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„Wollte nicht länger seine Lügen stützen“

Zeugin erklärt ihren langen Weg zur Aussage gegen R. Kelly

Die wichtigste Zeugin im neuerlichen Missbrauchsprozess gegen R. Kelly hat am Freitag ihren langen Weg geschildert, bis sie zu einer Aussage den Popmusiker in der Lage war.

Die wichtigste Zeugin im neuerlichen Missbrauchsprozess gegen R. Kelly hat am Freitag ihren langen Weg geschildert, bis sie zu einer Aussage den Popmusiker in der Lage war.

Chicago. Die wichtigste Zeugin im neuerlichen Missbrauchsprozess gegen R. Kelly hat am Freitag ihren langen Weg geschildert, bis sie zu einer Aussage den Popmusiker in der Lage war. Im Kreuzverhör von Kellys Verteidigerin Jennifer Bonjean sagte die in den Gerichtsakten unter dem Pseudonym „Jane“ genannte 37-Jährige am Freitag, jahrelang habe sie sich den Kopf zerbrochen, ob sie mit den Ermittlern kooperieren solle, die Vorwürfen des Kindesmissbrauchs gegen Kelly nachgingen. Letztendlich habe sie entschieden, dass sie „seine Lügen nicht länger stützen“ wollte.

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Im Gegensatz zu 2008 kooperiert die Zeugin dieses Mal mit der Anklage

Und doch, räumte sie ein, habe sie an einem Punkt noch einmal gelogen: nämlich, indem sie aussagte, dass sie nicht sicher sei, ob Kelly auch noch andere Minderjährige als sie missbraucht habe. Sie habe nicht die Wahrheit gesagt, weil sie nicht gewollt habe, dass andere in Schwierigkeiten kommen.

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Bereits am Donnerstag hatte Jane vier Stunden lang ausgesagt. Sie sei es gewesen, die auf dem Sexvideo zu sehen gewesen sei, das 2008 im Zentrum eines Kinderpornografie-Prozesses gegen Kelly gestanden hatte. Die Staatsanwaltschaft wirft Kelly vor, Jane bestochen und bedroht zu haben, um sie von einer Aussage vor Gericht abzubringen. Jane sagte tatsächlich nicht aus und der Sänger wurde freigesprochen. Im Gegensatz zu 2008 kooperierte Jane dieses Mal mit der Anklage und ist nun eine wichtige Zeugin.

Missbrauchsprozess: Sänger R. Kelly zu 30 Jahren Haft verurteilt

Vor neun Monaten war Kelly der Erpressung und Sexualverbrechen schuldig gesprochen worden, bei denen er oft minderjährige Mädchen zum Sex in sein Umfeld lockte.

Der Sänger habe sie in den späten 1990er-Jahren bis zu ihren 18. Lebensjahr Hunderte Male missbraucht. Kelly war damals um die 30 Jahre alt. In der Befragung sagte Jane, sie habe insgesamt zwölf Jahre, bis zu ihrem 26. Lebensjahr, eine Beziehung mit Kelly gehabt. Als in der #MeToo-Ära die Dokumentation „Surviving R. Kelly“ herausgekommen sei, habe sie sich Sorgen um ihn gemacht. In einer Textnachricht habe sie ihm geschrieben: „Ich liebe dich. Lass den Teufel nicht gewinnen.“

R. Kelly wurde in New York bereits zu 30 Jahren Haft verurteilt

2019 habe sie mehrmals Kontakt zu Kelly gesucht, während sie darüber nachdachte, ob sie erstmals ausführlich mit den Behörden über Kelly sprechen solle. Kurz darauf habe sie sich zu Gesprächen mit den Ermittlern entschlossen.

Der Grammy-Gewinner muss sich in Chicago wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen, der Herstellung von Kinderpornografie und Verschwörung zur Behinderung der Justiz verantworten. Im letzten Punkt geht es um den Prozess 2008, in dessen Mittelpunkt die mutmaßlichen Aufnahmen mit Jane standen.

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Der Sänger wurde bereits in New York wegen sexuellen Missbrauchs zu 30 Jahren Haft verurteilt.

RND/AP

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