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Weitere Waldbrände absehbar++Wieder Zukunft für Braunkohle?++Corona-Maßnahmen verlängert

Robin Williamson, Chef vom Dienst (Digital), MAZ Update

Liebe Leserinnen und Leser,

heute ist kalendarischer Sommeranfang und Sommersonnenwende - umgangssprachlich auch gerne „der längste Tag des Jahres“ genannt. Offenbar ging heute in Potsdam um 04.45 Uhr die Sonne auf (da habe ich noch geschlafen) und wird um 21:34 Uhr untergehen, fast 17 Stunden schien die Sonne an diesem nur leicht bewölkten Tag auf die märkische Erde. Und das bei etwa 25 Grad - sehr angenehm für die, die heute ihre Zeit draußen verbringen dürfen.

Allerdings wird nicht nur Brandenburgs Waldbrandbeauftragter Raimund Engel diesen Wetterverlauf kritisch beäugen: Der gestrige Regen schien nur ein kurzes Gastspiel gehalten zu haben, bis einschließlich Freitag sind für die Region keine weiteren Niederschläge angekündigt. Und auch, wenn das Waldbrand-Risiko heute recht gering bewertet wird - in den kommenden Tagen kann es wieder brandgefährlich werden.

Dass wir uns an die vielen Waldbrände in Zukunft gewöhnen müssen, davon ist das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) überzeugt. Deshalb sollten auch die Feuerwehrleute besser für die Brandbekämpfung in Wäldern ausgerüstet und ausgebildet werden. Kirsten Thonicke, Expertin für Feuerökologie und Wälder am PIK, schlägt deshalb einen „Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit Experten aus dem Mittelmeergebiet“ vor - die bereits mehr Erfahrung mit Flächenbränden sammeln mussten.

Auch Thonickes Kolleginnen und Kollegen an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde (HNE) sehen einen Zusammenhang zwischen den Waldbränden und der Klimaerwärmung - und fordern, dass die Klimakrise deutlich engagierter zu bekämpfen sei. Der Ausstieg aus fossiler Energiegewinnung sei oberstes Gebot.

Doch diese Forderung beißt sich mit der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Lage: Ausgerechnet der grüne Wirtschaftsminister Robert Habeck muss sich jetzt für eine Verlängerung der Laufzeit der Kohlekraftwerke stark machen, um weniger von russischen Gaslieferungen abhängig zu sein. Und wie heute die LEAG in der Lausitz auf MAZ-Anfrage bekanntgab, bereitet sich der Braunkohlebetreiber jetzt darauf vor, seine zur Stilllegung vorgesehenen Braunkohlekraftwerksblöcke bis auf Weiteres weiterzubetreiben.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend!

Herzliche Grüße,

Robin Williamson,

Chef vom Dienst (Digital)

 

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