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Fußballkreis Prignitz/Ruppin

Personalmangel: SSV Einheit Perleberg spielt mit drei Torhütern

So kennt man Frederik Töpfer vom FSV Veritas Wittenberge/Breese: Immer mit Zug zum Tor

So kennt man Frederik Töpfer vom FSV Veritas Wittenberge/Breese: Immer mit Zug zum Tor

Prignitz. Fußball-Landesliga Nord: FC 98 Hennigsdorf – SSV Einheit Perleberg 3:0 (3:0). Tore: 1:0 Falko König (7.), 2:0 Lukas Rockenschuh (21./Eigentor), 3:0 Falko König (30.). Zuschauer: 120. Wenn zwei Torhüter im Sturm stehen und sich der Trainer in der 65. Spielminute selbst noch einwechseln muss, dann herrscht wahrlich Personalnotstand. "Am Donnerstag wollten wir das Spiel schon absagen", erzählt Maik Arndt, Trainer vom SSV Einheit Perleberg. Zu dem Zeitpunkt hatte der Coach lediglich Zusagen von sieben Spielern, die am Sonnabend das letzte Spiel in der Landesliga beim FC 98 Hennigsdorf bestreiten wollten. "Wir wollten auf Freitag verlegen", so Arndt, "aber das wollten die nicht." Der FC 98 Hennigsdorf hatte schon eine große Party geplant, wobei die Verabschiedung vom Toptorschützen Falko König und Toni Dietrich in einem emotionalen Vordergrund stehen sollte. "Wir wollten nun auch kein Spielverderber sein", so Maik Arndt, der es dann noch schaffte, eine bedingt spielfähige Mannschaft beim Gegner zu präsentieren.

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SSV Einheit Perleberg wollte schon absagen

Also mussten Jarno Hesse und Hannes Wiegers, die etatmäßigen Keeper, in die Offensive, während Altherren-Keeper Patrick Mostaller die gegnerischen Angriffe aufhalten sollte. Das gelang Wiegers dreimal in der ersten Halbzeit nicht, einmal, beim 0:2, wurde er sogar vom eigenen Mann, Lukas Rockenschuh, überwunden. „Jarno Hesse wäre das wahrscheinlich so nicht passiert“, so Arndt. Dass Falko König ihm zwei Tore einschenkte, und sich damit seinen Abschied versüßte, konnte auch der Trainer seinem Ersatzkeeper nicht übel nehmen. Tatsächlich hatten Wiegers per Kopfball und Hesse in einer Eins-gegen-eins-Situation noch die Chance, den Anschluss zu erzielen.

Nach drei Toren ließen es die Hennigsdorfer dann auch langsam angehen und die Partie als Sommerspielchen auslaufen. „Nach der Einwechslung von Denny Feilke zur zweiten Halbzeit (der Spieler war mit dem Auto nach der Arbeit hinterher gefahren, Anm.d.Red.), kam etwas mehr Übersicht ins Spiel“, so Arndt, der sich in der 65. Minute für den noch verletzten Eric Maxim Carl einwechseln musste. „Wir wollten die Party nicht versauen“, so Trainer Maik Arndt, „aber wir haben denen schon zu verstehen gegeben, dass sie uns nicht mit zehn Toren nach Hause schicken.“

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Frederik Töpfer holt die Torjägerkanone der Landesklasse West

Landesklasse West: FSV Veritas Wittenberge/Breese – Grün-Weiß Golm 2:4 (0:3). Tore: 0:1 Carlos Isaac Eugui Mora (12.), 0:2 Hannes Weiser (17.), 0:3 Felix Wieland (25.), 1:3 Marc Michitsch (64.), 2:3 Frederik Töpfer (68.), 2:4 Ahmed Abdul Rauf (90.). Zuschauer: 91. Eigentlich sollten noch einmal drei Punkte her, aber der Gegner von Grün-Weiß Golm erwies sich erneut als zu harte Nuss, schon im Hinspiel hatte Veritas 0:3 verloren. Grund zur Freude gab es dennoch, denn Frederik Töpfer holte in der Landesklasse West mit 40 Treffern die Torjägerkanone.

Eiche Weisen zieht Lose vor dem Spiel

SG Bornim – SV Eiche 05 Weisen 6:0 (2:0). Tore: 1:0 Florian Stohf (5.), 2:0 Jonas Matern (25.), 3:0 Laurits Schulze-Buschhoff (70.), 4:0 Niklas Leistner (75.), 5:0 Paul Schuld (80.), 6:0 Matern (86.). Zuschauer: 101. Dass es am Bornimer Sieg nichts zu deuteln gab, machte Eiche-Trainer Steffen Stolz nach dem letzten Landesklassen-Spiel deutlich, aber er hielt das Ergebnis für vier Tore zu hoch. Eiche hatte, weil es um Nichts mehr ging, Lose gezogen, wer wann und auf welcher Position spielt. "Da hat es dann natürlich ein paar Missverständnisse gegeben, egal. Was wir drauf gehabt hätten, war letzte Woche gegen Lok Potsdam zu sehen", so Stolz, der auf den 3:2-Sieg anspielte. Nach dem Abstieg in die Kreisoberliga soll mit seiner jungen Mannschaft sofort der erneute Aufstieg angepeilt werden. "Jetzt gibt es drei Wochen Urlaub und dann gehen wir den Wiederaufstieg an", so Weisens Trainer Steffen Stolz.

Lok Seddin – Pritzwalker FHV 1:0 (0:0). Tor: 1:0 Lutz Losensky (55.). Zuschauer: 82. Nur mit einer Rumpfelf konnte der Pritzwalker FHV bei Lok Seddin nicht mehr punkten. Trainer Markus Hinz hatte die stärksten jungen Spieler, darunter Torhüter Hannes Giesel, in die A-Juniorenmannschaft geschickt, die gegen Eintracht Alt Ruppin II den Pokal holte.

Von Dirk Becker

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