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2. Handball-Bundesliga

Vier Sekunden fehlen zum Sieg: VfL Potsdam und Eulen trennen sich unentschieden

Drei seiner sieben Tore erzielte Moritz Sauter von der Siebenmeterlinie. In der Endphase parierte Torhüter Ziga Urbic aber für den Gast.

Drei seiner sieben Tore erzielte Moritz Sauter von der Siebenmeterlinie. In der Endphase parierte Torhüter Ziga Urbic aber für den Gast.

Potsdam. Wie hoch die Trauben der Potsdamer Handballer hängen, wurde am Sonnabendabend in der MBS-Arena deutlich. Die Adler schauten sich nach der Schlusssirene bedröppelt an, die Eulen aus Ludwigshafen – 2021 noch Erstligist – bejubelten vor 600 Zuschauern im Mannschaftskreis einen Auswärtszähler. Ein 26:26 (12:12) stand nach 60 selten hochklassigen, dafür aber intensiven Minuten auf der Anzeigetafel. „Wir haben eben diesen Anspruch an uns selbst, jedes Spiel gewinnen zu wollen“, sagte VfL-Trainer Bob Hanning, der mit seinem Team vier Sekunden vor Ultimo den Ausgleich kassierte, welcher im dritten Ligaspiel zum ersten Punktverlust des Aufsteigers führte. „Ich habe zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. Am Ende bin ich glücklich mit dem Punkt“, resümierte Gäste-Coach Michel Abt.

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Erstes VfL-Tor nach acht Minuten

In der Anfangsphase schienen die Tore beider Mannschaften wie vernagelt, unter anderem vergab VfL-Kapitän Maxim Orlov von der Siebenmeterlinie. Fast acht Minuten dauerte es, bis der VfL seinen ersten Treffer erzielen konnte – Nils Lichtlein glich zum 1:1 aus. Danach kamen die Gäste aus der Kurpfalz zunächst besser in Fahrt, Alexander Falk schloss einen sehenswerten Kempa-Trick zum 5:2 ab. Bis auf vier Tore konnten sich die Eulen in dieser Phase absetzen, Torhüter Ziga Urbic raubte den Hausherren, die in der Startviertelstunde lediglich drei Tore erzielten, mit mehreren Paraden den letzten Nerv.

„Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass wir zu Statisten in einem Spiel der Eulen degradiert wurden“, erklärte Hanning. Auf der Gegenseite parierte auch Lasse Ludwig für den VfL gewohnt stark, weshalb Potsdam den Rückstand in den Folgeminuten stetig schmaler werden ließ – Vasilije Kaludjerovic traf aus dem Rückraum mit großem Willen, Moritz Sauter besorgte das 12:12, das auch nach 30 Minuten Bestand hatte.

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Nach dem Seitenwechsel hatten beide Teams wie schon im ersten Durchgang Anlaufschwierigkeiten, vor allem technische Fehler gab es hüben wie drüben zu viele. Jeden Treffer mussten sich sowohl die Adler als auch die Eulen hart erarbeiten, erstmals das Momentum auf seiner Seite hatte der VfL in der 39. Minute, als Lichtlein zum 15:14 traf – gleichbedeutend mit der ersten Potsdamer Führung überhaupt. Es blieb aber weiterhin spannend, weil unter anderem eine doppelte Überzahl schlecht ausgespielt wurde. Erst acht Minuten vor dem Ende gelang Sauter die erste Drei-Tore-Führung, Marcel Nowak baute den Vorsprung sogar aus – 24:20 (54.).

„Wurden für das Risiko belohnt“

Kleinigkeiten ließen das Pendel in der Schlussphase noch einmal auf die Eulen-Seite schwingen, Sauter zeigte aus sieben Metern Nerven, Ludwigshafen traf im Angriff plötzlich wieder. Ein 6:2-Lauf binnen sechs Minuten sicherte den Gästen, die im letzten Ballbesitz ihren Torwart für einen siebten Feldspieler opferten, einen verdienten Punkt.

„Wir wurden für das Risiko belohnt. Das zeigt, dass unsere Köpfe trotz zwei Niederlagen zuvor oben sind“, lobte Abt. Hanning bilanzierte: „Die Eulen waren perfekt auf uns eingestellt. Es war ein guter Fight und ein fairer Umgang. Wir machen weiter.“ Und zwar am kommenden Sonnabend, wenn ab 19 Uhr der HSC Coburg im Adlerhorst gastiert.

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VfL Potsdam: Ludwig, Voncina, Ferjan – Hansson (1), Simic (1), Beneke, Kaludjerovic (5), Lichtlein (5), Thiele (1), Nowak (2), Akakpo, Orlov (1), Oberman (1), Fuhrmann (2), Sauter (7/3), Kraus.

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