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Fußball-Kreisoberliga Oberhavel/Barnim

Ärger um den Topspiel-Termin beim TuS Sachsenhausen II

Schon das Hinspiel zwischen TuS II und Schönow hatte eine lange Vorgeschichte. Eric Grüning (l.) traf schließlich zum 1:0-TuS-Sieg.

Schon das Hinspiel zwischen TuS II und Schönow hatte eine lange Vorgeschichte. Eric Grüning (l.) traf schließlich zum 1:0-TuS-Sieg.

Sachsenhausen/Schönow. Das Spitzenspiel der Fußball-Kreisoberliga zwischen Tabellenführer TuS Sachsenhausen II und Verfolger Rot-Weiß Schönow produziert schon vor dem Anpfiff einige Störgeräusche. Angesetzt ist die Partie für den kommenden Sonnabend, 21. Mai, um 14 Uhr in Schönow. Doch ausgerechnet der Termin wird jetzt zum Streitpunkt.

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Die Schönower, die ihre Heimspiele für gewöhnlich sonntags austragen, hatten die Partie auf eigenen Wunsch einen Tag vorverlegt. Beim TuS fiel man daraufhin aus allen Wolken. „Wir sind da echt sauer“, schimpft Sachsenhausens Coach Philipp Holzhauer, dem am Sonnabend nur vier Akteure seiner Stammmannschaft zur Verfügung stehen. „Die Spieler sind langfristig verplant, sie waren auf den Sonntagstermin eingestellt. Wir haben Polizisten dabei, die ihre Dienstpläne lange im Voraus machen“, hadert Holzhauer.

Hat kein Verständnis für die eigenmächtige Verlegung: TuS-Coach Philipp Holzhauer.

Hat kein Verständnis für die eigenmächtige Verlegung: TuS-Coach Philipp Holzhauer.

Staffelleiter Rene Grysla habe ihm nun aber von Schönower Seite ausgerichtet: Der Spieltermin sei nicht verrückbar. Mit Trainerkollege Tobias Robel habe er sich auch dazu ausgetauscht. „Ich habe ihm gesagt: Wir stimmen jedem Termin zu – aber von Schönow kam kein einziger Alternativvorschlag.“ Rene Grysla habe sich noch um einen Kompromiss bemüht, attestiert Holzhauer dem Kreisoberliga-Staffelleiter Vermittlungsversuche. „Er war wirklich um eine faire Lösung für alle bemüht.“ Doch alle Terminvorschläge der TuS-Reserve, etwa für das Pfingstwochenende, seien abgeblockt worden.

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Dabei erinnert Philipp Holzhauer an die Vorgeschichte des Duells: Das Hinspiel im Herbst 2021 musste zunächst witterungsbedingt verschoben werden, dann wurde die Saison wegen der Pandemie unterbrochen. Den dritten Termin im Februar mussten die Barnimer wegen mehrerer Coronafälle im Team platzen lassen. „Wir wollen einen sportlich fairen Wettbewerb, dass das Topspiel auch ein Topspiel wird, und nicht gegen eine zweite Schönower Mannschaft antreten“, hatte Holzhauer seinerzeit gesagt und einer erneuten Verlegung zugestimmt. Jetzt appelliert er: „Denkt ans Hinspiel!“ Das konnte schließlich am 23. Februar doch noch stattfinden. Sachsenhausen gewann durch ein spätes Tor von Eric Grünung 1:0.

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Nach dem 5:2-Erfolg am Sonnabend gegen den FC 98 Hennigsdorf II hat sich die TuS-Reserve zusammengesetzt und beraten, wie sie mit der Situation umgehen will. „Aber wir sind uns noch nicht sicher. Entweder wir fahren da mit der Dritten hin oder wir setzen ein Statement und fahren gar nicht“, berichtet Holzhauer. Zumindest die sportliche Ausgangslage könnte den Sachsenhausenern eine Entscheidung einfacher machen. Nach Schönows überraschender 0:2-Pleite in Mildenberg hat TuS II nun fünf Zähler Vorsprung. „Da war der Fußballgott auf unserer Seite“, meint Holzhauer.

In Schönow habe man sich bei der Wahl des Heimspieltermins an alle Vorgaben gehalten, betont dagegen Tobias Robel. Mit mehr als vier Wochen Vorlauf sei die Partie auf Samstag terminiert worden. „Aus unserer Sicht verlief das sauber und entspricht alles den Regularien.“ Hintergrund der Verlegung sei eine Veranstaltung der Stadt sowie ein geplantes Sponsorentreffen des Vereins. Zudem verweist Robel auf die Vielzahl an aktiven Mannschaften im Club und eine enge Termintaktung. „Wir wollen für dieses Spiel auch den entsprechenden Rahmen schaffen, erwarten ein paar mehr Zuschauer. Das bedeutet auch mehr Organisation. Das Spiel ist ja trotz unseres Ergebnisses in Mildenberg nicht für die Ananas“, so Robel.

Holzhauer: „Werden uns noch einmal die Karten legen“

Philipp Holzhauer kennt diese Argumente, nur überzeugen können sie ihn nicht. Er finde es schade, dass Schönow eine sportliche Schwächung des Gegners zu seinen Gunsten in Kauf nimmt.

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Fällt das vielleicht meisterschaftsentscheidende Topspiel der „Premiumliga“ des Fußballkreises nun aus? Zumindest erwägen die Sachsenhausener einen Nichtantritt. „Mit all seinen Konsequenzen“, wie Holzhauer betont. Die Entscheidung werden Spieler und Trainerteam in dieser Woche gemeinsam treffen. „Wir werden uns noch einmal die Karten legen.“

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