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270 Aktionen allein in Deutschland

Globaler Klimastreik: Hier will Fridays for Future am Freitag überall auf die Straße gehen

Zum elften Mal will die Klimabewegung Fridays for Future global demonstrieren – wie hier zuletzt im März in Köln.

Zum elften Mal will die Klimabewegung Fridays for Future global demonstrieren – wie hier zuletzt im März in Köln.

Berlin. Um für den globalen Klimastreik am Freitag zu mobilisieren, setzt Fridays for Future auch auf professionell gemachte Schockvideoclips. Eine weißhaarige Frau backt Kekse in ihrem schmucken Reetdachhaus hinterm Deich, der Nachrichtensprecher im Radio warnt vor einer neuen Hitzewelle. Im Kalender hat sie den Besuch ihrer Enkel vermerkt. Doch dann wird ihr schwarz vor Augen, und auf dem Bildschirm erscheint der Satz: „Jeden Sommer sterben Tausende, vor allem ältere Menschen, an Hitze. Unsere Omas geben alles für uns. Warum wir nicht für sie?“

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Mit diesem Clip ruft die Hamburger Ortsgruppe der Klimabewegung zur Demonstration am Freitag auf. Insgesamt sind rund 270 Aktionen im ganzen Land angemeldet, in allen Bundesländern. Demonstriert werden soll in Metropolen wie Berlin, Hamburg, München, Köln, in mittelgroßen Städten wie Göttingen, Chemnitz und Rostock und auch in kleineren Orten wie Freiberg (Sachsen).

Am Wochenende sind dann in vielen deutschen Städten Kinderfahrraddemos des Bündnisses „Kidical Mass“ geplant.

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Weltweit sind erneut auf allen Kontinenten Aktionen angemeldet. Die Aktivistinnen und Aktivisten von Fridays for Future gehen bereits im vierten Jahr auf die Straße. „Die Kraft, die es braucht, um sich auf die Straße zu stellen, ist viel größer als noch vor zwei Jahren“, sagt die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Die Belastung dieser Zeit, die Krisen, die Sorgen, legen sich auch auf die junge Generation.“ Angesichts der sich zuspitzenden Energiekrise will die Klimabewegung jetzt stärker „die Fragen von sozialer Sicherheit und Klimaschutz zusammenführen“, kündigt Neubauer an.

Forderung nach mehr sozialer Sicherheit

Auch das Motto „People not profit“ (Menschen statt Profit) steht für die Suche nach dem Schulterschluss zu sozialen Bewegungen. Fridays for Future fordert unter anderem eine Übergewinnsteuer und die Fortsetzung des 9-Euro-Tickets – als Teil eines 100-Milliarden-Sondervermögens für Klima und Sicherheit.

In Berlin beginnt die Kundgebung um 12 Uhr im Invalidenpark, im Anschluss ist eine Demonstration durch das Regierungsviertel geplant.

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Im Leben von Maike Grunst gibt es momentan nichts, das ihr so viel Entschiedenheit abnötigt wie das Engagement, auf die Klimakrise aufmerksam zu machen. Mit ihrer körperlichen Unversehrtheit zu kämpfen, ist für sie der letzte Ausweg.

Warum sich Klimaaktivisten an die „Sixtinische Madonna“ klebten

Im August klebten sich Klimaaktivisten in der Dresdner Gemäldegalerie an den Rahmen von Raffaels „Sixtinischer Madonna“. Dies sorgte deutschlandweit für Aufsehen in den Medien. Was treibt Menschen zu radikalen Aktionen wie dieser?

Auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und in Österreich der Gewerkschaftsbund unterstützen den Aktionstag. „Der Dürre- und Waldbrandsommer 2022 hat gezeigt: Die Klimakrise wartet nicht, bis Kriege entschieden sind und der Friede gewonnen ist. Schon jetzt geraten auch durch die Folgen des Klimawandels Menschen in akute Lebensgefahr, werden in die Flucht getrieben und in ihren Rechten verletzt“, sagte EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus. „Klimaschutz ist auch Friedenspolitik und Sicherheitspolitik und Sozialpolitik.“

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Die Klimabewegung hat sich in den vergangenen Jahren ausdifferenziert. Gruppen wie Extinction Rebellion, Ende Gelände und Letzte Generation setzten auf Blockaden und zivilen Ungehorsam als Druckmittel. Der Extremismusforscher Alexander Straßner hatte gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ geäußert, die Klimaschutzbewegung trage in Teilen Züge einer Sekte und erhebe einen absoluten Wahrheitsanspruch. Die Aktivisten behaupteten von sich selbst, für eine ganze Generation zu sprechen, und diskriminierten auf diese Weise systematisch andere Meinungen. Genau diese Argumentationslinien habe die RAF in den 1970er-Jahren verfolgt.

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