, der uns durch die „Bugalowsiedlung Carwitzer See“ führt. Dem Weg folgen wir, zunächst durch den Wald, dann über Felder, nach knappen drei Kilometern erreichen wir Carwitz, zunächst den „Campingplatz am Carwitzer See“.

Im Ortskern von Carwitz angekommen, stoßen wir auf die Carwitzer Straße und gehen hier nach rechts, wo wir an der Gabelung bald abermals rechts in die Straße Zum Bohnenwerder abbiegen, die uns vorbei am Fallada-Haus auf den Bohnenwerder führt, einer idyllischen Halbinsel, die umgeben ist vom Carwitzer See. Hier lohnt sich eine kleine Pause, um die Aussicht zu genießen, bevor wir im kleinen Bogen die Halbinsel verlassen, zurück durchs Dorf laufen, nun aber nicht den Weg zurück nach Thomsdorf nehmen, sondern weiterhin auf der Carwitzer Straße bleiben, die uns durch den gesamten Ort führt. Im kleinen Kreisverkehr biegen wir links auf die kleine Straße Zum Dreetz ab, halten uns an der ersten Siedlung links und kommen an den Dreetzsee, dessen Westufer wir folgen. Es bietet zahllose und spektakuläre Blicke auf Wasser und Landschaft.

Nach einer Weile erreichen wir den Campingplatz am Dreetzsee, wo ein schöner Strand zum Baden einlädt. Südlich laufen wir im Bogen durch den Wald und halten uns dann östlich Richtung Thomsdorf – im Ort angekommen, sehen wir die alte Steinkirche und somit auch die Haltestelle „Thomsdorf, Kirche“, unseren Ausgangspunkt.

MAZ-Tipp: Mit unserer Wegbeschreibung und der Wanderkarte haben Sie alles, was Sie für diese Tour benötigen. Wer weitere Details sucht, findet sie unter www.komoot.de

 

Lust auf einen Tag in Karls Erlebnis-Dorf? Hier gibt es Freikarten!

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Radtour der Woche: Zwischen Barock und Bismarckturm in Oberhavel

Bei der MAZ-Landpartie mit Lars geht es in dieser Woche auf eine Radtour durch den Landkreis Oberhavel. Die Highlights bei der 37 Kilometer langen Tour von Oranienburg nach Zehdenick: Prächtige Schlösser in Oranienburg und Liebenberg, eine tolle Aussicht vom Bismarckturm bei Klein-Mutz, viele historisch interessante Orte und eine urwüchsige Tonstichlandschaft in Zehdenick. Wer aus der Tour einen Rundkurs machen möchte, kann auf einer anderen Route von Zehdenick auf dem Fernradweg Kopenhagen - Berlin nach Oranienburg zurückkehren.

>>> Hier geht es zur ausführlichen Tourbeschreibung

Die Strecke: Die MAZ-Landpartie führt auf Routen des offiziellen Knotenpunktsystems von Zehdenick nach Oranienburg. Die Tour verläuft über separate Radwege, straßenbegleitende Radwege, ruhige Nebenstraßen, ein Stück Landstraße (zwischen Liebenberg und Bergsdorf) und ein Stück unbefestigten Radweg (hinter Bergsdorf). Die Strecke ist insgesamt sehr gut ausgeschildert, es kann sich an vielen Knotenpunkten orientiert werden.

Landpartie mit Lars 2022, Tour 5

Landpartie mit Lars 2022, Tour 5

>>> Hier geht es zur Tour bei Google Maps

Sehenswürdigkeiten: Prachtvolle Schlösser, hügelige, märkische Weite und eine urwüchsige Tonstichlandschaft bei Zehdenick – auf der Tour warten viele sehenswerte Orte und viel Abwechslung. Eine Besonderheit der Landpartie: Es liegen drei Schlösser und herrschaftliche Anwesen (in Oranienburg, Liebenberg und Zehdenick) an der Strecke. Vom Bismarckturm auf dem Hohen Timpberg (95 Meter) bei Zehdenick hat man einen weiten Blick über die hügelige Landschaft. Der Turm ist allerdings nicht immer geöffnet, der Aufstieg ist aber nach telefonischer Rücksprache und Vereinbarung mit dem Bismarck-Turm-Verein (03307/31 08 81) möglich. Der Eintritt ist frei.

