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Fußball-Regionalliga Nordost

Gegen Berliner AK: FSV Optik Rathenow spielt noch einmal Abstiegs-Lotto

Alles für Optik: Vassilios Polichronakis (l.) und Co. wollen beim Berliner AK eine letzte gute Vorstellung in dieser Saison zeigen.

Alles für Optik: Vassilios Polichronakis (l.) und Co. wollen beim Berliner AK eine letzte gute Vorstellung in dieser Saison zeigen.

Rathenow.Ingo Kahlisch ist nun schon ein Weilchen im Fußballgeschäft tätig, der 65-jährige Trainer des Regionalligisten FSV Optik Rathenow weiß deshalb, wann es klug ist, eine Fehde auszutragen – und wann es klüger ist, es bleiben zu lassen. Vor dem 38. Spieltag, dem letzten dieser Saison, steht für Kahlisch fest, dass er es im Abstiegskampf erstmal bleiben lässt – nicht sportlich, aber juristisch.

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Dass der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) die Regionalliga Nordost von 20 auf 18 Mannschaften reduziert, hält Kahlisch zwar unverändert für „eine absolute Sauerei“, den Weg vor ein Gericht – wie zwischenzeitlich angedacht – werde Optik aber nicht einschlagen. Nach Rücksprache mit einem erfahrenen Anwalt, der schon so manch Bundesligisten vertreten hat, stünden die Chancen auf einen Erfolg gering.

Kahlisch: „Das ist ein Endspiel, in dem alles passieren kann“

Was das für die Aufgabe am Sonntag (13 Uhr) im Poststadion beim Tabellensiebten Berliner AK bedeutet, ist auch klar: Die Mannschaft muss es richten, egal wie. „Das ist ein Endspiel, in dem alles passieren kann – von einem Sechser im Lotto bis Abstieg ist alles drin“, sagt Kahlisch.

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Die Wahrscheinlichkeit, in der Liga zu bleiben, liegt zwar minimal höher, als einen Sechser im Lotto zu ziehen, dennoch hat Kahlisch vom Grundsatz her Recht. Sollten es die Optiker schaffen, wäre das eine Sensation angesichts der Ereignisse, die dafür eintreten müssen.

Keine Hilfe von Viktoria Berlin

Da Viktoria Berlin, das an diesem Samstag nach einem 3:4 gegen den SV Meppen abgestiegen aus der dritten Liga, wäre Optik als derzeit Viertletzter nicht mehr zu retten. Um weiter auf den Klassenverbleib hoffen zu dürfen, müsste Optik sein Auswärtsspiel beim BAK gewinnen und Eilenburg zeitgleich gegen Hertha BSC II verlieren. So wäre noch der fünftletzte Platz möglich, der im Falle eines Aufstiegs des designierten Nordost-Meisters BFC Dynamo die Rettung bedeuten würde. Der BFC trifft in den Aufstiegsspielen (28. Mai/4. Juni) auf den designierten Nord-Meister VfB Oldenburg – Ausgang völlig offen. „Wir wissen, dass wir von ganz vielen Faktoren abhängig sind“, sagt Kapitän Jerome Leroy, „aber die kleine Chance, die wir haben, wollen wir packen und unsere Pflicht erfüllen.“

Leroy: „Kann sein, dass es zu spät kam, aber wir glauben noch an unsere Minimalchance“

Wie die in dieser Saison auswärts noch sieglosen Rathenower beim zweitbesten Heimteam der Liga bestehen können, zeigten unter anderem die vergangenen drei Spiele. Neben der kämpferischen Linie stimmte auch die fußballerische, pünktlich zum Saisonfinale greifen bei Optik die Rädchen ineinander – vielleicht noch rechtzeitig. „Die Mannschaft hat sich nun auch auf sportlicher Ebene immer besser gefunden, die Abläufe sind klarer“, erklärt Leroy. „Kann sein, dass es zu spät kam, aber wir glauben noch an unsere Minimalchance.“

Viel verändert hat Kahlisch in dieser Woche nicht mehr, nach sieben Punkten aus den vergangenen drei Spielen eine naheliegende Entscheidung. Bei der spielstarken Elf aus Berlin-Moabit wird der Trainer wohl dieselbe Startelf aufbieten, die zuletzt Fürstenwalde souverän abkochte. „Es gibt keinen Grund, zu wechseln“, sagt Leroy, der voll einsatzfähig wäre, aber notfalls – wie zuletzt – sich auch als Einwechselspieler in den Dienst der Mannschaft stellen würde.

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Platz für Eitelkeiten haben die Optiker gerade nicht zu vergeben. Stattdessen habe man nochmal "hochkonzentriert" gearbeitet, sagt Leroy, aber auch versucht, die nötige Lockerheit und Gelassenheit mit in die Einheiten zu bringen. Als gutes Omen dient das Hinspiel, das die Optiker 3:1 gegen den damaligen Tabellenführer BAK gewannen. Kahlisch weiß, dass für eine Wiederholung dieses Ergebnisses "alles passen muss" – wie bei einem Sechser im Lotto.

Von David Joram

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