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„Die Finals“ 2022 in Berlin

Verfrühtes Geburtstagsgeschenk: Laura Lindemann deutsche Triathlon-Meisterin

Neue deutsche Meisterin: Laura Lindemann.

Neue deutsche Meisterin: Laura Lindemann.

Berlin. Gut einen Kilometer vor dem Ziel mobilisierte Laura Lindemann ihre Reserven – und schüttelte Annika Koch auf der Trakehner Allee entscheidend ab. Den Zieleinlauf auf dem Olympischen Platz konnte die 25-jährige Potsdamerin, die am Sonntag ihren 26. Geburtstag feiert und sich damit selbst ein vorzeitiges Geschenk machte, wenig später genießen. "Es ist alles nach Plan gelaufen, ich wollte hier gewinnen und das hat geklappt", freute sich Lindemann nach dem fünften gewonnen Meistertitel über die Sprintdistanz. Für sie war es bereits die zweite "Finals"-Medaille in diesem Jahr: Am Donnerstag gewann Lindemann bereits Mixed-Silber.

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Eim und Klamt mit starkem Rennen

Nach 2015, 2017, 2018 und 2019 setzte sich die Olympia-Achte von Tokio auch 2022 die nationale Krone auf. Im vergangenen Jahr war sie beim Sieg von Lisa Tertsch wegen ihrer Olympiavorbereitung nicht am Start gewesen. Für die 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer auf dem Rad und fünf Kilometer Laufen benötigte die ehemalige U23-Weltmeisterin bei schwülen Bedingungen 57:03 Minuten – und verwies Annika Koch (EJOT Team TV Buschhütten / 57:12 Minuten) und Teamkollegin Nina Eim (Triathlon Potsdam / 57:33 Minuten) auf die weiteren Podestplätze. Titelverteidigerin Tertsch (Buschhütten) wurde Vierte, Olympiateilnehmerin Anabel Knoll Fünfte. Das tolle Potsdamer Gesamtergebnis, die den zweiten Bundesliga-Vergleich der Frauen damit erneut für sich entscheiden konnten, komplettierte Selina Klamt mit einem starken sechsten Platz. „Das war auch als Team unser Ziel, den Sieg zu holen. Ein perfekter Tag“, jubelte Lindemann.

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Beim Schwimmen, der ersten Teildisziplin, diktieren zunächst nicht die Potsdamerinnen. Lindemann verriet sogar: „Es ging drunter und drüber, speziell beim Reinlaufen, weil man bestimmt erstmal 80 Meter ins Wasser muss, ehe man richtig schwimmen kann.“ Im Kampf um die kürzesten Wege wurde es „sehr ruppig, weshalb ich mich rausschwimmen und mein Ding machen wollte. Es war ein Hin und Her, man musste irgendwie eine Lücke finden“. Auf dem Weg in die Wechselzone galt es 79 Stufen aus dem Strandbad zu überwinden, Tertsch lag vor Knoll in Führung, dahinter folgte die Spitzenruppe um Lindemann und Co., welche schnell aufschließen konnte.

Mama und Oma Lindemann erste Gratulantinnen

Das elfköpfige Feld hatte 20 Kilometer durch den Grunewald Richtung Olympiapark in hohem Tempo zu absolvieren – Attacken blieben jedoch aus, weshalb die Entscheidung auf dem Fünf-Kilometer-Lauf folgen musste. Dort zogen zunächst Lindemann, Koch und Eim davon, wobei Letztere mit dem Führungsduo nach der ersten 2,5-Kilometer-Runde nicht mehr Schritt halten konnte. Etwa 1000 Meter vor dem gut gefüllten Olympischen Platz attackierte Lindemann, brachte Meter um Meter zwischen sich und Annika Koch, holte sich den erhofften deutschen Meistertitel zurück und die herzlichen Glückwunsche von Mama und Oma ab. „Es ist immer schön, wenn die Familie mit dabei sein kann“, sagte die neue Titelträgerin – die schon einen Tag vor ihrem 26. Geburtstag feiern durfte.

Von Marius Böttcher

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