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1. VfL Potsdam vor Aufstiegsspielen

Unbeirrt und mit viel Vertrauen in sich selbst die 2. Liga fest im Blick

Josip Simic (in Rot) und seine Potsdamer Adler gelten seit Saisonstart als großer Aufstiegskandidat – und wollen die Mission nun auch vollenden.

Josip Simic (in Rot) und seine Potsdamer Adler gelten seit Saisonstart als großer Aufstiegskandidat – und wollen die Mission nun auch vollenden.

Potsdam. Bob Hanning hat sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. „Überhaupt gar nicht“, betont er. „Ich bin ein Mensch, der sich nicht gerne von anderen Dingen ablenken lässt.“ Dabei hätten die Unsicherheiten in dieser Woche den Trainer des Handball-Drittligisten 1. VfL Potsdam durchaus etwas aus dem Konzept bringen können. Schließlich war lange Zeit fraglich, gegen wen seine Adler denn nun die finalen Aufstiegsspiele bestreiten werden.

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Videomaterial vor Gericht nicht zulässig

Seit einer Entscheidung durch das Bundessportgericht des Deutschen Handballbunds (DHB) am Donnerstag ist aber klar, dass es – wie zunächst auch schon gedacht – gegen die SG Pforzheim/Eutingen geht. Das Hinspiel findet an diesem Samstag um 20 Uhr in der Pforzheimer Bertha-Benz-Halle statt – am 29. Mai, dem Sonntag nächster Woche, folgt ab 16 Uhr das Rückmatch in Potsdams MBS-Arena. Der andere Zweitliga-Aufsteiger wird zwischen der HSG Konstanz und dem Wilhelmshavener HV ermittelt.

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Außen vor ist der VfL Pfullingen. Der Club hatte nach der 33:34-Auswärtsniederlage gegen Konstanz am vergangenen Samstag Einspruch gegen diese Spielwertung eingelegt. Pfullingen hatte bei der Partie im Schlussakkord noch den vermeintlichen Ausgleich erzielt, doch nach Intervention des Zeitgerichts wurde der Treffer nicht gegeben. Videosequenzen bewiesen zwar scheinbar das Gegenteil, wurden vor dem Sportgericht allerdings als nicht zulässig eingestuft.

Beinahe wäre Konstanz der Potsdams Gegner gewesen

Der VfL akzeptierte die Ablehnung des Einspruchs. Schweren Herzens. Denn dieses eine Tor hätte einen großen Unterschied gemacht. Pfullingen wäre in seiner Zwischenrundengruppe 2 plötzlich nicht mehr als Dritter raus aus dem Aufstiegsrennen, sondern aufgrund einer absurden Regel sogar vor Konstanz Erster gewesen. Zwischen beiden Teams hätte Punktgleichheit geherrscht, woraufhin der direkte Vergleich entscheidend gewesen wäre. Angesichts eines 34:34 hätte laut Statuten in der Endkonsequenz die Auswärtstorregel über die Platzierung entschieden – bei dieser Wertung hätte es 34:0 für Pfullingen gestanden, denn weil die Saison-Zwischenphase als einfache Runde gespielt wurde, hatte Konstanz gar kein Auswärtsspiel gegen Pfullingen, also eine Null in dieser Bilanz.

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Unter diesen Umständen hätte Pfullingen dann gegen den Zweiten der Gruppe 1, Wilhelmshaven, um das Zweitligaticket gespielt und Potsdam als Staffelsieger wäre rund 200 Autokilometer südlich von Pforzheim gegen Konstanz gefordert gewesen. Allerdings hätte das Sportgericht jenes umstrittene Ergebnis laut Regelwerk gar nicht nachträglich korrigieren dürfen, sondern ein komplettes Wiederholungsspiel ansetzen müssen. Das wäre terminlich schwer möglich gewesen.

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Im Vorjahr beim Aufstiegsfinale gescheitert

Durch die juristische Hängepartie war der VfL Potsdam einige Tage mit zwei möglichen Gegnern konfrontiert. Hanning ließ das kalt. „Es kommt, wie es kommt“, sagt er. „Jetzt ist es Pforzheim. Konstanz hätten wir uns genauso entgegengestellt.“ Denn natürlich habe man zuletzt auch den endgültigen Kontrahenten per Video studiert und entsprechend trainiert, aber: „Wir haben einen starken Fokus auf uns, großes Vertrauen in unsere eigene Stärke. Da schauen wir nicht so viel auf den anderen“, sagt Hanning.

1. VfL Potsdam mit klar besserer Bilanz

Null Niederlagen kassierte der 1. VfL Potsdam bisher in dieser Drittligasaison. 22 Siege gelangen den Adlern, dreimal hieß es unentschieden. Die Bilanz von Finalspielkontrahent SG Pforzheim/Eutingen: 19 Siege, zwei Remis und sechs Niederlagen.

Bloß noch 120 Minuten sind die VfL-Adler vom Ziel entfernt. Wieder. Vorige Saison scheiterten sie dann in den Aufstiegsspielen knapp an Empor Rostock, was für Hanning vor dem nächsten Anlauf keine Rolle mehr spielt: „Wir haben jetzt eine andere Mannschaft, eine andere Mentalität, eine wahre Siegermentalität.“ Potsdam soll nichts mehr stoppen. Zehn Jahre nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga ist die Rückkehr dorthin fest im Blick. Kein einziges der bisher 25 Liga-Saisonspiele hat Hannings Team verloren – „und jetzt“, sagt der Coach, „werden wir auch ganz bestimmt nicht damit anfangen“.

Von Tobias Gutsche

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