Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Drittes Treffen binnen Monaten

Wie nah sind sich Putin und Erdogan?

Putin und Erdogan (l.) während ihres Treffens am Freitag, 5. August, in Sotschi.

Istanbul. Der russische Präsident Wladimir Putin hat dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für die Vermittlung zum Abschluss des Getreide-Abkommens gedankt. Erdogan habe nicht nur die Wiederaufnahme der ukrainischen Getreidelieferungen aus den Schwarzmeerhäfen befördert, sagte Putin bei einem Statement mit Erdogan in Sotschi vor gemeinsamen Gesprächen am Freitag. „Sondern gleichzeitig wurde eine Paketlösung über die störungsfreie Lieferung russischer Lebens- und Düngemittel auf die Weltmärkte verabschiedet.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Abkommen vom 22. Juli 2022

Agrarexporte über die ukrainischen Schwarzmeerhäfen waren wegen des russischen Angriffskrieges zuletzt monatelang blockiert gewesen. Die Kriegsgegner Ukraine und Russland hatten am 22. Juli unter UN-Vermittlung jeweils getrennt mit der Türkei ein Abkommen unterzeichnet, um von drei Häfen Getreideausfuhren aus der Ukraine zu ermöglichen.

Im Zuge der Einigung unterzeichneten die UN und Russland auch eine separate Absichtserklärung. Diese sieht nach UN-Angaben vor, den Export von russischen Lebensmitteln und Düngemitteln zu fördern.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Putin lobte zudem die aus Russland und über die Türkei verlaufende Pipeline Turkstream. Die sei nicht nur eine der wichtigsten Versorgungsadern Europas, sondern funktioniere „im Gegensatz zu anderen Richtungen unserer Kohlenstofflieferungen störungsfrei, dynamisch und ohne Ausfälle“, so der Kremlchef mit Blick auf die seit Juni zurückgefahrenen Gasliefermengen bei der Pipeline Nord Stream 1.

Putin hofft auf Abkommen zur Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit

Wie die Nachrichtenagentur AFP meldete, verspreche sich Putin vom Treffen zudem, dass ein Abkommen zur Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit unterzeichnet werde.

Beide Staaten kämpfen mit hausgemachten Wirtschaftsproblemen. Die Türkei verzeichnete zuletzt eine Inflation in Höhe von 80 Prozent. Russland hat mit dem Überfall auf die Ukraine Sanktionen auf sich gezogen, die der Wirtschaft des Landes enorm zusetzen.

Nach Bombardierungen türkischer Streitkräfte steigt im syrischen Rojava eine Rauchsäule über der Stadt auf. Bei einem Luftangriff am 16. Oktober kam auch ein junger Kieler ums Leben.

Nach Bombardierungen türkischer Streitkräfte steigt im syrischen Rojava eine Rauchsäule über der Stadt auf. Bei einem Luftangriff am 16. Oktober kam auch ein junger Kieler ums Leben.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Erdogan sagte, man werde auch über die Situation in Syrien sprechen. Die Türkei kündigt seit Wochen eine neue Offensive im Norden des Landes an. Russland ebenso wie der Iran - beide Akteure im syrischen Bürgerkrieg - hatten der Türkei bisher von einem solchen Schritt abgeraten.

Die Türkei hält bereits Gebiete in Nordsyrien besetzt und begründet eine erneute Offensive mit „terroristischer Bedrohung“ von Seiten der syrischen Kurdenmiliz YPG, die Ankara als Terrororganisation ansieht.

RND/dpa

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Spiele entdecken