Oranienburg: Die herausragende Sehenswürdigkeit der Kreisstadt Oberhavels ist sicher das Schloss Oranienburg, das zu den bedeutendsten Barockbauten der Mark Brandenburg gehört. In dem prächtigen Gebäude, das sich in der Innenstadt am Ufer der Havel befindet, sind das Schlossmuseum und das Kreismuseum Oberhavel untergebracht. Der Schlosspark, den Kurfürstin Louise Henriette von Oranien im 17. Jahrhundert anlegen ließ, ist seit der Landesgartenschau 2009 aufgeblüht. Am Lehnitzsee sowie den vielen Wasserläufen – durch die Stadt fließen neben der Havel der Oranienburger Kanal, der Oder-Havel-Kanal und der Ruppiner Kanal – warten viele idyllische Plätze. Der Schlosshafen verströmt maritimes Flair.

Löwenberg/Liebenberg: Eines der prächtigen Bauwerke auf der Tour ist auch Schloss Liebenberg. Zum Ensemble gehören neben dem Herrenhaus auch die Gutsanlage und der Gutspark – ein Landschaftspark mit barocken Elementen, der in Anlehnung an Entwürfe von Peter Joseph Lenné gestaltet wurde. Theodor Fontane schreibt in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg über seinen Aufenthalt: „Zu meinen glücklichsten Wanderungstagen gehören die in Liebenberg verbrachten“.

Das Schloss in Oranienburg ist eines der Highlights der Tour.

Das Schloss in Oranienburg ist eines der Highlights der Tour.

Zehdenick: Die Havelstadt verfügt neben der Stadtkirche, einem stattlichen Wasserturm und einer alten Zugbrücke außerdem über eine Klosteranlage, von der Teile erhalten sind. „Sehenswert sind die Ruine des großen Dormitoriums mit den beiden erhaltenen Giebelwänden und der nördliche Kreuzgangflügel“, heißt es auf www.kloster-zehdenick.de, „mit dem erhaltenen Teil des Kreuzgangs und mehreren Gewölberäumen aus dem 14. Jahrhundert. Das Kloster Zehdenick gehört zu den ältesten Nonnenklöstern der Zisterzienser in Brandenburg.“ Nördlich der Stadt erstreckt sich die Tonstichlandschaft, ein beeindruckendes Vogel-, Natur- und Badeparadies. „Die Havel ermöglichte den wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt in Zeiten der Industrialisierung. Tonvorkommen ließen Europas größtes Ziegeleirevier entstehen“, wird auf www.zehdenick-tourismus.de berichtet. Am Rande der Tonseenlandschaft liegt auch das Havelschloss Zehdenick.

MAZ-Tipp: So viel Zeit wie möglich nehmen, den Tag in der Tonstichland ausklingen lassen und die Tour mit der zweiten Etappe der großen MAZ-Rundtour durch Brandenburgs Nordosten über Himmelpfort und Lychen nach Templin fortsetzen.

 

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Brandenburg für Genießer

Ja, noch gibt es Erdbeeren. Nicht nur pur sind die Früchte in diesen Tagen ein Genuss. Vielen schmecken die Sommerfrüchte noch besser in Form eines leckeren Kuchens. Rezept gefällig - wir hätten sogar eins, für das Sie keinen Ofen brauchen!

No-Bake-Erdbeer-Käsekuchen mit Keksboden

Wenn es draußen richtig heiß ist, sind wir froh, wenn der Ofen einmal ausbleibt. Ideal eignet sich dann dieser Erdbeer-Käsekuchen mit Keksboden, der nicht gebacken werden muss.

