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Aufstieg in die 2. Bundesliga

Hanning hält sein Wort: VfL Potsdam feiert Rückkehr in die Zweitklassigkeit

Kapitän Karl Roosna reißt das Objekt der Begierde nach oben. Er und seine Mitspeler feierten den VfL-Aufstieg ausgelassn.

Kapitän Karl Roosna reißt das Objekt der Begierde nach oben. Er und seine Mitspeler feierten den VfL-Aufstieg ausgelassn.

Potsdam. Nach der Schlusssirene ließen alle im Adlerhorst ihren Emotionen zunächst freien Lauf – die Spieler herzten sich, der Großteil der 2011 Fans lagen sich in den Armen, die Laola-Welle ging durch die MBS-Arena und Hallensprecher Michael Bernatek stimmte an: „Nie mehr, nie mehr, 3. Liga.“ Eine Saison der Superlative endete für die Handballer des 1. VfL Potsdam am Sonntag um exakt 17.34 Uhr mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga.

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Nach 2006 und 2009 ist es das dritte Mal, dass die Landeshauptstädter den Sprung ins Unterhaus schaffen. Zehn Jahre nach dem Abstieg aus der Zweitklassigkeit ist der VfL zurück, 349 Tage nach dem verpassten Aufstieg gegen den HC Empor Rostock, als Tränen flossen und der Frust extrem tief saß, sind die Adler endlich gelandet. Denn es war ein Aufstieg mit Anlauf.

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„Sieger zweifeln nicht, Zweifler siegen nicht“ – jener Spruch ziert das Aufstiegsshirt, welches sich die Helden nach dem 27:22- (15:13)-Heimerfolg gegen die SG Pforzheim/Eutingen überstreifen konnten. Schon vor Wochenfrist legte das Potsdamer Team um Trainer Bob Hanning den Grundstein für die Zweitliga-Rückkehr, gewann in Nordbaden ebenfalls mit fünf Toren Unterschied: 30:25.

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Gezittert wurde am Sonntag dann auch nicht mehr, trotz frühem 0:2- und 1:3-Rückstandes ließ der Gastgeber zu keinem Zeitpunkt Zweifel am Spielausgang aufkommen. Eine Selbstverständlichkeit, die sich wie ein roter Faden durch die Spielzeit 2021/22 zog, in welcher der VfL Potsdam 24 Siege feiern konnte und dreimal die Punkte teilte. Als Verlierer verließen die jungen Wilden die Platte nie, in der Hanningschen DNA gibt es jene Gedanken ohnehin nicht. Hanning hielt sein Wort.

Hanning: Letzten Monate waren sehr anstrengend“

Vor der Saison installierte sich der Geschäftsführer vom langjährigen Kooperationspartner Füchse Berlin selbst als Trainer, mit an die Havel brachte er einige Juwele, die den VfL nach oben hieven sollten. „Scheitern kann sehr wohl Teil einer möglichen Mission sein. Aber wenn du einmal anfängst, den Berg zu besteigen, dann verschwendest du keinen Gedanken mehr daran“, erklärte der Aufstiegscoach, der seinen Spielern einen großen Dank aussprach: „Die Mannschaft ist dem großen Ziel bedingungslos gefolgt und war stets bereits, Komfortzonen zu verlassen. Die letzten Monate waren sehr anstrengend, aber sie haben mir auch unglaublich viel Freude bereitet.“

Maxim Orlov, Matthes Langhoff, Kevin Struck – es sind nur einige wenige Namen, die hinter dem „Riesenerfolg“ stehen. Spieler, die Mentalität und die Gier nach Erfolg mitbrachten, wie Hanning betont: „Mit etlichen Jungs habe ich bei den Füchsen zwei Jahre lang kein Spiel verloren. Dieser Nektar, den man im Erfolgsfall schmeckt, der macht auch süchtig.“

Essen, Bietigheim und Rostock als Top-Drei-Ziele

Über sportliche Ziele eine Etage höher wollte Hanning am Sonntag, im Augenblick des Aufstiegsgenusses, nicht sprechen. Zumindest aber drei lohnenswerte Reiseziele nannte der VfL-Trainer: „Essen, weil es meine Heimatstadt ist, Bietigheim, weil ich Iker Romero besuchen kann, und Rostock, weil ich gerne an der Küste und am Wasser bin.“ Dieses floss am Sonntag in der MBS-Arena nicht – mit Bier wurde unter den Spielern stattdessen angestoßen. Auf eine grandiose Saison und einen wichtigen Schritt für den VfL.

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Von Marius Böttcher

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