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Ermittler haben eigentlich Immunität

Fall Gabby Petito: Eltern wollen Polizei in US-Bundesstaat Utah verklagen

Eine Gedenkstätte erinnert an Gabby Petito in ihrer Heimatstadt Blue Point (US-Bundesstaat New York). (Archivbild)

Eine Gedenkstätte erinnert an Gabby Petito in ihrer Heimatstadt Blue Point (US-Bundesstaat New York). (Archivbild)

Salt Lake City. Die Eltern der erst wochenlang vermissten und später tot aufgefundenen Gabby Petito wollen die Polizei in Utah verklagen.

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Beamte in dem US-Staat hätten erkennen müssen, dass ihre Tochter in Lebensgefahr schwebe, als sie zu einem Streit zwischen Gabby und deren Verlobten Brian L. ermittelt hätten, hieß es in einer Mitteilung der Familie vom Montag. Demnach übersah die Polizei in der Touristenstadt Moab im August 2021 Anzeichen, wonach Gabby ein Opfer häuslicher Gewalt gewesen sei. Letztlich trennten die Beamten das Paar für eine Nacht und ließen es danach weiterreisen.

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Petito und ihr Verlobter brachen Anfang Juli 2021 in einem umgebauten Van zu einem Roadtrip durch die USA auf, der ein verhängnisvolles Ende nehmen sollte. Die Leiche der 22-Jährigen wurde Mitte September am Rande des Grand-Teton-Nationalparks in Wyoming gefunden.

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Petitos Verlobter und Mörder beging Suizid

Das FBI kam zum Schluss, dass L. seine Partnerin, mit der er schon früher heftig aneinandergeraten sein soll, geschlagen und erwürgt hatte. Nachdem er am 1. September von der Reise alleine nach Hause zurückgekehrt war, erschoss er sich laut der Bundespolizei in einem Naturschutzgebiet in Florida. Zuvor hatte er SMS-Nachrichten von Gabbys Handy an deren Eltern und andere versandt, um sie glauben zu machen, dass sie noch lebe.

Gabby Petitos Schicksal erregte weit über die Grenzen der USA hinaus Aufsehen, zumal sie und ihr Verlobter ihre USA-Reise ausführlich in sozialen Medien dokumentierten. Petitos Familie hatte sie am 11. September als vermisst gemeldet.

Zu Jahresbeginn ergab schon eine unabhängige Untersuchung, dass die Polizei in Moab „etliche unbeabsichtigte Fehler“ begangen habe, als sie es mit Petito und L. zu tun bekam. Zwar sind Staatsbedienstete wie Polizeibeamte in vielen US-Staaten vor Klagen geschützt, auch in Utah. Doch wollen die Anwälte der Familie Petito argumentieren, dass die Anwendung des Immunitätsgesetzes auf Fälle von unrechtmäßigen Tötungen verfassungswidrig sei und der Rechenschaftspflicht zuwiderlaufe. Gabby Eltern wollen von der Polizei 50 Millionen Dollar (rund 49 Millionen Euro) Schadenersatz erstreiten.

RND/AP

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