Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

German Football League

Zwischen German Bowl und NFL-Traum: Brendan Oswin steht vor richtungsweisenden Wochen

Fokussiert: Brendan Oswin trifft im GFL-Halbfinale mit seinen Potsdam Royals am Sonnabend im Stadion Luftschiffhafen auf die Cologne Crocodiles.

Fokussiert: Brendan Oswin trifft im GFL-Halbfinale mit seinen Potsdam Royals am Sonnabend im Stadion Luftschiffhafen auf die Cologne Crocodiles.

Potsdam. Es ist Endspiel-Zeit für die Footballer der Potsdam Royals: Na gut, das „richtige“ Finale müssen die Königlichen erst noch erreichen, doch bekanntlich könnte jedes Playoff-Spiel ihr letztes sein. Das weiß natürlich auch Potsdams Offensive Lineman Brendan Oswin vor dem Halbfinale der German Football League (GFL) am Sonnabend gegen die Cologne Crocodiles im Stadion Luftschiffhafen. Kickoff ist diesmal bereits um 14 Uhr.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Für Oswin ist es so oder so nicht der letzte Einsatz in dieser Saison – egal, wie das Halbfinale ausgeht, in das die Potsdamer als Favorit gehen. Er ist für das International Combine der US-amerikanischen National Football League (NFL) in London als einer von 44 Teilnehmern aus 13 Ländern nominiert worden, das am 3. und 4. Oktober stattfindet. „Das werden stressige Wochen, aber ich freue mich auf das Combine“, sagt der Australier, der seit dieser Saison für die Potsdamer Footballer aufläuft. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit darf er sich mit anderen Spielern vor NFL-Scouts im Tottenham Hotspur Stadium beweisen. Schafft er es eine Runde weiter, bekommt der 24-Jährige die Chance, drei Monate lang in Amerika zu trainieren und sich erneut zu präsentieren. Es winkt ein Platz in einem NFL-Team – der Traum eines jeden Footballspielers.

Über das „Pathway Program“ in die NFL

„Eines meiner Ziele vor Saisonbeginn war es, für das Combine nominiert zu werden. Ich habe hart gearbeitet und werde in London mein Bestes geben“, sagt Brendan Oswin, der laut seinem Trainer Michael Vogt seine physischen Vorteile zu nutzen weiß und sehr aggressiv spielt. Die Trainingszeit nach dem Combine in Amerika wird als das „Pathway Program“ bezeichnet und wurde ins Leben gerufen, um die Reichweite der Liga über den amerikanischen Spielermarkt hinaus zu erweitern. Der ausgewählte Spieler bekommt dann einen Sonderplatz in einem NFL-Team, kann sich täglich auf höchstem Niveau beweisen und so den Sprung in den Kader schaffen. Es ist schon einigen Spielern gelungen, über das „Pathway Program“ NFL-Profi zu werden – zum Beispiel der Stuttgarter Jakob Johnson, der jetzt für die Las Vegas Raiders spielt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Lesen Sie auch

Und Brendan Oswin ist in Topform, was die Saison der Royals und auch seine Nominierung zeigt. „Ich glaube, ich spiele bislang die beste Saison meiner Karriere. Ein weiteres Ziel von mir war es, einer der besten Offensive Lineman in Europa zu werden. Und ich glaube, mit der Saison, die ich bislang gespielt habe, und all der harten Arbeit, bin ich jetzt an diesem Punkt“, sagt er. Über die Brisbane Rhinos war er über die Stationen Schweden und Rostock zu den Royals gekommen. Diese lobt er. „Das ist das beste Team, in dem ich in meiner Karriere gespielt habe – so etwas hilft natürlich auch“, sagt der 135 Kilogramm schwere Offensivmann, der im Spiel der Royals dafür sorgt, dass kein Gegenspieler zu Quarterback Chris Helbig gelangt und dieser in Ruhe werfen kann.

Für ein mögliches Finale wird er natürlich zur Verfügung stehen und nach dem NFL-Sichtungslehrgang am 3. und 4. Oktober nach Potsdam zurückkehren. Doch bevor dann am 8. Oktober das Finale des German Bowl in Frankfurt am Main steigt, muss die Mannschaft um Trainer Michael Vogt die Krokodile aus Köln noch aus dem Weg räumen. Während die Royals ihr Viertelfinale mit 66:25 gegen die Straubing Spiders gewannen, zogen die Kölner mit 34:31 über München ins Halbfinale ein. Das Duell in der regulären Saison entschieden die Potsdamer mit 50:34 für sich. Das zweite Halbfinale bestreiten die Schwäbisch Hall Unicorns und die Allgäu Comets.

„Defensive wird der Schlüssel sein“

Bislang sind die Potsdam Royals durch die Liga gefegt, sind in dieser Saison noch ungeschlagen und haben ihren Gegnern selten eine Chance gelassen. Also wird das Halbfinale ein Selbstläufer und wieder eine klare Angelegenheit? „Das wird kein einfaches Spiel, gerade in den Playoffs gibt es keine leichten Spiele mehr“, weiß Oswin um die Bedeutung des K.o.-Spiels am Sonnabend. Die längste Siegesserie nützt eben nichts, wenn man das letzte Spiel der Saison verliert. Das wollen Oswin und seine Teamkollegen natürlich vermeiden. „Die Defensive wird der Schlüssel sein – und unsere ist besser als die der Kölner. Wir haben so viel investiert, dafür wollen wir uns belohnen. Am Ende am besten mit dem German Bowl.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Vor dem Zwischenhalt in London will Brendan Oswin am Sonnabend im eigenen Stadion das Endziel Frankfurt klarmachen. Für ihn ist es die bislang wichtigste Zeit in seiner Karriere – irgendwo zwischen German Bowl und NFL-Traum.

Von Marcel Ehrig

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen