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S-Bahn-Unfall bei München: Bergung der Züge und Ermittlungen gehen weiter

Mit einem Spezialkran der Deutschen Bahn versuchen Techniker die beiden verunglückten S-Bahn Züge zu bergen.

München/Schäftlarn. Die Aufarbeitung des S-Bahn-Unglücks von Schäftlarn dauert an. Während die Ermittler Zeugen befragen und Datenberge durcharbeiten, wird an der Unfallstelle im Landkreis München weiter aufgeräumt. Bis in den Abend hinein waren die Trupps am Donnerstag bei Wind und Regen mit der Bergung der Züge beschäftigt. Am Freitag sollten die Arbeiten fortgesetzt werden.

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Feuerwehr und Technisches Hilfswerk halfen erneut. Wie lange die Arbeiten dauern werden und wann S-Bahnen hier wieder fahren, steht nicht fest. Erst wenn die Züge abtransportiert sind, könnten die Schäden begutachtet und behoben werden, hieß es von der Deutschen Bahn.

54-jähriger Lokführer soll Haltesignal überfahren haben

Unterdessen konzentrieren sich die Ermittlungen nach dem S-Bahn-Zusammenstoß zunehmend auf ein auf Rot stehendes Haltesignal - und auf einen der Triebwagenführer. Der 54-Jährige, der noch schwer verletzt im Krankenhaus behandelt wird, habe vermutlich ein Haltesignal überfahren, erläuterten Ermittler. Es sei aber noch zu früh zu sagen, ob es sich dabei um menschliches oder technisches Versagen gehandelt habe.

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Der Triebwagenführer des S-Bahnzuges aus Wolfratshausen war am Bahnhof Ebenhausen-Schäftlarn Richtung München losgefahren, obwohl die verspätete S-Bahn aus München noch auf der eingleisigen Strecke war. Warum ein Sicherungssystem die Fahrt nicht stoppte, ist offen. Die Ermittlungen werden Wochen, vielleicht auch Monate dauern.

Bei dem Unfall am Montagnachmittag war ein 24-jähriger Fahrgast getötet worden, 18 Menschen wurden verletzt, sechs von ihnen schwer. Zu den Schwerverletzten zählt auch der 21-jährige Triebwagenführer der S-Bahn aus München.

RND/dpa

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