Für den No-Bake-Erdbeer-Käsekuchen mit Keksboden (Springform, 18 Zentimeter Durchmesser) braucht man:

Für den Boden

  • 110 Gramm Butter
  • 175 Gramm Butterkekse

Für die Käsecreme

  • 200 Gramm Mascarpone
  • 150 Gramm Frischkäse (Doppelrahmstufe)
  • 125 Gramm Naturjoghurt
  • 100 Gramm Puderzucker
  • eine Packung Vanillezucker
  • einen Teelöffel Zitronenabrieb

Für das Topping

  • 350 Gramm frische Erdbeeren
  • eine Packung Tortenguss
  • 250 Milliliter Wasser

Und so geht‘s:

1. Als Erstes die Butter in einem Topf langsam schmelzen und die Butterkekse fein zerkleinern (am besten mit einem Mixer). Beides vermischen und auf den Boden der Springform drücken – an den Seiten einen kleinen Rand formen.

2. Nun die Mascarpone, den Frischkäse, den Joghurt, den Zucker und den Zitronenabrieb kurz zusammenrühren und auf dem Keksboden verteilen. Den Boden mindestens zwei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

3. Als Nächstes werden die Erdbeeren gewaschen und klein geschnitten. Je nach Geschmack können die Erdbeeren entweder in Scheiben geschnitten flach auf dem Boden verteilt werden oder nur halbiert oder sogar ganz den Kuchen dekorieren.

4. Zum Schluss noch den Tortenguss nach Packungsanleitung zubereiten und auf dem Kuchen verteilen. Den Kuchen erst aus der Form lösen, wenn der Tortenguss fest ist, und bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.

 

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Schönes für Haus und Garten bei der LebensArt auf dem Marienberg: 12.-14. August

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Raus in den Garten

Viel trinken und einen Schattenplatz suchen - das gilt nicht nur für Menschen bei Hitze. Auch Wildtiere brauchen an warmen Sommertagen mehr Flüssigkeit und kühle Verstecke. Wer den Igeln helfen will, kann Schälchen mit Wasser und Katzenfutter aufstellen. Die Futterzugabe sollte jedoch keine Dauerlösung sein. Sinnvoll ist die extra Portion Nahrung nur in Ausnahmefällen. Etwa wenn man beobachtet, dass Igel mehrere Tage lang tagsüber nach Nahrung suchen und wenn sie unterernährt wirken. Das erkennt man etwa an eingefallenen Flanken sowie einer deutlichen Hungerfalte hinter dem Kopf.

Lesen Sie auch: Garten im August - das brauchen Pflanzen im Sommer

In naturnahen Gärten finden Igel und andere Wildtiere in der Regel genug Nahrung und Schatten. Wichtig ist auch ein Durchgang in die Nachbargärten. Ideal sind Hecken, Reisighaufen und trockene Hohlräume etwa unter Holzstapeln. Dort können Igel ein kühles Plätzchen zum Ausruhen finden. Versiegelte Flächen und Asphalt speichern hingegen die Wärme lange bis in die Nacht hinein, und bieten Wildtieren keinen schattigen Unterschlupf.

Oft suchen Igel jetzt auch tagsüber Nahrung, weil sie nachts nicht genug finden. Das Problem ist, dass einige Insekten, etwa der Laufkäfer, für ihre Entwicklung ausreichend Feuchtigkeit brauchen. Zudem verkriechen sich bei Hitze beispielsweise Regenwürmer in tiefe Bodenschichten. Auch Schmetterlingsraupen sowie Ohrwürmer oder Schnecken ziehen sich bei Hitze zurück. Gerade im August, wenn viele Igel Jungtiere haben, sollten Gartenbesitzer also darauf achten, ob sie tagsüber hungrige Stacheltiere entdecken. Und dann den Tieren etwas Futter hinstellen.

 

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