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Stimmen zum 0:1 gegen den BVB

Hertha-Trainer Sandro Schwarz: „Haben uns in der ersten Halbzeit selbst runtergezogen“

War vor allem mit der ersten Halbzeit gegen den BVB nicht zufrieden: Hertha-Trainer Sandro Schwarz.

War vor allem mit der ersten Halbzeit gegen den BVB nicht zufrieden: Hertha-Trainer Sandro Schwarz.

Berlin. Zumindest ein Berliner hatte nach dem Spiel Grund zum Strahlen. Herthas Marco Richter war nach der Partie gegen Borussia Dortmund (0:1) mit Sprechchören von den Fans der "Alten Dame" gefeiert worden, freute sich sichtlich über die 16 Minuten plus Nachspielzeit, die er am Sonnabend auf dem Platz stehen durfte. "Ich freue mich riesig, wieder auf dem Feld gestanden zu haben. Auch wenn ich natürlich gerne am Ende noch einen Punkt mitgenommen hätte", so der 24-jährige Stürmer, der Mitte Juli die Diagnose Hodenkrebs bekam und schon sechs Wochen später wieder in der Fußball-Bundesliga auflaufen konnte.

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"Es wäre heute der I-Punkt gewesen, wenn sein Schuss rein gegangen wäre", sagte Hertha-Trainer Sandro Schwarz nach der Begegnung. Richter hatte fünf Minuten nach seiner Einwechslung mit einem Distanzschuss die Latte getroffen und damit den Ausgleich bei seiner Rückkehr nur knapp verpasst. "Wir freuen uns dennoch ungemein, dass er so zurückgekommen ist. Dass er wieder Spaß hat", so Schwarz, der nach dem Spiel gegen den BVB ansonsten nur wenig Grund zur Freude hatte. Gerade in der ersten Halbzeit hatte seine Mannschaft keine gute Partie abgeliefert, im zweiten Durchgang konnte man das Geschehen zumindest ausgeglichen gestalten.

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„Ab der 10., 15. Minute waren wir nicht mehr gut im Spiel, hatten viele einfache Ballverluste und haben viele Chancen zugelassen“, so der 43-Jährige, der während des ersten Durchgangs immer wieder mit verständnisloser Gestik auf die zahllosen Ungenauigkeiten seiner Mannschaft reagierte, „wir haben das in der Halbzeitpause angesprochen. In der zweiten Hälfte war es dann ein offener Fight, teilweise sehr wild. Wir hatten dann am Ende auch die Torchancen, um den Ausgleich zu erzielen.“

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Man habe sich zu sehr im „Kleinklein“ verloren und zu wenig „Zielstrebigkeit“ gezeigt, so Schwarz. „Dann ist es wichtig, wie man mit Ballverlusten umgeht. Wir haben uns in der ersten Halbzeit selbst runtergezogen, was die Körpersprache angeht. Da musst du sauber dran bleiben“, zeigte sich Schwarz durchaus enttäuscht von der Einstellung seiner Spieler. Ganz anders sah die Welt von BVB-Coach Edin Terzic aus, der seine Mannschaft nach dem Last-Minute-Zusammenbruch gegen Werder Bremen (2:3 nach 2:0-Führung) in der Vorwoche auf ganzer Linie verbessert sah.

„Ist doch klar, dass wir nicht zufrieden sind“

„Es war wichtig, eine Leistungssteigerung zu zeigen. Das ist uns gelungen. Es war ein verdienter Sieg“, so Terzic, der aber nicht verstand, dass sein Team die Hertha im zweiten Durchgang durch viele vergebene Chancen im Spiel hielt: „ Wir haben es nicht geschafft, den Sack zuzumachen. Dadurch blieb das Spiel offen. Das war von uns in der zweiten Halbzeit zu wild. Dadurch haben wir die Hertha am Leben gehalten.“ Doch die Berliner konnten daraus keinen Profit mehr schlagen. Und so bleibt es für die Hauptstädter bei einem Punkt aus vier Bundesliga-Spielen.

„Ergebnis-technisch sind wir nicht zufrieden mit dem Auftakt. Es gab unterschiedlich gute Spiele, wie es auch heute unterschiedliche Phasen bei uns gab. Aber es ist doch klar, dass wir nicht zufrieden sind“, so Schwarz, der in der kommenden Woche gegen Augsburg unbedingt punkten sollte, wenn es bei Hertha nicht schon wieder unruhig werden soll. Marco Richter will davon nichts wissen. „Aus meiner Sicht ist es eine Frage der Zeit, bis wir unsere spielerischen Fortschritte auch in Punkte ummünzen“, so der Rückkehrer, der einer der wenigen Herthaner war, der das Olympiastadion an diesem Abend mit einem Lächeln im Gesicht verlassen konnte.

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