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„Diplomatisch nicht angemessen“

Melnyk will sich bei Scholz für „Leberwurst“-Aussage entschuldigen

17.05.2022 Der Botschafter der Ukraine in Deutschland Andrij Melnyk bei einer Fotoausstellung. Melnyk will sich bei Scholz für seine umstrittene „Leberwurst“-Aussage entschuldigen.

17.05.2022 Der Botschafter der Ukraine in Deutschland Andrij Melnyk bei einer Fotoausstellung. Melnyk will sich bei Scholz für seine umstrittene „Leberwurst“-Aussage entschuldigen.

Berlin. Der Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, will sich bei Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) für seine viel kritisierte „Leberwurst“-Aussage entschuldigen. „Das ist eine Äußerung, die ich im Nachhinein natürlich bedauere“, sagte Melnyk im „Spiegel“-Format „Spitzengespräch“ am Mittwoch. Er werde sich bei ihm persönlich entschuldigen, fügte der Diplomat hinzu. Die Äußerung sei „diplomatisch nicht angemessen“ gewesen und habe „viele Menschen nicht nur in Deutschland vor den Kopf gestoßen“.

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Olaf scholz hat in seiner Regierungserklärung im Bundestag versprochen, sich mit allem Nachdruck für den EU-Kandidatenstatus des Landes einzusetzen.

Melnyk hatte Anfang Mai das vorläufige Nein von Scholz zu einer Kiew-Reise mit den Worten kritisiert: „Eine beleidigte Leberwurst zu spielen klingt nicht sehr staatsmännisch.“ Scholz besuchte schließlich nach langem Zögern Mitte Juni die Ukraine.

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Der Botschafter sagte zudem, dass die Aussage auch in der ukrainischen Regierung ein Ärgernis dargestellt habe. „Mein Präsident war not amused“, sagte Melnyk über die Reaktion Wolodymyr Selenskyjs. Auch habe er dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba seine Aussage erklären müssen.

RND/dpa

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