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NOFV-Oberliga Nord

Ein Gewinner, zwei Trainer fliegen: MSV Neuruppin schlägt Optik Rathenow

m Oberliga-Duell zwischen Optik Rathenow (rote Trikots) und dem MSV Neuruppin kam es immer wieder zu hitzigen Duellen.

m Oberliga-Duell zwischen Optik Rathenow (rote Trikots) und dem MSV Neuruppin kam es immer wieder zu hitzigen Duellen.

Neuruppin. Sieben Spiele, 14 Punkte, Tabellenplatz sechs – der Saisonstart des MSV Neuruppin kann sich sehen lassen. Dagegen kommt Optik Rathenow mit vier Punkten aus sechs Spielen nicht so richtig in die Gänge.

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Den bereits vierten Sieg in der NOFV-Oberliga Nord fuhren die Fontanestädter am Freitagabend ein – Regionalliga-Absteiger FSV Optik Rathenow wurde mit 2:1 (2:0) bezwungen. Marcus Lemke (13. Minute) und Viktor Georgiev (18.) brachten die Schützlinge von Trainer Jan Kistenmacher früh auf Kurs, den Anschlusstreffer für die in der Schlussphase mächtig Druck ausübenden Gäste aus dem Westhavelland erzielte Shpetim Xhaka sechs Minuten vor Ultimo. „Das waren zwei unterschiedliche Halbzeiten“, gab Kistenmacher zu, „wir haben eine richtig gute erste gespielt, nach dem Seitenwechsel etwas kopfloser agiert“.

MSV geht früh in Führung

Sein Trainerkollege lobte erst einmal die Bedingungen im Volksparkstadion. „Ich habe mich gefreut, nach Neuruppin zu kommen. Eine Top-Anlage, absolut oberligawürdig – anders, als wir es oft in Berlin sehen“, sagte Optik-Urgestein Ingo Kahlisch. Der Enthusiasmus wurde dem FSV-Coach aber schnell genommen, bereits nach 18 Minuten lief seine im Sommer stark veränderte Elf einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher.

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Kapitän Marcus Lemke per Kopf und Viktor Georgiev waren nach ruhenden Bällen erfolgreich zur Stelle und ließen den Großteil der 158 Zuschauer im weiten Rund jubeln – für beide Neuruppiner war es der erste Saisontreffer. „Beide Tore resultieren aus Standards. Meine Jungs sind im Training schon genervt, diese Tore sind aber der Lohn und deswegen wird es auch künftig um Variabilität bei ruhenden Bällen gehen“, erklärte Jan Kistenmacher.

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Anschließend nahmen auch die Rathenower an der Partie teil, schafften es aber nicht, noch vor der Pause den Anschluss herzustellen. „Desto länger das Spiel ging, umso ordentlicher haben die Jungs das gemacht. Im zweiten Durchgang habe ich meine Mannschaft klar überlegen gesehen“, so Kahlisch, dem mit Kapitän Jerome Leroy, Marc Langner und Ivan Glushchenko wichtige Akteure fehlten, „auch Glodi Zingu hatte zwei Wochen nicht trainiert. Wenn das Korsett nicht spielt, ist zu viel ungeordnet“. Zu einfache Fehler in der Vorwärtsbewegung bescheinigte der Gäste-Coach seinem Team, man sei aktuell noch nicht so stark, auf frühe Rückstände in erwachsener Art zu reagieren.

Ingo Kahlisch: „Er muss ein persönliches Problem mit mir haben“

Erst in der Schlussviertelstunde ließ sich der MSV ins eigene letzte Drittel drängen, einige Kontergelegenheiten wurden schlampig zu Ende gespielt. Shpetim Xhaka verkürzte mit einem Flachschuss für Optik, ein abgefälschter Freistoß zischte haarscharf am Pfosten vorbei – Rathenow hatte dann auch Pech und musste nach einer langen Nachspielzeit dem Gegner zu drei Punkten gratulieren. Dann durfte Kahlisch auch wieder vor die Barriere kommen, denn in Minute 76 sah er von Schiedsrichter Philipp Vierock die Rote Karte. Der Grund: Bei einer Spielunterbrechung – Neuruppins Moris Fikic wurde nach einem Foulspiel behandelt – trat Kahlisch mit einem halben Fuß auf das Spielfeld. „Er muss ein persönliches Problem mit mir haben, das war schon zu Regionalliga-Zeiten so“, so Kahlisch.

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Kistenmacher reagierte ebenfalls mit Unverständnis ob der Entscheidung des Unparteiischen: „Da muss ich für Ingo eine Lanze brechen. Er steht einen halben Schritt im Feld und bekommt dafür Rot. Da fehlt mir Fingerspitzengefühl.“ Kistenmacher sah in jener Szene die Gelbe Karte und fragte nach dem Abpfiff augenzwinkernd Richtung Referee, ob er mit der langen Nachspielzeit den Spielausgang noch ändern wolle.

Vierock zückte daraufhin den zweiten gelben Karton für den MSV-Trainer, der die Welt nicht verstand: „Ich habe 22 gute und motivierte Jungs auf dem Platz gesehen. Und eine Person, die sich emotional sehr schnell angegriffen fühlt.“ Über den nächsten Dreier freut sich „Kiste“ dennoch: „Wenn man im Schnitt zwei Punkte holt, darf man auch mal in andere Regionen schauen. Aber es sind erst sieben Partien vorbei, wir genießen die Bestandsaufnahme, mehr nicht.“

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