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Fußball-Landespokal Brandenburg

Falkensee-Finkenkrug: Bonusspiel mit Premierengast für Daniel Bittner

Am 3. August 2013 unterlag Torwart Daniel Bittner mit der TSG Neustrelitz dem SC Freiburg um Hendrick Zuck erst nach Verlängerung.

Am 3. August 2013 unterlag Torwart Daniel Bittner mit der TSG Neustrelitz dem SC Freiburg um Hendrick Zuck erst nach Verlängerung.

Falkensee. Daniel Bittner hat in seiner Laufbahn als Fußballer schon eine Menge erlebt und neben einem Spiel im DFB-Pokal auch 102 Partien in der Regionalliga Nordost in seiner Vita zu stehen. Eine Zweitrundenbegegnung im Landespokal, wie sie für den 32-Jährigen am Sonnabend ab 15 Uhr an der Leistikowstraße mit dem Brandenburgligisten SV Falkensee-Finkenkrug gegen den Oberliga-Süd-Vertreter VfB Krieschow auf dem Programm steht, bringt den erfahrenen Torhüter für gewöhnlich nicht aus der Ruhe.

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Und dennoch könnte es für den angehenden Erzieher, der in Berlin-Spandau wohnt und in der zweiten Saison bei FF ist, ein ganz besonderes Spiel werden. „Meine Tochter Mathea ist vielleicht zum ersten Mal dabei“, berichtet der gebürtige Berliner, der bei Blau-Gelb Falkensee mit dem Kicken begann und im Nachwuchs später das Trikot von Tennis Borussia Berlin, dem SC Staaken, Tasmania Berlin und Hertha 03 Zehlendorf trug. „Es wäre natürlich schön, wenn das klappt und würde mich besonders freuen“, sagt Bittner, dessen Tochter am 13. September das Licht der Welt erblickt hat.

Daniel Bittner steht in der zweiten Saison beim SV Falkensee-Finkenkrug im Tor.

Daniel Bittner steht in der zweiten Saison beim SV Falkensee-Finkenkrug im Tor.

Beim Blick auf den sportlichen Stellenwert des anstehenden Kräftemessens sagt der Schlussmann, der in Schönwalde eine Ausbildung zum Erzieher macht: „Es ist ein absolutes Bonusspiel. Nach dem missglückten Saisonstart geht es für uns einzig und allein darum, in der Liga die Klasse zu halten – das wird schwer genug“, weiß Bittner, der mit seinen Teamkollegen nach vier absolvierten Brandenburgligaspielen noch auf den ersten Punktgewinn wartet. „Wir freuen uns aber natürlich trotzdem auf dieses Duell und darauf, uns mit einem höherklassigen Gegner zu messen.“

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Wiedersehen mit Martin Zurawsky

Einen Spieler in den Reihen der Krieschower kennt Bittner besonders gut: Martin Zurawsky war in seinen eineinhalb Jahren beim FSV Union Fürstenwalde sein Teamkollege und sogar Spindnachbar. „Wir haben direkt nach der Auslosung miteinander geschrieben“, bestätigt der FF-Schlussmann. „Martin hat einen Tag vor mir Geburtstag und wir haben uns seit seinem 30. vor gut zwei Jahren nicht mehr gesehen. Ich freue mich auf das Wiedersehen, weil das damals in Fürstenwalde eine intensive Zeit war. Wir haben auch außerhalb des Platzes viel zusammen unternommen.“

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Zuvor stand Bittner fünf Jahre zwischen den Pfosten der TSG Neustrelitz. Unter der sportlichen Leitung von Ex-Nationalspieler Thomas Brdaric gelang 2014 die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost. 2013 holte Bittner mit Coach Rastislav Hodul den Landespokal in Mecklenburg-Vorpommern. Vor 4500 Zuschauern bezwang die TSG den damaligen Drittligisten Hansa Rostock mit 3:0 und qualifizierte sich für den DFB-Pokal. In diesem musste man sich dem SC Freiburg – damals wie heute von Christian Streich trainiert – mit 0:2 nach Verlängerung geschlagen geben.

