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Wie weiter im ÖPNV?

SPD-Fraktion fordert schnelle Diskussion über Nachfolge für 9-Euro-Ticket

Run auf den Nahverkehr: Das 9-Euro-Ticket hat die Fahrgastzahlen in den Regionalbahnen deutlich ansteigen lassen – hier am Hauptbahnhof Hannover.

Run auf den Nahverkehr: Das 9-Euro-Ticket hat die Fahrgastzahlen in den Regionalbahnen deutlich ansteigen lassen – hier am Hauptbahnhof Hannover.

Berlin. Die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Dorothee Martin, hat eine schnellstmögliche Diskussion mit den Ländern über eine Nachfolge für das zum Monatsende auslaufende 9-Euro-Ticket gefordert. Der von Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) avisierte Zeitplan reiche dafür nicht aus, kritisierte sie. „Wir haben gesehen, dass ein bundesweit gültiges und preislich attraktives Ticket die Menschen begeistert“, sagte Martin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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„Einsteigen, fahren, aussteigen – ohne Tarifgrenzen beachten zu müssen. Das ist unser Ziel und dafür wollen wir schnellstmöglich in die gemeinsame Diskussion über die Ausgestaltung zusammen mit den Ländern einsteigen“, sagte die SPD-Politikerin. „Daher haben wir von Verkehrsminister Wissing bereits im Juli eine Sonder-Verkehrsministerkonferenz von Bund und Ländern gefordert“, fügte sie an. Das Vorhaben sei ein wirklich großer Schritt.

Lindner äußert sich zu 9-Euro-Ticket und Übergewinnsteuer

Beim Tag der offenen Tür auf dem Gelände des Bundesfinanzministeriums beantwortet Lindner die Frage einer Bürgerin zum 9-Euro-Ticket.

„Wenn wir zu Beginn 2023 ein neues bundesweites Ticket einführen wollen, muss der Prozess dafür jetzt beginnen und der Zeitplan klar sein. Im Oktober, wie vom Verkehrsminister avisiert, ist das zu spät“, kritisierte Martin. „Auch vor dem Hintergrund der steigenden Energiepreise und drohenden Linienkürzungen oder Preiserhöhungen von Verkehrsverbünden müssen jetzt alle an einen Tisch und Lösungen dafür erarbeiten“, sagte sie.

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Uneinigkeit in der Koalition

Das 9-Euro-Ticket wird in der Ampelkoalition weitgehend als Erfolg bewertet. Bei der Frage nach einem langfristigen Anschluss an das bundeseinheitliche und für die Nutzerinnen und Nutzer äußerst günstige Angebot besteht jedoch Uneinigkeit. SPD und Grüne machen sich für Anschlussangebote stark. FDP-Chef und Bundesfinanzminister Christian Lindner tritt jedoch auf die Bremse und konstatierte, eine Verlängerung des aus Steuermitteln bezahlten 9-Euro-Tickets sei nicht finanzierbar. Die Grünen hatten etwa ein regionales Monatsticket für 29 Euro und ein bundesweit im öffentlichen Personennahverkehr gültiges Ticket für 49 Euro vorgeschlagen. Als wichtig bei einem Nachfolger des 9-Euro-Tickets wird auch eine Auflösung der mitunter undurchsichtigen Tarifsysteme der regionalen Verkehrsverbände angesehen.

Auch Wissing sprach sich kürzlich für eine Vereinfachung der Tarifstrukturen aus. Dem ZDF sagte der Verkehrsminister, vor einer Entscheidung über Folgemaßnahmen müssten erst die begleitenden Untersuchungen zum 9-Euro-Ticket ausgewertet werden. Die Bundesländer seien gefragt, eine Sonder-Verkehrsministerkonferenz einzuberufen.

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