German Football League

Siegesserie soll weitergehen: Potsdam Royals empfangen Cologne Crocodiles

Nicht zu stoppen: Wide Receiver Jared Wolfe führt die Statistiken auf seiner Position ligaweit an und kommt in sechs Spielen bereits auf zwölf Touchdowns.

Nicht zu stoppen: Wide Receiver Jared Wolfe führt die Statistiken auf seiner Position ligaweit an und kommt in sechs Spielen bereits auf zwölf Touchdowns.

Potsdam. Es ist ganz einfach, zumindest lassen sie es auf dem Spielfeld so einfach aussehen – am Ende ist es aber das Resultat harter Arbeit: Quarterback Chris Helbig passt seinen Wurf genau auf den Laufweg von Jared Wolfe ab, der den Football fängt, mit seiner Explosivität den Gegnern keine Chance lässt und für seine Potsdam Royals in der Endzone punktet.

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Diese Szene spielte sich in dieser Saison in ähnlicher Form schon etliche Male ab – so wie auch am letzten Sonnabend in Braunschweig. Da schlugen die Royals den Rekordmeister aus Niedersachsen und Tabellenzweiten souverän mit 65:26. Es war der sechste Sieg im sechsten Spiel für die Potsdamer.

Einen großen Anteil am Erfolg und der starken Saison hat der anfangs schon erwähnte Wide Receiver der Royals, Jared Wolfe, der in Braunschweig 18 Punkte erzielte und der beste Wide Receiver der Liga ist – gefolgt von seinem Mannschaftskameraden Brandon Polk.

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„Wir alle wollen als Team, aber auch als Spieler jeden Tag ein bisschen besser werden und das wirkt sich dann positiv auf die Spiele aus, deswegen sind wir an den Samstagen so schwierig zu schlagen“, erklärt der US-Amerikaner, der vergangene Saison noch für die Villanova University in Pennsylvania, USA, spielte. Man könnte sogar noch einen Schritt weiter gehen und sagen: Bislang sind die Royals mit ihrer „geschaffenen Kultur“, wie es Wolfe nennt, gar nicht zu schlagen. „Natürlich haben wir durch die Bank weg ein talentiertes Team, doch der Wille, immer besser zu werden und hart an uns zu arbeiten, ist schon besonders“, sagt der Mann mit der Nummer 15.

Das wollen die Cologne Crocodiles aus Köln an diesem Sonnabend ändern und dem Spitzenreiter der GFL (German Football League) aus Potsdam die erste Niederlage zufügen. Die Crocodiles reisen als Tabellendritter ins Stadion am Luftschiffhafen, Kick off ist um 16 Uhr.

„Sie haben ein sehr talentiertes Team“, sagt Jared Wolfe, der auch um die Stärken der Wide Receiver Aron Jackson und Jarvis McClam auf der anderen Seite weiß. „Sie gehören zu den Top-Mannschaften der Liga, auch in der Defensive haben sie einige gute Spieler, deswegen bin ich mir sicher, dass es ein spannendes und gutes Football-Spiel am Samstag werden wird.“

Jared Wolfe und seine Kollegen um Quarterback Chris Helbig sind also gegen eine starke Crocodiles-Defensive gefordert, die sich durch einen aggressiven Verteidigungsstil auszeichnet, bei dem der Spielzug schnellstmöglich unterbunden werden soll. Doch das Momentum ist klar auf der Seite der Potsdam Royals und Trainer Michael Vogt, der mit seiner Art zu coachen eine besondere Atmosphäre geschaffen hat. „Coach Vogt lässt die Spieler einfach Spieler sein und zwängt ihnen nicht ein System auf, das womöglich gar nicht zu ihnen passt. Zudem ist er ein Trainer, der sich um seine Spieler kümmert, man spürt sehr schnell diese sehr familiäre Atmosphäre, aber auch die schon erwähnte Kultur, dass man sich jeden Tag verbessern will“, erklärt Jared Wolfe, der in Seaford im US-Bundesstaat New York groß geworden ist.

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Eine familiäre Atmosphäre, gemixt mit talentierten Spielern, die einen besonderen Drang verspüren, immer besser zu werden – das ist grob zusammengefasst das Geheimnis der Potsdam Royals in dieser Saison. Doch wo soll das am Ende hinführen? Nach sechs Siegen in sechs Spielen mit deutlichen Erfolgen gegen den amtierenden Meister aus Dresden und gegen den Rekordmeister aus Braunschweig kommt man um die Frage nach der Meisterschaft in der GFL kaum noch herum.

„Wir wollen die Meisterschaft gewinnen, das ist unser Ziel“, sagt der 23-Jährige, „dabei will ich helfen und der beste Spieler sein, der ich sein kann.“ Seit 2018 spielen die Royals in der GFL. Gerade in den letzten Jahren habe man im Verein viel richtig gemacht und hart gearbeitet, „die Royals verdienen den Titel“, findet Wolfe. Der Wide Receiver der Königlichen steht vor dem Spiel am Samstag bei 1022 gelaufenen Yards mit dem Football unter dem Arm – keiner in der Liga ist in dieser Statistik besser. „Auf wie viele Yards ich am Ende der Saison komme, ist schwierig vorherzusagen. Wichtig ist nur, dass wir den Titel holen – und dafür werde ich alles tun, was nötig ist.“

Für die Fans der Potsdamer ist zwar jedes Spiel besonders, doch das Match gegen die Crocodiles ist nochmal spezieller. Es ist das zweite jährliche Whiteout-Spiel der Royals, bei dem die Mannschaft komplett in Weiß aufläuft. Dabei sollen nach Möglichkeit auch alle Fans in weißer Kleidung zum Spiel kommen und ihr Team unterstützen.

„Wir würden uns sehr freuen, alle unsere Fans in weißen Outfits begrüßen zu dürfen. Von den Fans, über die Spieler bis zu den Coaches werden wir uns alle in Weiß präsentieren und uns auf den Weg Richtung Ziel, den Playoffs, machen“ sagt Royals-Präsident Jens-Torsten Müller vor dem Spiel.

Das Motto zur Partie könnte kaum treffender sein, wollen die Potsdam Royals um Wide Receiver Jared Wolfe doch auch gegen die Cologne Crocodiles im siebten Saisonspiel ihre weiße Weste behalten und den nächsten Schritt in Richtung Playoffs und Meisterschaft machen.

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Von Marcel Ehrig

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