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3. Handball-Liga

Fortsetzung der Erfolgsgeschichte: Oranienburger HC macht mit Christian Pahl weiter

Starkes OHC-Quartett (v.l.): Kapitän Dennis Leroy Schmöker, Präsident Thomas Stahlberg, Christian Pahl als Vorstand Sport und Trainer sowie Martin Siegler (2. Vorsitzender).

Starkes OHC-Quartett (v.l.): Kapitän Dennis Leroy Schmöker, Präsident Thomas Stahlberg, Christian Pahl als Vorstand Sport und Trainer sowie Martin Siegler (2. Vorsitzender).

Oranienburg.Geballte OHC-Power versammelte sich am frühen Donnerstagabend in der Oranienburger TURM ErlebnisCity. Der Handball-Drittligist lud zum Pressetermin – einer mit großer Spannung erwarteten Gesprächsrunde, in welcher der neue Trainer für die Saison 2022/23 vorgestellt werden sollte. Neben den Medienvertretern gaben sich OHC-Präsident Thomas Stahlberg, Martin Siegler als 2. Vorsitzender, Kapitän Dennis Leroy Schmöker sowie der Sportliche Leiter Christian Pahl ein Stelldichein nur wenige Meter neben der MBS-Arena, auf deren Platte die Pumas während der Saison üblich jagen. Verdutzt fragte man sich jedoch, wo nun der Nachfolger von Pahl, der zuletzt eine Doppelrolle inne hatte – Vorstand Sport und Drittliga-Coach –, sei.

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Christian Pahl brennt für den Handball in Oranienburg – und nimmt ein weiteres Jahr lang eine Doppelrolle ein.

Christian Pahl brennt für den Handball in Oranienburg – und nimmt ein weiteres Jahr lang eine Doppelrolle ein.

„Es ist ein Kalauer“, klärte Thomas Stahlberg auf. Der OHC-Chef konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen, als er verkündete, dass der neue Trainer der alte sei. Christian Pahl wird auch in der Spielzeit 2022/23 das Sagen an der Seitenlinie haben. Schon wieder, nachdem der in Werder (Havel) lebende Polizeibeamte bereits zwischen 2013 und 2020 das Amt inne hatte und das Engagement des 41-Jährigen in der noch laufenden Saison lediglich als „Übergangslösung“ bezeichnet wurde. „Das mag jetzt für Außenstehende nicht die Riesenbombe sein, für mich ist die Welt aber in Ordnung. Christian ist ein Top-Trainer, unsere absolute Wunschpersonalie“, sagte Stahlberg, der jedoch zugab, eigentlich andere Pläne geschmiedet zu haben.

Zweifacher Deutscher Meister Mannhard Bech kommt nicht

Nachdem die Zusammenarbeit mit Silvio Krause, der die Pahl-Nachfolge im Sommer 2020 antrat, nach nur einem Jahr in gegenseitigem Einvernehmen beendet wurde, sind sich die OHC-Verantwortlichen mit einem ehemaligen National- und Bundesligaspieler einig geworden. Dieser sollte allerdings erst zum 1. Juli 2022 in der Oberhavel-Kreisstadt seine Zelte aufschlagen, weshalb „Pahli“ für die Zeit der Überbrückung noch einmal an die Seitenlinie zurückkehrte. Nach dieser Saison sollte aber endgültig Schluss sein, Pahl sich mehr auf die administrativen Themen als Vorstand Sport konzentrieren und den Weg für Mannhard Bech frei machen. Bech, 54 Jahre alt, früherer Linksaußen, zweifacher Deutscher Meister (1994 und 1995 mit dem THW Kiel, später auch für Flensburg-Handewitt in der Beletage des deutschen Handball unterwegs) sowie vierfacher Nationalspieler.

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„Mannhard hat hier auch mal Trainingscamps für den Nachwuchs angeboten, wir kennen uns schon einige Jahre und mit seinem Knowhow hätte er die Mannschaft ganz bestimmt voranbringen können“, betonte Thomas Stahlberg. Nach Prüfung aller Risiken, auch unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Situation, sei man beidseitig aber zu dem Entschluss gekommen, dass Bech, der gegenwärtig die Drittliga-Frauen des TSV Wattenbek (Schleswig-Holstein) trainiert, nicht OHC-Coach wird. Stattdessen kommt es bei einem der zahlenmäßig stärksten und leistungsmäßig erfolgreichsten Handballvereinen des Landes Brandenburg zur erneuten Rolle rückwärts.

Zur Saison 2023/24 soll ein neuer Trainer kommen – „Wirklich“

„Die Motivation ist so hoch wie lange nicht“, erklärte Christian Pahl, der sich von seiner Familie grünes Licht für ein weiteres Trainer-Jahr abgeholt hat. Vier Punkte nennt der einstige Zweitliga-Spieler des VfL Potsdam für seine Entscheidung: Unterstützung der Familie, Feedback aus der Mannschaft, Vertrauen aus dem Vorstand und die intakte Zusammenarbeit mit Co-Trainer Mario Müller. Stahlberg ist dagegen froh, nichts über das Knie brechen zu müssen. Der Verein habe nun genügend Zeit, sich nach einer adäquaten Lösung umzuschauen. „Wir wollen zur Saison 2023/24 einen neuen Trainer installieren. Wirklich“, bestätigte der OHC-Präsident.

An Pahl wissen die Pumas aber, woran sie sind: „Das Team ist involviert und absolut einverstanden, sein Umgang mit den Spielern ist sehr gut, er hat einen Draht zu den Jungs, kennt deren Bedürfnisse.“ Der Oranienburger HC und Christian Pahl – eine über viele Jahre gewachsene Erfolgsgeschichte findet ihre Fortsetzung. „Die Mannschaft hat den härtesten Vorbereitungsplan, den ich je herausgegeben habe. Wir haben einiges vor, sind vollmotiviert und ich hoffe sehr, dass die Jungs das auch alles so annehmen“, gibt der neue alte Trainer Pahl eine Kampfansage.

Von Marius Böttcher

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