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Nach 14 Jahren an der Clubspitze

Werner Gegenbauer tritt als Präsident von Hertha BSC zurück

Nach 14 Jahren macht er Schluss: Werner Gegenbauer legt sein Amt als Vereinspräsident von Hertha BSC nieder.

Nach 14 Jahren macht er Schluss: Werner Gegenbauer legt sein Amt als Vereinspräsident von Hertha BSC nieder.

Berlin. Werner Gegenbauer ist als Präsident des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC zurückgetreten. "Hertha BSC steht auf einem guten Fundament. Aber es gibt Momente für Neuanfänge. Und ich denke und spüre, dass heute ein solcher Moment gekommen ist. Mit meinem Entschluss möchte ich einen Neuanfang für die Zukunft von Hertha BSC einleiten", schrieb der 71-Jährige am Dienstag auf der Webseite des Vereins, einen Tag nach dem 2:0-Erfolg im Relegations-Rückspiel beim Hamburger SV, mit dem das Hertha-Team doch noch den Klassenerhalt schaffte.

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In Berlin wurde seit längerem mit einem Rückzug des in der Kritik stehenden Gegenbauers vor der Mitgliederversammlung am Sonntag gerechnet. Der Unternehmer kommt mit seinem Rückzug einer möglichen Abwahl zuvor. Gegenbauer führte Hertha seit 2008, seine Amtszeit war bis 2024 vorgesehen.

Streit mit Investor Windhorst spielte „keine Rolle“

Doch bereits bei der letzten Wiederwahl im Oktober 2020 hatte Gegenbauer ohne Gegenkandidat nur 54 Prozent der Stimmen erhalten. Bereits vor mehreren Wochen hatte Millionen-Investor Lars Windhorst mit massiver Kritik an Gegenbauer und dessen Vereinspolitik für Aufsehen gesorgt. Der Finanz-Experte hatte Gegenbauer vorgeworfen, sein Investment von 375 Millionen Euro verschwendet zu haben. Direkt rief der Geldgeber zu einem Abwahl Gegenbauers auf.

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Dass dieser Zwist zu seinem vorzeitigen Abgang geführt hat, verneint Gegenbauer: „Ich möchte ausdrücklich klarstellen, dass die momentanen Unstimmigkeiten mit unserem Investor bei meiner Entscheidung keine Rolle gespielt haben. Diese Auseinandersetzung ist nie eine persönliche gewesen. Es ist eine Kontroverse zwischen Hertha BSC und der Tennor Holding.“

Um einen neuen Präsidenten zu wählen muss es eine außerordentliche Mitgliederversammlung geben, die satzungskonform frühestens vier Wochen nach der turnusmäßigen Mitgliederversammlung stattfinden könnte. Bis dahin soll der Aufsichtsrat Kandidaten fürs Präsidium sichten.

Von Thomas Flehmer

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