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Nach ukrainischer Gegenoffensive

Russen lassen Panzer zurück

Ukrainischer Soldat vor russischem Panzer im Sumpf (Symbolfoto).

Ukrainischer Soldat vor russischem Panzer im Sumpf (Symbolfoto).

Russische Soldaten waren während ihres Rückzugs wegen der ukrainischen Gegenoffensive offenbar gezwungen, zahlreiche Panzer zurückzulassen. Die „Washington Post“ hat dazu Videos analysiert, die in sozialen Medien kursieren. Demnach haben ukrainische Militärs Kriegsgeräte in unterschiedlicher Verfassung beschlagnahmt. Sie waren teilweise beschädigt und in anderen Fällen noch intakt.

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+++ Alle Entwicklungen zum Krieg gegen die Ukraine im Liveblog +++

So zeigt ein am Sonntag veröffentlichtes Video mehrere Panzer und andere gepanzerte Fahrzeuge in einem Wald. Es sieht so aus, als seien sie kreisförmig angeordnet, meint der US-Generalleutnant a. D. Ben Hodges. Er hält es für möglich, dass die Soldatinnen und Soldaten anhielten, um zu tanken oder auf einen Einsatz warteten.

Video zeigt zehn bis elf zurückgelassene Panzer

Laut dem Experten legt das Video nahe, dass die Russen sich schnell zurückgezogen und die Fahrzeuge zurückgelassen haben. Anzeichen für eine Sabotage, damit der Gegner sie nicht verwenden kann, sieht er nicht. Womöglich seien die Russen zu Fuß oder in anderen Fahrzeugen geflohen. „Wenn man aus dem Panzer steigt, um zu entkommen, dann deshalb, weil man denkt, dass der Panzer ein Ziel ist“, erläutert Hodges.

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Er schätzt, dass auf dem Video eine Panzerbrigade von zehn bis elf Fahrzeugen zu sehen ist. Darunter seien Panzer des Typs T-80, der als besonders anfällig für Pannen gelte. Ein weiterer Clip zeigt offenbar eine Panzerhaubitze 2S19 Msta, die nicht beschädigt aussieht. Andere Filme zeigen zerstörte Kriegsgeräte. Womöglich haben die Russen diese zerstört, bevor sie flohen.

Isjum war strategisch sehr wichtig

Die meisten Aufnahmen ordnet die US-amerikanische Zeitung der strategisch bedeutenden Stadt Isjum in der südostukrainischen Region Charkiw zu. Dort hatten die Ukrainer die russischen Invasoren offenbar überrumpelt, wie etwa das britische Verteidigungsministerium berichtet. Deren Truppen bei Isjum seien zunehmend isoliert und von Nachschub abgeschnitten worden.

Auch Justin Bronk vom Royal United Services Institute meint, dass die russischen Truppen ziemlich unter Druck gerieten. „Die Flucht begann von russischer Seite ziemlich schnell, als klar wurde, dass die Autobahnen und die Eisenbahnverbindung nach Norden abgeschnitten waren“, sagt er gegenüber der „Washington Post“. Isjum wäre ein wichtiger Knotenpunkt für Transportwege gewesen. Es sei eine bedeutende Anlaufstelle für gepanzerte Fahrzeuge gewesen, die repariert werden mussten, so Bronk. Auch Satellitenbilder von Maxar Technologies legen nahe, dass in der Stadt ein Ausrüstungszentrum war.

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Ukrainische Streitkräfte erobern wichtige Stützpunkte im Nordosten zurück

Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte am Samstag den Rückzug seiner Kräfte aus der Stadt Isjum in der Region Charkiw.

Ukrainer können Waffen für sich nutzen

Die ukrainische Armee kann die gefundenen Waffen leicht für die eigenen Reihen nutzen und damit Verluste kompensieren, resümiert die „Washington Post“. Denn die Technik sei denen der eigenen Geräte sehr ähnlich.

RND/sf mit AP

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