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Fußball-Brandenburgliga

Oranienburger FC verliert die Tabellenspitze in der Brandenburgliga

Nikola Lakatos (l.) kam mit dem Oranienburger FC gegen den FSV Bernau nicht über ein 0:0 hinaus.

Nikola Lakatos (l.) kam mit dem Oranienburger FC gegen den FSV Bernau nicht über ein 0:0 hinaus.

Oberhavel. Fußball-Brandenburgliga: Oranienburger FC Eintracht – FSV Bernau 0:0 (0:0). Zuschauer: 105. Nach einer ernüchternden torlosen Punkteteilung gegen den abstiegsgefährdeten FSV Bernau machte sich beim OFC die Enttäuschung in zweifacher Form breit. Einerseits hatte man damit vorerst die Tabellenführung eingebüßt, doch viel schwerwiegender war der Ärger über die schwere Knieverletzung von Randy Kretschmann, die wohl eine monatelange Pause mit sich bringt. "Ich bin sehr traurig und es tut mir weh, dass wir auf Randy über einen längeren Zeitraum verzichten müssen", meinte nach dem Abpfiff ein geschockter OFC-Trainer Enis Djerlek. Er hatte schon im Vorfeld gewarnt, dass der FSV eines der spielstärksten Teams sei, das sich oftmals selbst geschlagen habe. Und tatsächlich traten die Gäste über weite Strecken nicht wie ein Abstiegskandidat auf. Wahrscheinlich hätte das Geschehen einen anderen Verlauf genommen, hätte Jean-Pierre Dellerue (14. Minute) seine Großchance zur Führung genutzt, als er völlig freistehend vor Danny Kempter im FSV-Gehäuse kläglich verzog. So kamen die recht selbstbewusst aufspielenden Gäste zu unerwartet guten Gelegenheiten. Beim Freistoßaufsetzer von Pascal Eifler (19.) zeigte OFC-Routinier Sven Roggentin sein Können und der Schussversuch von Arafa El-Moghrabi (29.) war zu unplatziert. Von beiderseitiger Torgefahr war nach dem Seitenwechsel dann kaum noch etwas zu sehen. Mit zunehmender Spieldauer verkrampften beide Teams mehr und mehr. "Uns fehlte die notwendige Flüssigkeit im Spiel und auch das erforderliche Quäntchen Glück, um dieses eine Tor zu machen, das wir besser waren", fasste Enis Djerlek seine Gefühle zusammen. Auf der Seite der Gäste zeigte sich FSV-Trainer Tassilo Bahn zufrieden mit dem superwichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt in der Brandenburgliga.

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SV Grün-Weiß Lübben – TuS 1896 Sachsenhausen 0:0 (0:0). Zuschauer: 54. Mit einem torlosen Remis kehrte der TuS von seinem Spiel beim SV Grün-Weiß Lübben heim und zeigte sich mit dem Punktgewinn durchaus zufrieden. "Wir sind personell ziemlich geschwächt in den Spreewald gefahren und so bin ich mit der Punkteteilung sehr einverstanden", meinte Trainer Torsten Thiel. Die weiteren Ausfälle von Kapitän Andor Müller und Christopher Groll, beide waren privat verhindert, wurden durch die Hinzunahme in den Kader von jeweils zwei Akteuren aus der A-Jugend und der Reservemannschaft kompensiert. So mussten vor allem die gestandenen Akteure wie Martin Pilz und Leon Weigt immer wieder in die Bresche springen, um einen Rückstand zu verhindern. Denn die spielstarken Spieler in den Reihen der Gastgeber sorgten in der Anfangsphase schon für einigen Wirbel. "Da hatten wir durchaus das Glück des Tüchtigen auf unserer Seite, dass wir diese Phase unbeschadet überstanden", stellte Torsten Thiel zufrieden fest. Und urplötzlich hatten sogar die Gäste eine gute Gelegenheit, um selbst in Führung zu gehen, doch der Kopfball von Martin Pilz (43.) nach einem Pehl-Freistoß fand nicht den Weg ins gegnerische Netz. Auch nach dem Wechsel musste der TuS gegen immer weiter anrennende Gastgeber wesentlich mehr Defensivarbeit verrichten, auch weil man im vorderen Bereich zu flügellahm agierte und es kaum gelang, die Bälle festzumachen.

SV Zehdenick 1920 – SG Union Klosterfelde 0:1 (0:0). Torfolge: 0:1 (87.) Nowark. Zuschauer: 14. Der Stachel der Enttäuschung saß tief, denn die unglückliche 0:1 (0:0)-Heimniederlage des SVZ gegen den Tabellennachbarn Union Klosterfelde war durchaus vermeidbar. Dabei stand die erste Hälfte eindeutig im Zeichen der Gastgeber, die jedoch gute Gelegenheiten (Sidorowicz, Krystek) fahrlässig ungenutzt ließen. Eine Pausenführung für die Havelstädter wäre hochverdient gewesen, meinte später auch SVZ-Trainer Daniel Runge. "Mit Wiederbeginn taten wir uns dann etwas schwer, da kamen wir nicht so gut raus", stellt Runge fest. Dass auch der schon sicher geglaubte Punktgewinn noch durch die Hände rutschen sollte, war sehr ärgerlich. Ein leichtfertiger Ballverlust der Platzbesitzer im Zentrum sollte den Gästen die Möglichkeit zum Siegtreffer bescheren. Dabei zeigten sich die Unioner sehr effektiv, die den schnellen Steven Nowark (87.) steil in die Spitze schickten, der aus spitzem Winkel unhaltbar verwandelte. "Ein Punktgewinn war auf Grund unserer guten Vorpausenleistung zumindest drin", meinte am Abend Runge, der sich aber weiter zuversichtlich gibt. rl

1. FC Frankfurt (Oder) – SV Altlüdersdorf 6:1 (3:1). Tore: 1:0 Robin Grothe (5.), 1:1 Paul Radom (18.), 2:1 Marcel Georgi (33.), 3:1, 4:1, 5:1 Paul Bechmann (35., 54., 61.), 6:1 Steven Frühauf (76.). Zuschauer: 126. Beim neuen Tabellenführer aus Frankfurt, der am 27. Spieltag zum ersten Mal in dieser Saison an der Spitze der Brandenburgliga steht, kassierten die Altlüdersdorfer eine ordentliche Klatsche. Während Paul Radom die erste Führung der Frankfurter durch Robin Grothe (5.) 13 Minuten später noch ausgleichen konnte, zogen die Oderstädter anschließend davon, alleine Paul Bechmann traf dreimal.

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Von Ralf Leiskau

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