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Tariferhöhungen im ÖPNV

Linken-Fraktionschef Bartsch fordert Ein-Euro-Ticket

Die Straßenbahnen der Dresdner Verkehrsbetriebe bringen jeden Tag Tausende Menschen an ihr Ziel. Doch weil derzeit Fahrer fehlen, drohen nun Einschnitte beim Angebot.

Vielerorts drohen in den nächsten Monaten höhere Fahrpreise (Symbolbild).

Berlin. Der Vorsitzende der Linken-Bundestagsfraktion, Dietmar Bartsch, hat vor dem Hintergrund steigender ÖPNV-Fahrpreise ein Ein-Euro-Ticket ab dem 1. Oktober gefordert. „Wir fordern nochmals, das 9-Euro-Ticket bis zum Jahresende zu verlängern, alternativ zum 1. Oktober ein bundesweites Ein-Euro-Ticket als Bestandteil eines dritten Entlastungspakets festzuschreiben“, sagte der Linken-Politiker dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND). „‚Ein Tag, ein Euro‘ würde die Belastung für Pendler und Reisende spürbar senken und die Verkehrswende ermöglichen.“

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Bartsch: „Kostenhammer schlägt zu“

Bartsch kritisierte, dass es bisher keine Nachfolgeoption für das 9-Euro-Ticket gibt. „Ab September schlägt im ÖPNV der Kostenhammer wieder zu“, warnte er. „Die drei Monate des 9-Euro-Tickets hätten genutzt werden müssen, um ein dauerhaft günstiges Nachfolgemodell festzuzurren.“

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Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur stehen nach Ende des 9-Euro-Ticket-Zeitraums bei den Verkehrsverbünden zum Teil Preiserhöhungen an. Das ergab eine Umfrage der dpa unter großen Verkehrsverbünden. Teilweise sind schon deutliche Tarifsteigerungen beschlossen, andernorts stehen die entsprechenden Gremiensitzungen noch an. Das liegt auch an den Energie­preisen, die die Verkehrsverbünde aktuell schultern. So steigen etwa in und um Stuttgart die Tarife zum Jahreswechsel durchschnittlich um 4,9 Prozent, im Großraum Nürnberg werden es 3 Prozent sein. Im Rhein-Main-Verkehrsverbund gab es schon zum Juli einen Aufschlag von 3,9 Prozent.

Bereits im Mai hatte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) im RND-Interview gesagt, dass die steigenden Energiepreise auf die Tarife umgelegt werden müssten. „Wir werden mittelfristig die fehlenden Gelder auf die Fahrpreise umschlagen müssen oder das Angebot einschränken“, sagte damals der VDV-Präsident Ingo Wortmann mit Blick auf fehlende Ausgleichs­zahlungen seitens des Bundes. „Die Ticketpreise werden also weiter steigen – nicht direkt zum 1. September, aber in den nächsten Preisrunden. Leider kommen wir dann in die Situation, dass Menschen, die ohnehin schon belastet sind, für ihre Fahrten mehr bezahlen müssen.“

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