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Handball-Oberliga

Tim Krause: Ruck-zuck-zurück-Aktion zum LHC

Auftaktsieg: Tim Krause (l.) siegte nach seiner Rückkehr mit dem Ludwigsfelder HC beim SV 63 in Brandenburg.

Auftaktsieg: Tim Krause (l.) siegte nach seiner Rückkehr mit dem Ludwigsfelder HC beim SV 63 in Brandenburg.

Ludwigsfelde. Die Überraschung war gelungen und nachdem Tim Krause der berühmte Anruf ereilt hatte, der für nachhaltige Veränderung sorgt, begann bei dem Handball-Torwart eine Abwägungsphase. Sollte er nach der Anfrage von Michael Jantzen, dem Chefcoach des Oberligisten Ludwigsfelder HC, an seine frühere Wirkungsstätte zurückkehren? „Ich habe natürlich nicht mit einem Anruf von Micha gerechnet“, sagt Krause, der in der vergangenen Woche in einer Ruck-zuck-zurück-Aktion zum Oberligisten Ludwigsfelder HC gewechselt ist. „Die Entscheidung, mich so kurz vor Saisonbeginn einem anderen Verein anzuschließen, war sehr schwierig. Daher habe ich mir einige Tage den Kopf zerbrochen. Schließlich hat der leistungstechnische Aspekt überwogen, weshalb ich mich für die Möglichkeit, wieder Oberliga zu spielen, entschieden habe.“ Am Sonnabend stand Krause erstmals für den LHC zwischen den Pfosten und feierte in der Oberliga Ostsee-Spree mit dem LHC einen 30:20 (14:13)- Auftakterfolg beim Aufsteiger SV 63 Brandenburg-West. „Es war ein schönes Gefühl, wieder für Ludwigsfelde zu spielen“, sagte Krause, „zumal wir auch gewonnen haben.“

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Der LHC hatte sich wegen des Ausfalls von Nico Zieschank, der vor Kurzem von der Sp.Vg. Blau-Weiß 1890 aus Berlin gekommen war und mit einer schweren Knie-Verletzung längere Zeit fehlen wird, kurzfristig nach Verstärkung auf der Torhüter-Position umgeschaut. Florian Berndt, seit Langem eine feste Größe im Ludwigsfelder Tor, legt außerdem derzeit eine Pause ein. Die Spielgenehmigung des Handball-Verbandes Brandenburg (HVB) für Krause war am Freitagnachmittag noch rechtzeitig eingetroffen. Beim SV 63 hatte der LHC nach einer knappen Halbzeitführung im zweiten Durchgang die Weichen zum Sieg gestellt. Einer der Gründe für den Erfolg: Die Defensive hatte nur noch sieben Gegentore zugelassen.

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Von Grün-Weiß Werder zum BFC Preussen

Ein gelungener Auftakt also für den LHC und Krause, der zurück ist bei dem Club, den er vor drei Jahren verlassen und anschließend eine turbulente Zeit erlebt hatte. Beim LHC bildet der 1,90-Meter-Mann mit Tim Reisener und Collin Winter ein Torhüter-Trio. „Nach meinem Wechsel aus Ludwigsfelde 2019 zu Grün-Weiß Werder habe ich im ersten Jahr eine sehr schwierige Saison erlebt, in der wir mit einer sehr jungen Mannschaft in der Oberliga gegen den Abstieg gespielt haben. Nachdem wir uns gefunden hatten, wurde die Saison aufgrund der Corona- Pandemie abgebrochen“, berichtet Krause.

Die zweite Spielzeit in der Blütenstadt wurde wegen der Pandemie früh beendet. Im Sommer 2021 ging der 28-Jährige zum Oberligisten BFC Preussen – ohne den gewünschten Erfolg. „Es lief dort leider nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich hatte nie das Gefühl, wirklich komplett dort angekommen zu sein, weshalb ich meine Leistungen nicht voll abrufen konnte“, resümiert Krause, der als Wirtschaftsingenieur tätig ist und in Kürze heiraten wird. „Deshalb bin ich zu Werder zurückgekehrt und wollte die zweite Mannschaft bei ihrem Projekt Brandenburgliga unterstützen, nachdem der Reserve erstmals der Aufstieg in die höchste Spielklasse des Landes gelungen war.“ Kurz vor dem ersten Einsatz im grün-weißen Trikot erreichte Krause, der seine Laufbahn in der Jugend-Abteilung des 1. VfL Potsdam begonnen hatte und 2015 aus der Landeshauptstadt zum ersten mal nach Ludwigsfelde gewechselt war, der berühmte Anruf seines Ex-Vereins.

LHC tritt nun beim Bad Doberaner SV 90 an

Am Sonnabend steht für Titelverteidiger Ludwigsfelde bereits der nächste Einsatz auf dem Spielplan, bei der Auswärtspartie in Bad Doberan (Start: 19 Uhr) wird auch Chefcoach Michael Jantzen an der Seitenlinie stehen, der in Brandenburg wegen eines lange geplanten Urlaubes gefehlt hatte. Auch der Konkurrent von der Ostsee-Küste hat im ersten Saisonspiel einen deutlichen Erfolg gefeiert und den VfL Tegel zu Hause mit 30:18 bezwungen – es dürfte also beim SV 90 einiges zu tun geben zwischen den Torpfosten.

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