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Fußball-Landespokal

Erst Burger, dann Pokal: Der FSV Optik Rathenow hat wieder Appetit

Klares Ziel: Ali Gündogdu (l.) und die Optiker wollen im Landespokal ins Achtelfinale einziehen.

Klares Ziel: Ali Gündogdu (l.) und die Optiker wollen im Landespokal ins Achtelfinale einziehen.

Rathenow. Bei Ingo Kahlisch darf's auch mal was Deftiges sein. "Ich esse gerne nach alter deutscher Küche, aber nicht immer gesund", sagt der Fußballtrainer des Oberligisten FSV Optik Rathenow. Gegen einen schmackhaften Kartoffelsalat oder ein großes Schnitzel hat Kahlisch laut eigenen Angaben jedenfalls nichts einzuwenden. Ausnahmen aber bestätigen die Regel: Am Dienstag zum Beispiel, als sich die Optiker zu einem Mannschaftsabend in einem Rathenower Burger-Laden trafen, wählte der Coach die internationale Küche. Kartoffelspalten (auch bekannt als "Wedges") und einen herzhaften BBQ-Burger wanderten in Kahlischs Magen. Man darf also davon ausgehen, dass der Coach und seine Spieler genug Kalorien gesammelt haben, um mit ausreichend Kraft in die Landespokal-Partie am Sonnabend (15 Uhr) beim Brandenburgligisten Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf starten zu können.

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Neben den Kalorienspeichern ist auch der Rathenower Kader inzwischen gut gefüllt, weshalb Kahlisch die Pokalaufgabe zuversichtlich angeht. Zwar fallen die erfahrenen Köche Glodi Zingu und Benjamin Wilcke aus, der Brei wird deshalb aber noch lange nicht verdorben. „Wir haben in den beiden letzten Wochen sehr gut gearbeitet, im Training war unheimlich viel Feuer drin“, sagt Kahlisch, „wir sind einen Schritt weiter als noch im Juli oder August.“

„Wir müssen einfach aus der Ordnung heraus spielen“

Vor allem in Sachen Robustheit und Körperlichkeit habe sich seine Mannschaft gut entwickelt, meint der Rathenower Übungsleiter, was wohl nicht allein am Burger-Verzehr vom Dienstag gelegen haben wird. Schon beim 1:1 im Oberligaspiel am vergangenen Sonnabend gegen ein spielerisch besseres Makkabi Berlin bewies Optik eine gewisse Kernigkeit. „Wir müssen einfach aus der Ordnung heraus spielen“, sagt Kahlisch.

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Soll heißen: Kompakt stehen, dem Gegner kaum Tormöglichkeiten gestatten und schnell umschalten, wenn sich die Option bietet. Allmählich greifen gewisse, fürs Optik-Spiel wesentliche Automatismen. „Jetzt müssen wir weitermachen, etwas entwickeln“, fordert Kahlisch, dessen Elf im Landkreis Märkisch-Oderland natürlich favorisiert ist und Appetit hat auf den Einzug ins Achtelfinale.

Rotation im Pokal auf Torhüterposition

Das Menü in der Doppelgemeinde dürfte für die Optiker allerdings schwerer zu verdauen sein als der Erstrundenhappen Schwarz-Rot Neustadt (5:1). Petershagen-Eggersdorf liegt in der Tabelle zwar nur auf Platz elf, hat aber ein Spiel weniger absolviert als die Konkurrenz und könnte – ein Sieg im Nachholspiel bei Altlüdersdorf mitgerechnet – nachträglich noch Tabellenplatz zwei nach dem vierten Spieltag erobern. Sechs Punkte aus drei Spielen lautet die bislang gute Ausbeute, jetzt wollen die Gastgeber den Optiker in die Pokalsuppe spucken.

Freilich wird auch in Petershagen-Eggersdorf nur mit Wasser gekocht – und die Historie spricht klar für die Gäste: Zweimal hat es die Paarung im Landespokal bereits gegeben, stets schmeckte das Resultat den Rathenowern besser. 4:0 siegten sie 2018 im Achtelfinale, 4:1 im Jahr 2009 in Runde drei. Aber diese Spiele sind für Trainer Kahlisch längst gegessen. Es zählt, was diesen Sonnabend serviert wird – auch auf der Torwartposition. Wie schon in Runde eins rotiert Simeon Hawwary in den Kasten, der als Vertreter von Robin Schneider nichts anbrennen lassen will. „Beide liegen nicht weit auseinander“, sagt Kahlisch – das riecht nach baldigem Konkurrenzkampf.

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