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Bundestag beschließt soziale Entlastungsmaßnahmen

Sozialverband VdK kritisiert Entlastungspaket: Kindersofortzuschlag nur unbefriedigende Notlösung

Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK.

Berlin. Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK hat die vom Bundestag beschlossenen sozialen Entlastungsmaßnahmen als unzureichend kritisiert. „Der Kindersofortzuschlag ist definitiv nicht ausreichend, sondern nur eine Notlösung – und zwar eine extrem unbefriedigende“, sagte Verena Bentele dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Freitag). Der Sofortzuschlag könne lediglich ein Übergang zu einer Kindergrundsicherung darstellen, da die Hartz-IV-Regelsätze viel zu gering seien.

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„Mit dem Kindersofortzuschlag soll der Sportverein, ein Besuch im Freibad oder ein Geschenk für einen Kindergeburtstag finanziert werden. Aber 20 Euro im Monat sind angesichts der enormen Preissteigerungen lächerlich. Sie werden sofort von der Inflation aufgezehrt sein“, so Bentele weiter.

VdK-Präsidentin kritisiert Einmalzahlung

Auch die Einmalzahlung an Empfänger von Sozialleistungen seien unzureichend, sagte die VdK-Präsidentin: „Sie ist der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein. Die Regelsätze sind schon immer zu gering gewesen, jetzt reichen sie kaum noch zum Leben“, sagte sie dem RND. Außerdem sei die Regelung ungerecht: So würde beispielsweise ein Ehepaar in Hartz IV insgesamt 400 Euro erhalten, während ein Ehepaar in Altersgrundsicherung nur 200 Euro erhielte.

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Bentele forderte, dass auch weitere Gruppen wie Rentner sowie Bezieher von Kranken- Übergangs- und Elterngeld vom Entlastungspaket der Bundesregierung profitieren. „Absolut unverständlich ist für uns, dass Rentnerinnen und Rentner die Energiepreispauschale von 300 Euro nicht erhalten. Selbst Bundesminister Lindner profitiert von dieser Maßnahme. Anscheinend braucht er das Geld dringender als ein Rentnerehepaar, das seine Stromrechnungen nicht mehr zahlen kann“, sagte die VdK-Präsidentin dem RND. Es sei ein chaotischer Flickenteppich an Maßnahmen entstanden, der das Geld nicht gerecht verteile, so Bentele.

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