Hotels und Mietwagen

Urlaub im August: Reisende müssen mit hohen Kosten rechnen

In Porto müssen Reisende für Unterkünfte diesen August wesentlich mehr zahlen als im August 2021.

In Porto müssen Reisende für Unterkünfte diesen August wesentlich mehr zahlen als im August 2021.

Die Preise steigen und steigen. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit müssen die Menschen wegen der rasant steigenden Inflation tiefer in die Tasche greifen. Das gilt insbesondere für Energie und Lebensmittel. Aber auch für den Urlaub.

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Hotelpreise um 17 Prozent gestiegen

Wie das Vergleichsportal Check 24 mitteilt, müssen Urlauberinnen und Urlauber im August wesentlich mehr Geld für eine Unterkunft zahlen als im Vorjahr. Für ein Hotelzimmer werden in den 20 beliebtesten Urlaubsländern durchschnittlich 139 Euro pro Nacht fällig. Im vergangenen Jahr waren es im Schnitt nur 119 Euro. Das entspricht einer Steigerung von 17 Prozent. Für Ferienhäuser und -wohnungen müssen Reisende laut dem Vergleichsportal diesen August 11 Prozent mehr Geld zahlen als im August 2021.

„Die Preise für Übernachtungen im Hotel oder einer Ferienwohnung steigen zur Hauptreisezeit im Sommer grundsätzlich“, so Markus Gößler, Geschäftsführer Hotel bei Check 24. In diesem Jahre wirke sich allerdings auch die hohe Inflationsrate auf die Preise aus. Außerdem komme noch die gestiegene Nachfrage nach dem Ende vieler Corona-Beschränkungen hinzu.

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In diesen Ländern sind die Preise besonders stark gestiegen

Die Hotelzimmerpreise sind dem Ergebnis der Auswertung zufolge in den Niederlanden besonders stark gestiegen. Dort kostet ein Hotelzimmer im August im Schnitt 148 Euro, ein Jahr zuvor waren es nur 111 Euro – ein Anstieg von 33 Prozent. Auch in der Tschechischen Republik (plus 31 Prozent), der Türkei und den USA (jeweils plus 27 Prozent) zahlen Urlauberinnen und Urlauber deutlich mehr als im August 2021.

Bei Ferienhäusern und -wohnungen ist der Preisanstieg in Portugal am größten. Während der Preis pro Nacht im August 2021 noch bei durchschnittlich 100 Euro lag, sind es im kommenden August 138 Euro. Eine Preissteigerung von 38 Prozent. In Griechenland (plus 18 Prozent), Spanien (plus 15 Prozent) und Italien (plus 14 Prozent) sind Ferienunterkünfte ebenfalls deutlich teurer geworden.

Inflation bereitet den Deutschen derzeit die größten Sorgen
ARCHIV - 14.06.2022, Hamburg: Ein Mann betankt an einer Tankstelle sein Auto. Ein Beratergremium der Bundesregierung sieht auf dem Ölmarkt grundsätzliche Wettbewerbsprobleme. (zu dpa «Monopolkommission sieht Wettbewerbsprobleme auf Ölmarkt») Foto: Daniel Reinhardt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Seit Monaten wird das Leben immer teurer – laut Umfrage belastet das derzeit die Menschen in Deutschland am meisten.

Mietwagenpreise weiter auf hohem Niveau

Auch die Mietwagenpreise sind eine große Belastung für die Reisekasse. Dem Ergebnis einer Analyse der ADAC Autovermietung zufolge müssen Urlauberinnen und Urlauber diesen August etwa 712 Euro pro Woche mehr zahlen als im Jahr 2019 – ein Plus von 142 Prozent. Während der aktuelle Durchschnittspreis für ein Mietauto bei 1212 Euro pro Woche liegt, kostete ein Mietwagen drei Jahre zuvor nur rund 500 Euro.

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Neben der Inflation hat die Preisexplosion bei Mietwagen einen weiteren Grund: Nach Ausbruch der Corona-Pandemie verkleinerten die Vermieterinnen und Vermieter aufgrund der eingebrochenen Buchungen ihre Flotten. Nun kann die Automobilindustrie die gestiegene Nachfrage nach Mietwagen nicht befriedigen. „Allein in Europa fehlen aktuell rund 250.000 Mietwagen,“ so Tobias Ruoff, Geschäftsführer der ADAC Autovermietung. „Deshalb rechnen wir damit, dass sich die Situation frühestens zur Sommerferiensaison 2023 wieder entspannen wird.“

Die durchschnittliche Wochenmiete beträgt im August 2022 etwa 712 Euro mehr als im August 2019.

Die durchschnittliche Wochenmiete beträgt im August 2022 etwa 712 Euro mehr als im August 2019.

Kai Sannwald, Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter von Sunny Cars, schätzt die Lage anders ein als Ruoff: Wie das Onlineportal „Travel News“ berichtet, gibt es laut Sannwald aufgrund eines aktuell verhalteneren Buchungsverhaltens der Kundinnen und Kunden bereits jetzt vereinzelte Tendenzen zu niedrigeren Preisen – allerdings seien diese „nicht länderspezifisch und rein punktuell“. Ob ein Ende der Preisspirale tatsächlich in Sicht ist, sei noch schwer vorhersehbar.

Deutsche sparen bei Lebensmitteln – aber nicht beim Reisen

Trotz hoher Preise – Abstriche wollen Deutsche beim Thema Urlaub offensichtlich nicht machen. Wie das Marktforschungsunternehmen GfK kürzlich berichtete, hat die Inflation das Ausgabeverhalten der Menschen zwar verändert, besonders bei Gütern des alltäglichen Bedarfs. Bei Reisen werde in diesem Sommer allerdings noch nicht gespart.

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Nach über zwei Jahren Corona-Pandemie besteht laut GfK hier ein großer Nachholbedarf bei den Konsumenten und Konsumentinnen. Die Buchungszahlen für private Urlaubsreisen seien in der aktuellen Sommersaison vergleichbar mit dem letzten Vorpandemiejahr 2019, teils gingen sie sogar darüber hinaus.

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RND/jaf

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