Aufstiegs-Relegation

Ein Tor Unterschied entscheidet: SV-63-Handballer steigen nach Krimi in die Oberliga auf

Nach dem Abpfiff wurde der Aufstieg zur Oberliga Ostsee-Spree durch die Spieler des SV 63 Brandenburg gefeiert.

Nach dem Abpfiff wurde der Aufstieg zur Oberliga Ostsee-Spree durch die Spieler des SV 63 Brandenburg gefeiert.

Brandenburg/Havel. Der SV 63 Brandenburg-West ist zurück in der Ostsee-Spree-Liga. Das Team von Trainer Sven Schößler gewann am Sonntag in der Wiesenweg-Sporthalle als Brandenburgliga-Zweiter das Relegationsrückspiel gegen den Berliner Vertreter Hermsdorf-Waidmannslust mit 27:26. Das Hinspiel war 26:26 ausgegangen. In dem Duell auf Augenhöhe hatten die Brandenburger am Ende auch das kleine Quäntchen Glück, um die Relegation für sich zu entscheiden.

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Dabei sah es zu Anfang gar nicht so gut aus. Schnell lag der Gastgeber mit 2:8 (10.) zurück. Dann nahm Coach Schößler eine Auszeit und wenig später ersetzte Jurij Benkendorf den solide, aber nicht überragend haltenden Andy Witowski. Und Benkendorf nahmt sofort einige Bälle weg. Jetzt spielte sich der SV 63 in einen kleinen Rausch und hatte zur Pause mit 15:14 die Nase vorn. Die letzte Führung der Gäste resultierte übrigens beim 11:10 aus der 21. Minute. Spieler der 1. Halbzeit waren Leroy Fleischer und Nick Stenzel.

„Das hat wohl keiner der Truppe zugetraut“

In Hälfte zwei ging es weiter hin und her. Mehr als den Ausgleich ließen die Brandenburger aber nie zu. Ab der 40. Minute ließen auf beiden Seiten Kraft und Konzentration nach. Beide Trainer hatten zuvor sehr verhalten gewechselt. Beim SV 63 standen Tom Wiznerowicz und Leon Herrmann kurz auf dem Parkett, mussten aber schon bald wieder weichen. Das Trainergespann Schößler/Wendland setzte überwiegend auf die Stammsieben.

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In die Schlussphase ging es mit einer Ein-Tor-Führung. Beim 22:21 fiel minutenlang kein Tor, ehe Magnus Wybranietz endlich traf. Wybranietz agierte zwar längst nicht so effektiv wie noch am Donnerstag im Hinspiel in Berlin, doch für ein Tor war er immer gut. So auch zum 26:24. Da lag sogar eine Verlängerung in der Luft, da Hermsdorf-Waidmannslust das 26:26 gelang. 14 Sekunden vor dem Ende war es dann erneut Wybranietz, der traf.

Zwei Sekunden vor dem Ende konnte die Abwehr des SV 63 Brandenburg den letzten Wurf der Berliner abwehren.

Zwei Sekunden vor dem Ende konnte die Abwehr des SV 63 Brandenburg den letzten Wurf der Berliner abwehren.

Bei einem weiteren Treffer der Gäste hätten die Berliner dank der Auswärtstorregel den Aufstieg geschafft. Zwei Sekunden vor dem Ende erhielten sie noch einen Freiwurf. Der SV 63 bildete eine Mauer. „Ich war wohl mit der Hand am Ball“, meinte Sebastian Ackermann nach dem Schlusspfiff. Der Ball wurde abgewehrt und danach nur noch gejubelt und gefeiert.

„Das hat wohl keiner der Truppe zugetraut“, so ein völlig erschöpfter Sven Schößler. Für die Zuschauer sei das natürlich Spannung pur gewesen. Hervorheben wollte Sven Schößler keinen Spieler. „Das war einfach nur eine starke Mannschaftsleistung“, so der Brandenburger Coach.

Von Marcus Alert

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