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Triathlon

Potsdamer Stützpunkttrainer Schmidt zieht EM-Fazit: „Eine richtig geile Party“

Laura Lindemann (l.) lief bei der Triathlon-EM in München gleich doppelt zu Silber und wurde an der Strecke lautstark unterstützt.

Laura Lindemann (l.) lief bei der Triathlon-EM in München gleich doppelt zu Silber und wurde an der Strecke lautstark unterstützt.

München/Potsdam. Als Ron Schmidt ans Telefon geht, sitzt er gerade im Auto auf dem Weg in den Urlaub in Norwegen. „Jetzt heißt es für alle erstmal Füße hochlegen und Kräfte aufladen“, so der Triathlon-Bundesstützpunkttrainer in Potsdam. Es waren anstrengende, ereignisreiche, aber vor allem auch erfolgreiche Tage, die Schmidt und seine Athleten erlebt haben. Allen voran Laura Lindemann und Nina Eim von Triathlon Potsdam, die am Sonntag als Teil der Mixed-Staffel mit Valentin Wernz und Simon Henseleit Silber bei der Europameisterschaft gewinnen konnten. Schon zwei Tage zuvor hatte Lindemann im Einzelwettbewerb der Frauen ebenfalls als Zweite die Ziellinie überquert.

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„Wir sind total happy mit den Ergebnissen“, so Schmidt, der noch immer von der Kulisse und dem Spektakel während der Wettbewerbe, die im Rahmen der European Games im Münchener Olympiapark stattfanden, überwältigt war: „Für alle Aktiven und uns Trainer war es ein einmaliges Erlebnis. Die Zuschauer, die Kulisse, die Organisation – alles hat unsere Erwartungen übertroffen.“ Mehr als 2,4 Millionen Menschen verfolgten den Staffel-Wettbewerb in der Spitze am Sonntag in der ARD, zigtausende sorgten an der Strecke „für eine richtig geile Party“, wie Schmidt es beschrieb.

Auch in den Wechselzonen wurden die Athleten von vielen Fans bejubelt und angefeuert.

Auch in den Wechselzonen wurden die Athleten von vielen Fans bejubelt und angefeuert.

Und sie bekamen einiges von den Athleten geboten. Nachdem Lindemann als Zweite und Eim als Vierte am Freitag im Einzel Top-Platzierung ergattern konnten, sah es am Sonntag zunächst nicht so aus, als könnten sie erneut um die vorderen Plätze mitkämpfen. Start-Athlet Wernz (Saarbrücken) hatte einen gebrauchten Tag erwischt und nach den ersten 300 Metern Schwimmen, 7,2 Kilometern Radfahren und 1600 Metern Laufen mit einem Rückstand von 43 Sekunden auf Nina Eim übergeben. „Wenn man mit mehr als 30 Sekunden Rückstand übergibt, ist man eigentlich hoffnungslos weg. Ich hätte nicht gedacht, dass wir dann noch einmal in den Kampf um die Medaillen eingreifen können“, so Schmidt.

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Aber Eim zeigte wie schon im Einzel eine bärenstarke Leistung und übergab sensationell als Dritte auf den Nürnberger Simon Henseleit, der das Team bis auf Rang zwei brachte. Lindemann und die Schweizer Schlussstarterin Julie Derron lagen bis zum Wechsel auf der Laufstrecke beieinander. Dann brachte ein früher Zwischenspurt der Potsdamerin den entscheidenden Vorsprung. Die Französin Cassandra Beaugrande war aber nicht mehr einzuholen.

Lindemann: „Das war hier schon krass“

„Ich habe gar nicht realisiert, dass die Lücke so schnell da war. Normalerweise hört man, wo die andere hinter einem ist, aber hier hört man nichts“, sagte die 26-jährige Lindemann, die seit 2012 in Potsdam aktiv ist, „es ist unglaublich, so eine Stimmung habe ich beim Triathlon bislang noch nicht erlebt. Hamburg ist richtig cool und ähnlich, aber das war hier schon krass.“ Neben den gewonnenen Medaillen sind es vor allem die Eindrücke der EM-Tage von München, die bei den Triathleten nachhallen.

„Auch für einen Lasse Lührs oder eine Marlene Gomez- Göggel war es ein tolles Erlebnis, obwohl ihre Wettkämpfe unglücklich verliefen“, so Ron Schmidt. Der 55-Jährige hofft sehr, dass die beeindruckenden Bilder dem Triathlon in Deutschland nachhaltig zu noch mehr Aufmerksamkeit und Sportförderung verhelfen. Bevor die Zukunft des Sports aber beginnt, ist für die erfolgreiche Potsdamer Equipe erst einmal Urlaub angesagt.

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