Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Bundesliga-Relegation

0:1 gegen den HSV: Hertha BSC nach Hinspiel-Pleite am Abgrund zur 2. Liga

Hertha BSC hatte gegen den HSV ein schwieriges Heimspiel in der Relegation.

Hertha BSC hatte gegen den HSV ein schwieriges Heimspiel in der Relegation.

Berlin. Die Luft für Hertha BSC wird immer dünner. Am Donnerstagabend musste der Fußballclub aus der Hauptstadt im Hinspiel der Bundesliga-Relegation gegen den Zweitligisten Hamburger SV eine 0:1 (0:0)-Niederlage hinnehmen. Damit muss das Team von Trainer Felix Magath im Rückspiel am Montag (20.30 Uhr/ Sat.1 und Sky) gewinnen, um den siebenten Bundesliga-Abstieg der Clubhistorie noch abzuwenden. "Wir müssen auf den Montag warten, heute war der HSV die glücklichere Mannschaft", versprühte Hertha-Trainer Felix Magath nach der Partie die ein Rest-Fünkchen Hoffnung. Ob die Berliner Fans das noch aufmuntert?

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Relegation abschaffen“, stand auf einem Banner, das die Fans der Hertha kurz vor Spielbeginn in der Ostkurve präsentierten. Es schien fast, als hätten sie geahnt, was in den kommenden 90 Minuten auf sie zukommen würde. Denn so stürmisch beide Fanlager (rund 20 000 HSV-Anhänger waren im Stadion) von Beginn an ihre Teams unterstützten, so ereignisarm blieb es über weite Stecken der ersten Halbzeit auf dem Rasen des dank Zusatztribüne mit 75 500 Zuschauern ausverkauftem Olympiastadions. Es dauerte bis zur 22. Minute, ehe der HSV als erstes Team einen gefährlichen Torabschluss zustande brachte. Anschließend übernahm der Nordclub vorsichtig die Initiative und kam vor allem über Jatta immer wieder zu gefährlichen Vorstößen. Richtig brenzlig wurde es dann in der 32. Minute.

Zunächst tankte sich HSV-Stürmer Glatzel im Strafraum durch und zwang Hertha-Schlussmann Oliver Christensen, der ausgerechnet im so wichtigen Relegationsspiel für den verletzten Marcel Lotka zu seinem Pflichtspieldebüt im Profiteam kam, zu einer Glanzparade. Doch damit war die Situation noch nicht beendet, denn Video-Assistent Robert Kampka hatte ein Handspiel im Strafraum von Peter Pekarik gesehen. Hauptschiedsrichter Harm Osmers kontrollierte und stellte fest: Vielleicht nahm der Außenverteidiger die Hand zur Hilfe, vorher hatte aber bereits Hamburgs Rohr Hand gespielt – kein Elfmeter.

Hertha Tor aberkannt, der HSV macht es besser

VAR-Glück für die Hertha, doch dieses hielt nicht lange an. Denn als Ishak Belfodil eine Flanke von Maximilian Mittelstädt aus kurzer Distanz einköpfte, war es ebenfalls der Videobeweis, der die Dinge richtig stellte (44.). Kurz darauf war Halbzeit. Magath reagierte und brachte Stevan Jovetic für den 19-jährigen Luca Wollschläger, der ein glückloses Startelfdebüt feierte. Ein Wechsel, der das Spiel der Hertha zunächst belebte und fast zur Berliner Führung führte. Doch der eingewechselte 32-Jährige verzog aus acht Metern knapp vorbei am linken Pfosten (56.).

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Dann aber der Schock auf der anderen Seite: Eine Flanke des Hamburger Ludovit Reis mutierte in der Luft zum Torschuss, den Christensen unterschätze, und der sich ins lange Eck senkte – 1:0 für den Zweitligisten. Hertha reagierte über Belfodil, der Algerier scheiterte nach feinem Solo aber an HSV-Keeper Heuer Fernandes (61.).

Der Anfang einer großen Berliner Offensive war das aber nicht. Die Blau-Weißen wirkten müde, wurden von den Hamburgern zudem immer weiter in defensive Umschaltsituationen gezwungen, die weitere Körner kosteten. Magath brachte im weiteren Verlauf Linus Gechter, Marco Richter und Myziane Maolida. Doch auch die neuen Kräfte konnten das Spielgeschehen nicht nachhaltig ins gegnerische Drittel lenken. Und so sangen am Ende nur noch die zahlreich mitgereisten HSV-Fans für ihren Club, der kurz vor der Bundesliga-Rückkehr steht, während sich der Hertha-Anhang nur noch geringe Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen darf.

Von Ronald Tenbusch

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.