Bericht britischer Geheimdienste

Annexionen in der Ukraine: Hofft Putin auf steigende Unterstützung in der Bevölkerung?

Zwei Frauen stimmen in einem Wahllokal in einer Entbindungsklinik in der von Russland unterstützten und von Separatisten kontrollierten Volksrepublik Luhansk ab.

Zwei Frauen stimmen in einem Wahllokal in einer Entbindungsklinik in der von Russland unterstützten und von Separatisten kontrollierten Volksrepublik Luhansk ab.

London. Die russische Führung will nach Einschätzung britischer Geheim­dienste mit der erwarteten Annexion ukrainischer Gebiete den Angriffskrieg vor der eigenen Bevölkerung rechtfertigen. Jegliche Ankündigung einer Einverleibung der Gebiete werde der Rechtfertigung von Russlands „spezieller Militäroperation“ in der Ukraine dienen und beabsichtige, die patriotische Unterstützung des Konfliktes zu festigen, hieß es am Dienstag in einem Kurzbericht des britischen Verteidigungs­ministeriums.

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Es sei damit zu rechnen, dass der russische Präsident Wladimir Putin am Freitag in einer Rede vor dem russischen Parlament die Annexion der Gebiete im Osten und Süden der Ukraine formell bekannt geben werde. Am Dienstag sollten dort die Schein­referenden enden, die mutmaßlich der Legitimation des Schrittes dienen sollten.

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Die britischen Geheimdienste gehen jedoch davon aus, dass die Russen Putins Pläne nicht so unterstützen werden wie von ihm erhofft. Die kürzliche Teil­mobilmachung russischer Reservisten sowie das zunehmende Wissen über die Rückschläge in der Ukraine dürften die Zustimmung deutlich trüben, hieß es.

Moskau wirft Briten gezielte Desinformation vor

Das britische Verteidigungs­ministerium veröffentlicht seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Ende Februar unter Berufung auf Geheimdienst­informationen täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Damit will die britische Regierung sowohl der russischen Darstellung entgegentreten als auch Verbündete bei der Stange halten. Moskau wirft London eine gezielte Desinformations­kampagne vor.

RND/dpa

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