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1. VfL Potsdam nach Hinspielsieg

Adler-Trainer Bob Hanning: „Wir haben noch nichts gewonnen“

VfL-Trainer Bob Hanning (M.) will mit seinem Team den Aufstieg in die 2. Liga perfekt machen.

VfL-Trainer Bob Hanning (M.) will mit seinem Team den Aufstieg in die 2. Liga perfekt machen.

Pforzheim/Potsdam. Es ist zwar erst Halbzeit, die Ausgangslage für den 1. VfL Potsdam aber schon jetzt exzellent. Die Handballer aus Brandenburgs Landeshauptstadt gewannen am Sonnabend das Hinspiel um den Aufstieg in die 2. Bundesliga mit 30:25 (15:13) bei der SG Pforzheim/Eutingen – und gehen dadurch mit einem guten Polster in das finale Rückspiel am kommenden Sonntag (16 Uhr) in der MBS-Arena. Im heimischen Adlerhorst wollen die Schützlinge von Trainer Bob Hanning das vollenden, was sie bereits vor der Spielzeit mit breiter Brust und ohne eigenen Zweifel klar kommunizierten: die Rückkehr in die Zweitklassigkeit.

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Der Erfolg im letzten Auswärtsspiel der Saison in Baden-Württemberg war der 23. im 26. Auftritt, als Verlierer musste Potsdam die Platte nicht einmal verlassen. Im zweiten Aufeinandertreffen mit den Nordbadenern könne man sich gar eine Niederlage mit vier Toren Unterschied leisten, davon wollte Hanning jedoch nichts wissen: „Wir liegen nach zwei Vierteln vorne, haben aber noch nichts gewonnen. Jeder in unserer Mannschaft hat nach dem Hinspiel begriffen, dass es das noch nicht gewesen ist.“

Vor 1600 Zuschauern in der toll gefüllten Bertha-Benz-Halle, darunter etwa 50 Schlachtenbummler aus Potsdam, wurde dem großen Favoriten schnell klar, dass Pforzheim/Eutingen der erwartet harte Brocken ist – und das, obwohl die Gastgeber um Trainer Alexander Lipps wegen Krankheitsfällen recht kurzfristig nicht in Bestbesetzung antreten konnten. „Der Gegner war top vorbereitet“, bestätigte Hanning. Die ersten Momente gehörten einer Personalie: Lasse Ludwig. Der VfL-Keeper, der aus dem badischen Helmlingen stammt und von einer kleinen Fangruppe aus der gut 80 Kilometer entfernten Heimat unterstützt wurde, ließ keinen der ersten drei SG-Siebenmeter in sein Tor. Außerdem trug sich der Junioren-Nationaltorhüter mit einem weiten Wurf selbst in die Torschützenliste ein.

Hanning: „Uns erwartet nächste Woche noch ein heißer Tanz“

Davon wenig geschockt spielten die Hausherren dennoch gut mit, waren aber nur beim 1:0 und 4:3 zweimal in Front. Mehrfach gelang anschließend der Ausgleich, doch immer wieder hatte der VfL die passenden Antworten parat. „Wir wurden vor Aufgaben gestellt, haben es geschafft, Lösungen zu finden“, betonte Bob Hanning, dessen Team beim 12:9 (21. Minute) erstmals mit drei Toren vorne war, getauscht wurden die Seiten beim 15:13 aus Potsdamer Sicht. Während der VfL-Coach im ersten Abschnitt keinen Grund für eine Auszeit sah, fruchtete vier Minuten nach Wiederanpfiff die kurze Unterbrechung. Mit einem 5:0-Lauf katapultierten Kapitän Karl Roosna und Co. das Resultat von 18:16 auf 23:16. Besonders mit seinen Außenspielern – Cyrill Akakpo traf sechsfach, Tim Freihöfer (ebenfalls aus Baden-Württemberg stammend) warf fünf Tore – war Hanning zufrieden: „Cyrill hat das Finale gut angenommen, die Außen haben funktioniert.“

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Mit viel Leidenschaft und Herz und einem starken Nico Schöttle (zwölf Tore) ließen die Blau-Gelben den Abstand in den Schlussminuten nicht größer werden, die Hypothek ist mit fünf Toren Differenz dennoch nicht gerade klein. „Die Energie hat am Ende gefehlt, wir hatten nicht mehr so viel entgegenzusetzen. In Potsdam werden wir aber noch mal alles reinwerfen“, blickte Lipps bereits voraus. Hanning war nach 60 Minuten hochzufrieden: „Das bin ich ja nicht oft. Aber wie wir das hier gelöst haben, damit bin ich extrem einverstanden. In Pforzheim muss man erstmal mit fünf Toren gewinnen. Uns erwartet nächste Woche noch ein heißer Tanz, das ist die beste Mannschaft, auf die wir bisher getroffen sind.“

Eine, die trotzdem nicht der Stolperstein sein soll – auf dem Weg Richtung 2. Bundesliga. Die Adler haben sich ideale Voraussetzungen geschaffen, müssen den Matchball am Sonntag aber noch verwandeln.

Von Marius Böttcher

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