Torwarttrainer bei Tennis Borussia Berlin

„Das war ein brutal heißer Tag und Freiburg spielte damals auch international. Im Angriff lief unter anderem Mike Hanke auf. Solche Spiele vergisst man natürlich nicht“, sagt Bittner, der in der vergangenen Saison nach der Trennung von Coach David Karaschewitz sechs Wochen interimsmäßig zum Trainerteam der Falkenseer gehörte, im Besitz der B-Lizenz ist und sich vorstellen kann, später an der Seitenlinie tätig zu sein. In der vergangenen Spielzeit hatte er sich bereits als Torwarttrainer bei Regionalligist Tennis Borussia Berlin eingebracht.

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Für seinen aktuellen Trainer Christian Städing ist er derzeit aber unersetzbar. „Er ist für mich der beste Torhüter der Brandenburgliga und jeder Trainer wäre froh, solch einen Spieler in seinen Reihen zu haben“, sagt Städing über seinen erfahrenen Schlussmann. „Er ist in jedem Training mit großem Ehrgeiz dabei, liefert in den Spielen und ist unser wichtigster Mann.“

Besondere Atmosphäre an der Leistikowstraße

Am Sonnabend dürfte auf Bittner einiges an Arbeit zukommen. Andy Hebler, Torschütze vom Dienst und Kapitän bei den Krieschowern, hat seine Qualität in dieser Saison schon wieder einige Male unter Beweis gestellt und in sechs Oberligaspielen neun Tore erzielt. „Er hat natürlich eine brutale Qualität. Ich habe in den vergangenen Jahren immer wieder gegen richtig gute Angreifer gespielt“, sagt Bittner und verweist etwa auf Daniel Frahn, Matthias Steinborn (beide Babelsberg 03) und Christian Beck (BFC Dynamo), die aktuell in der Regionalliga Nordost spielen.

Das war viele Jahre auch die sportliche Heimat von Bittner, ehe er wegen anhaltender Knieprobleme kürzer treten musste und sich an der Leistikowstraße jetzt aber pudelwohl fühlt. „Die Spiele hier sind, glaube ich, für jeden Gegner etwas Besonderes und wir haben davon in der Liga eben 15 Stück. Die Atmosphäre hier ist einfach speziell“, sagt Bittner und will davon auch Töchterchen Mathea überzeugen – am liebsten mit einem Sieg.

FF-Trainer Städing: „Werden nichts abschenken“

Natürlich ist sich FF-Trainer Christian Städing der Rollenverteilung vor dem anstehenden Pokalspiel seines Teams gegen den Oberliga-Süd-Vertreter aus dem Landkreis Spree-Neiße bewusst. „Wir brechen uns keinen ab, wenn wir sagen, dass Krieschow die bessere Fußballmannschaft sein wird“, sagt der 53-Jährige, der im vergangenen Dezember die sportliche Verantwortung beim Team aus der Gartenstadt übernahm und am letzten Spieltag den Klassenerhalt in der Brandenburgliga gesichert hat.

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„Wir werden aber nichts abschenken, haben eine vernünftige Mannschaft zusammen und werden alles dafür geben, einem höherklassigen und ambitionierten Gegner ein Spiel auf Augenhöhe zu liefern.“ Die Gäste, die in der vergangenen Saison im märkischen Cupwettbewerb im Finale standen und sich dort dem Lokalrivalen Energie Cottbus mit 0:2 geschlagen geben mussten, sind nach zwei Niederlagen zu Saisonbeginn in den vergangenen Wochen immer besser in Schwung gekommen. Neben vier Siegen in der Liga, bei einem Torverhältnis von 13:1, setzte sich die Mannschaft von Trainer Toni Lempke in der ersten Runde des Landespokals bei Landesklasse-Ost-Vertreter MTV Wünsdorf deutlich mit 15:0 durch.

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