Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Fußball-Landesklasse West

Hansa Wittstock: Die Zeit des Leidens ist für Kapitän Florian Rieck vorbei

Trägt mit stolz die Kapitänsbinde des FK Hansa: Florian Rieck.

Trägt mit stolz die Kapitänsbinde des FK Hansa: Florian Rieck.

Wittstock. Mehr als eineinhalb Jahre musste Florian Rieck warten, bis er wieder in einem Pflichtspiel für den FK Hansa Wittstock auf dem Rasen stehen durfte. Da werden sowohl der Kapitän als auch seine Mannschaft es schon irgendwie verschmerzen, dass der 28-Jährige an diesem Sonnabend, wenn die Hanseaten als Tabellenführer zum Landesklasse-West-Topspiel bei Blau-Gelb Falkensee (15 Uhr) gastieren, verhindert ist. Mit Teamkollege Niels Fittkau hat Rieck am Freitag die Reise nach München angetreten, "um am Sonnabend beim Fassanstich auf dem Oktoberfest dabei zu sein".

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der gebürtige Wittstocker fehlt also seiner Elf, lebt aber in der bayrischen Landeshauptstadt eben auf einer anderen Art den Traum eines feierwütigen Amateurfußballers – und er wird dem FKH aus der Ferne die Daumen drücken: „Jeden Ausfall, den wir bisher hatten, konnten wir ersetzen. Der Kader ist breit und nach dem tollen Start ist das Selbstbewusstsein vorhanden.“ Die Brust wurde im Stadion des Friedens in der jüngeren Vergangenheit selten breit, in der Landesliga musste man sich frühzeitig mit dem Abstieg beschäftigen.

Lesen Sie auch

Florian Rieck sprach seinen Mitspielern immer wieder Mut zu, „ein paar Phrasen habe ich losgelassen, nur warme Wort helfen aber nicht, wenn man ständig verliert“. Zumal der Spielführer lange nicht mitwirken konnte. Im Herbst 2020 wurde die Saison im Zuge der Corona-Pandemie abgebrochen, im April, als sich Rieck für die neue Saison fit machen wollte, kam der nächste Schlag: Kreuzbandriss. „Das war so eine Waldpiste, da bin ich beim Joggen unglücklich weggerutscht“, verrät die Fachkraft für Wasserversorgungstechnik, die bis auf ein dreijähriges Intermezzo beim Meyenburger SV immer dem FK Hansa die Treue hielt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Florian Rieck musste sich unters Messer legen, wusste sich mit der erneuten Zwangspause – erst Corona, dann die Verletzung – aber zu arrangieren. Teamkollege Sergei Paschtschenko riss sich wenige Monate zuvor ebenfalls das Kreuzband, „dadurch nahm er mich ein wenig an die Hand. Seine Freundin ist außerdem Physiotherapeutin, da war ich in Behandlung“. Nahezu bei jedem Training, bei jedem Spiel sowieso, ob auswärts oder zuhause, war Rieck bei seiner Mannschaft. Um nach mehr als 18 Monaten Abstinenz am 11. Juni sein Comeback zu feiern. „Das war gegen Strausberg, ich wollte unbedingt nochmal Landesliga spielen“, erinnert sich der zentrale Mittelfeldspieler, der beim Saisonfinale gegen Babelsberg 74 ebenfalls mitwirkte.

Landesliga-Rückkehr? „Dafür spielt man Fußball“

Die Zeit des Leidens ist nun endgültig vorbei, Florian Rieck steht nach der vollständig absolvierten Vorbereitung im Saft und ist topmotiviert: „Es kam frischer Wind rein, die neuen Impulse tun uns gut. Und das Teamgefüge ist sowieso super.“ Mit Vorsicht und Demut sagt der Ur-Hanseate, dass man einer Rückkehr in die Landesliga nicht abgeneigt wäre, „dafür spielt man doch Fußball, man will immer gewinnen. Und wenn es am Saisonende die Chance gibt, würden wir das wahrnehmen“. Schwer genug dürfte aber bereits die Partie bei Blau-Gelb Falkensee werden. „Ich werde es verfolgen“, sagt Rieck. Und im Idealfall auf weitere drei Hansa-Punkte anstoßen.

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen