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Saisonstart German Football League

Potsdam Royals besiegen den amtierenden Meister Dresden Monarchs

Royals-Runningback Karri Parjarinen war kaum zu halten. Er erlief zwei Touchdowns.

Royals-Runningback Karri Parjarinen war kaum zu halten. Er erlief zwei Touchdowns.

Potsdam. Allein die Paarung klang schon besonders. So herrschaftlich. Zum Saisonauftakt der German Football League (GFL) empfingen die Potsdam Royals am Sonnabend die Dresden Monarchs. Es wurde ein Aufstand gegen die Krone, denn die Königlichen aus Brandenburg bezwangen die sächsischen Monarchen, die als amtierender GFL-Meister angereist waren, und formulierten damit auch gleich mal Ambitionen auf die Thronfolge. "Das kann man so sagen. Wir nehmen uns viel vor", bestätigte Royals-Kicker Heiko Bals nach dem 24:21 (7:7, 7:7, 7:0, 3:7)-Erfolg. Erstmalig überhaupt gewann Vorjahreshalbfinalist Potsdam gegen Dresden.

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Fieldgoal aus 50 Yard macht den Unterschied

Drei Punkte lautete am Ende die Differenz. Bals machte mit seinem verwandelten Fieldgoal im Schlussviertel den Unterschied. Zweimal zuvor in der Partie hatten die Gastgeber im vierten Versuch nicht auf den Kick gesetzt. Statt jeweils vermeintlich leichte drei Zähler einzusacken, waren sie auf Risiko für einen Touchdown gegangen und wurden kurz vor der Endzone gestoppt. „Wir hatten versucht, so früh wie möglich mit dem Ergebnis wegzurennen, wollten Dresden damit unter Druck setzen“, erklärte Bals. „Leider hatte es nicht geklappt.“ Beim Stand von 21:14 wurde dann aber auf seine Qualität vertraut. Aus beachtlichen 50 Yard schoss er durch die Stangen. „Der Snap war gut, der Hold war gut und beim Ballkontakt habe ich sofort gemerkt, dass das was wird.“ Zwar verkürzten die Gäste danach noch mal, aber Potsdam brachte die Führung durch.

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Entsprechend freudig war die Stimmung im Stadion Luftschiffhafen. Mehr als 1700 Zuschauende waren gekommen. Die Defizite einer Spielstätte als Baustelle wurden gut kaschiert. Drei mobile Tribünen mit Dach boten neben der Haupttribüne zusätzlichen Platz, doch laut Vereinsangaben fehlten trotzdem Sitzgelegenheiten, sodass viele Fans stehen mussten. Dank des Kinderspielbereichs direkt neben dem Rasen auf der Tartanbahn war aber der Familienfestcharakter, dem sich die Royals seit Langem verschrieben haben, stärker ausgeprägt als vorige Saison beim Ausweichen ins kompaktere Karl-Liebknecht-Stadion.

Top-Läufer Mayon fehlt den Royals vorerst

Die Rückkehr in den Luftschiffhafen wurde allerdings vor allem durch die Mannschaft zu einem großen Erfolg. Die Defensive stand stabil und die Offensive um den neuen Quarterback Chris Helbig sei „ordentlich über das Feld marschiert“, sagte Cheftrainer Michael Vogt. „Wir haben Dresden ein bisschen überrascht, wie schnell wir gespielt haben“, meinte Bals, der außer dem Fieldgoal auch die drei Extrapunkt-Kicks nach den Touchdowns verwandelt hatte.

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Die Durchbrüche in die gegnerische Endzone waren Jared Wolfe nach starkem Helbig-Pass sowie zweimal Karri Parjarinen per Lauf gelungen. Der Finne überzeugte als Runningback. Auf dieser Position war 2021 noch Potsdams Jake Mayon mit Abstand bester Akteur der GFL. Der US-Amerikaner fehlt den Royals aber vorerst, hat geheiratet und ein Kind bekommen, sodass er „wahrscheinlich erst in der zweiten Saisonhälfte“ dazustoßen wird, wie Vogt erklärte. Anders als sein Kicker Bals wollte der Coach den Auftakterfolg nicht zu hoch bewerten: „Das erste Spiel hat noch nicht die 100-prozentige Aussagekraft. Aber für den Moment ist das natürlich toll für uns.“ Der weitere Saisonverlauf wird zeigen, ob die Potsdam Royals Thronreife besitzen.

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Von Tobias Gutsche

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