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Klassenerhalt in der Relegation

Boateng zu Herthas Sieger-Aufstellung: „Der Trainer hat mir freie Hand gegeben“

Haben auf der Zielgeraden der Saison die Hertha entscheidend geprägt: Trainer Felix Magath (l.) und Kevin-Prince Boateng.

Haben auf der Zielgeraden der Saison die Hertha entscheidend geprägt: Trainer Felix Magath (l.) und Kevin-Prince Boateng.

Hamburg. Im letzten Spiel der Saison war er all das, was man sich von ihm erhofft hatte: Wortführer, Taktgeber und Feierbiest. Kevin-Prince Boateng hat dem Relegations-Rückspiel beim HSV seinen Stempel aufgedrückt – auf und neben dem Platz. Beim 2:0 seiner Hertha, das gleichbedeutende mit dem Klassenerhalt auf den aller letzten Drücker war, brillierte ehemalige Star des AC Milan nochmal wie in besten Tagen.

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„Was die Jungs heute abgeliefert haben, war überragend. Wir waren leidenschaftlich und haben kaum Fehler gemacht. Boateng ist vorangegangen, er war zum richtigen Zeitpunkt ein Faktor“, sagte Fredi Bobic nach dem Spiel. Herthas Sport-Geschäftsführer Sport, der mit Boateng selbst noch zusammengespielt hatte und später als Frankfurt-Manager gemeinsam mit ihm den DFB-Pokal gewann, hatte den 35-Jährigen vor der Saison als Anführer zurück nach Berlin geholt. Doch Verletzungen und schwache Leistungen zogen sich fast durch die gesamte Saison. Erst in der Schlussphase unter Retter-Trainer Felix Magath bekam Boateng wieder eine größere Rolle zugesprochen.

„Boateng war der Meinung, dass wir erfahrene Leute brauchen“

„Heute war ich noch mal da, als es darauf ankam. Ich habe noch mal alles rausgehauen“, so Boateng, der sich im Mittelfeld extrem ballsicher präsentierte, seine Mitspieler lautstark anleitete und in den entscheidenden Momenten auch mal richtig zulangte. Im Hinspiel hatte der gebürtige Berliner noch auf der Bank geschmort. Angeblich, weil es zuvor einen Streit mit Magath gegeben hätte. Alles Quatsch, so Boateng: „Wir haben uns offen die Meinung gesagt, aber alles immer mit Respekt. Felix Magath ist ein großer Trainer.“

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Wie gut das gegenseitige Vertrauen beider „Alphas“, wie Boateng es ausdrückte, ist, zeigt die Aufstellung der Hertha im wichtigsten Spiel des Jahres. „Der Trainer hat mir freie Hand gegeben. Ich habe mit ihm die richtige Mannschaft aufgestellt“, so der Mittelfeldspieler.

Und was sagte Trainer-Urgestein dazu? „Es gibt da nichts aufzuklären. Boateng hat die Aufstellung gemacht. Und wir freuen uns“, so der Trainer, der Hertha nach dem erfolgreichen Klassenerhalt wieder verlassen wird: „Boateng war der Meinung, dass wir erfahrene Leute brauchen. Wir haben mehr oder weniger aufgestellt, wie Boateng gesagt hat.“ Mit Erfolg, Hertha bleibt auch im kommenden Jahr in der Bundesliga. Vielleicht sogar weiter mit Boateng: „Ich fühle mich gut und hätte noch richtig Lust.“ In der Relegations-Form wäre es für die Hertha ein Gewinn.

Von Ronald Tenbusch

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