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Im "Playboy"-Interview

„Einfach nur peinlich“: Regisseur Woody Allen kritisiert angebliche „Cancel Culture“ scharf

Der legendäre Autorenfilmer verglich die „Cancel Culture“ mit der „antikommunistischen Hexenjagd von Senator McCarthy“ - ihm zufolge „aus heutiger Sicht ein schlechter Scherz“.

Der legendäre Autorenfilmer verglich die „Cancel Culture“ mit der „antikommunistischen Hexenjagd von Senator McCarthy“ - ihm zufolge „aus heutiger Sicht ein schlechter Scherz“.

In den vergangenen Jahren stand Woody Allen aufgrund von Belästigungsvorwürfen nicht nur einmal im Kreuzfeuer der Kritik – mancherorts stand gar die Forderung im Raum, seine Filme nicht mehr zu zeigen. Einige Beobachter erblicken darin die Folgen einer sogenannten „Cancel Culture“, die den Ausschluss von Personen aus dem öffentlichen Leben anstrebe. „Ich glaube, dass das eine vorübergehende Phase von Dummheit ist“, schoss Allen nun im Interview mit dem „Playboy“ gegen jenes angebliche „Cancel Culture“-Phänomen: „Künftige Generationen werden darüber lachen, denn das Ganze ist einfach nur peinlich“.

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Der legendäre Autorenfilmer verglich die „Cancel Culture“ mit der „antikommunistischen Hexenjagd von Senator McCarthy“ – ihm zufolge „aus heutiger Sicht ein schlechter Scherz“. Zuvor habe es Zeiten gegeben, führte Allen seine historische Analogie fort, „da wollte man Autoren wie James Joyce verbieten“. Weiter sagte der 86-Jährige in der Juli-Ausgabe des „Playboy“, dass dies „ja nicht alle Menschen unterstützen“. Allen: „Es gibt Millionen, die diese Cancel Culture schrecklich finden.“

„Eine Sache ohne Bedeutung für mich“

Im Interview äußerte sich der New Yorker auch zu den Vorwürfen seiner Adoptivtochter Dylan Farrow und seiner Ex-Partnerin Mia Farrow, Dylan im Alter sieben Jahren sexuell belästigt zu haben. Dies sei „eine Sache ohne Bedeutung für mich“, sagte Allen: „Ich denke nicht großartig darüber nach.“ Er stehe einfach in der Früh auf und mache sich an die Arbeit. – „So, wie ich das in den letzten 30, 40 Jahren gemacht habe.“ Weiter erklärte der Regisseur, dessen neuer Film „Rifkin‘s Festival“ ab 7. Juli in den deutschen Kinos zu sehen ist, dass er „immer ein Misanthrop“ gewesen sei. Er habe „einen sehr pessimistischen Blick auf die Menschheit und diese Attacken bestätigen nur meine ganzen Vorurteile“, so Woody Allen: „Wenn du die Leute nicht magst, kannst du nicht von ihnen enttäuscht werden.“

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RND/Teleschau

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