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Fußball-Bundesliga

Zwei Handelfmeter und ein Platzverweis – Hertha schlägt sich gegen Gladbach selbst

Herthas Chidera Ejuke war mit seinen Dribblings immer wieder ein Unruheherd im Gladbacher Strafraum.

Herthas Chidera Ejuke war mit seinen Dribblings immer wieder ein Unruheherd im Gladbacher Strafraum.

Potsdam. Couragiert gespielt, selbst geschwächt und am Ende weiter sieglos. Hertha BSC hat zum Auftakt des 3. Spieltags der Fußball-Bundesliga mit 0:1 (0:1) bei Borussia Mönchengladbach verloren. Den Gladbachern wurden dabei gleich zwei Handelfmeter zugesprochen. Einen davon nutzte Alassane Plea zum 1:0, während Hertha-Torwart Oliver Christensen den zweiten, getreten von Jonas Hofmann, entschärfen konnte. Die Hauptstädter stehen damit nach drei Partien bei einem mickrigen Pünktchen, während Gladbach nun sieben Punkte auf dem Konto hat. "Wir haben sehr ordentlich gespielt. Wir hatten viele Torchancen und haben unglücklich verloren", so Herthas Coach Sandro Schwarz nach der Partie bei DAZN.

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Den Schlüsselmoment erlebte die Partie in der 33. Minute. Da zeigte Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck nach einem klaren Handspiel von Herthas Maximilian Mittelstädt auf den Elfmeterpunkt. Gladbachs Plea ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte gekonnt ins rechte Eck zum 1:0 (34.). „Maxi hat versucht, zu verteidigen. Was soll er machen?“, fragte Hertha-Angreifer Dodi Lukebakio etwas resignierend. Für Ärger bei den Berlinern sorgte aber eine Szene, die dem Elfmeter voran gegangen war. Koné verlor den Ball an der Mittellinie an Tousart, Jöllenbeck wertete das überraschend als Foulspiel. Aus dem Freistoß ergab sich dann das Handspiel. „Das war ein sauberer Zweikampf. Und daraus resultiert dann die Szene, die zum Handelfmeter führt“, zeigte sich Schwarz verärgert.

Ansonsten hatten die Zuschauer in Gladbach ein abwechslungsreiches Bundesliga-Spiel mit guten Torchancen auf beiden Seiten gesehen. Doch Lukebakio, Ejuke und Kanga vergaben für Hertha teils sehenswert herausgespielte Möglichkeiten, weil das letzte Quäntchen Präzision im Abschluss fehlte. Auf der anderen Seite reagierte Torwart Oliver Christensen, der bei hohen Bällen nicht immer sicher wirkte, gegen Plea und Thuram mehrfach glänzend.

Zweiter Handelfmeter und Platzverweis gegen Hertha

Im zweiten Durchgang wurde die Borussia deutlich abwartender. Hertha versuchte weiter, offensive Momente zu kreieren. Meist fehlte jedoch der letzte Pass oder der konsequente Abschluss. Je länger das Spiel lief, desto mehr Risiko mussten die Berliner gehen. Das eröffnete Räume für die cleveren Gladbacher. Hofmann lupfte über den weit vor seinem Kasten stehenden Christensen ins Tor, stand dabei jedoch knapp im Abseits (63.). Fünf Minuten später hätte es dann aber die Vorentscheidung geben müssen. Mit Filip Uremovic nahm der zweite Herthaner Hand im eigenen Strafraum. Jöllenbeck musste erneut auf den Punkt zeigen. Doch diesmal schnappte sich Hofmann den Ball, der an Christensen scheiterte.

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Weil Uremovic für sein Handspiel die zweite Verwarnung und damit Gelb-Rot gesehen hatte, musste Berlin die letzten 20 Minuten in Unterzahl dem Rückstand hinterher laufen. Das Team von Trainer Sandro Schwarz versuchte zwar, mutig zu bleiben, konnte sich mit einem Mann weniger aber nur noch selten vor das gegnerische Tor spielen.

Schwarz setzte nun alles auf eine Karte, brachte Boetius, Jovetic, Selke uznd Boateng für die Offensive. Letztgenannter war es dann, der noch einmal knapp am Ausgleich vorbeischrammte. Nach einem Querpass schlitterte der Routinier aber um Zentimeter am Torerfolg vorbei (88.).

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