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Handball-Brandenburgliga

Samuel Ehmig wechselt zum VfL Potsdam

Samuel Ehmig ist der erste HSV-Spieler nach langer Zeit, der den Sprung zur Sportschule nach Potsdam schaffte.

Samuel Ehmig ist der erste HSV-Spieler nach langer Zeit, der den Sprung zur Sportschule nach Potsdam schaffte.

Wildau. Zum Glück musste Handballcoach Sven Brade in der Sommerpause keinen Abgang in seinem Team verkraften. „Die älteren Spieler wollten unbedingt noch eine weitere Spielzeit ranhängen. Das hat mich wirklich gefreut, da insgesamt vier Akteure aus der A-Jugend den Sprung ins Männerteam schafften. Die alten Haudegen sollen mit ihrer Erfahrung die Integration der jungen Spieler in mein Team unterstützen, da der Sprung aus dem Jugendbereich zu den Männern schon ein richtig gewaltiger ist“, so Brade. Neu im Brandenburgliga-Team des HSV Wildau sind Mark Andersen (Kreisspieler), Franz Reczko, Paul Hahn und Dominik Sommerfeld (alle Rückraumspieler).

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Aus der aktuellen A Jugend gehören Jonas Perse (Torwart), Arne Mühmert (Linksaußen)und die drei 17-jährigen Lennard Schönicke (Rückraumspieler), Jakob Düring (Rechtsaußen) , Jacob Pforte ( Linksaußen) mit zum Kader für die Serie 2022/2023. „Alle spielen in der kommenden Saison auch noch in der Oberliga Ostsee-Spree. Ein großer Vorteil für mich ist ja, dass ich neben den anderen männlichen Nachwuchsteams auch die A-Jugend beim HSV Wildau unter meinen Fittichen habe, sodass ich alle zuvor genannten Spieler aus dem Effeff kenne“, informiert Brade.

Mark Andersen (M.) und Franz Reczko (r.) realisierten den Sprung von den A-Junioren zu den Brandenburgliga-Männern.

Mark Andersen (M.) und Franz Reczko (r.) realisierten den Sprung von den A-Junioren zu den Brandenburgliga-Männern.

Auf einen Akteur muss der „Allrounder“bei den Dahmeländern in der kommenden Spielzeit definitiv verzichten, denn D-Jugend-Torhüter Samuel Ehmig – dem Sohn von Nachwuchs-Co-Trainer Daniel – hat den Sprung zur Sportschule nach Potsdam geschafft, wo er zukünftig das Trikot des dortigen VfL tragen wird. „Ich habe mich sehr gefreut, dass wir nach langer Zeit wieder einen Spieler aus unserem Verein Richtung Landeshauptstadt entlassen konnten“, so Ehmig’s ehemaliger Übungsleiter in der D-Jugend.

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Fynn-Ole Fritz schaffte als Letzter den Sprung zur Sportschule

Der letzte HSV-Akteur war 2012 Fynn-Ole Fritz, der seine handballerische Laufbahn zunächst beim HSV Wildau begann, ehe er dann auf die Sportschule nach Potsdam wechselte und in der A-Jugend vor acht Jahren den Sprung zu den Füchsen Berlin nahm und dort auch im Europapokal, dem IHF Super Globe und auch der Bundesliga zu Einsätzen kam. „Mit ihm befinde ich mich noch regelmäßig in einem intensiven Austausch“, sagt Brade, dessen ehemaliger Schützling aktuell in der 3. Liga bei den Mecklenburger Stieren Schwerin unter Vertrag steht.

Auch Samuel Ehmig traut der HSV-Trainer eine ähnliche Laufbahn wie die von Fritz zu. „Grundsätzlich ist es erst einmal sehr wichtig, bei der Stange zu bleiben, da die Jungs in der Pubertät schnell andere Interessen entwickeln, als ständig zum Handballtraining zu rennen. Bei Samuel mache ich mir da aber derzeit nicht wirklich sorgen, weil er für unseren Sport so richtig brennt. Davon kann ich mich zweimal in der Woche persönlich vor Ort überzeugen, da ich noch als Stützpunkttrainer in Potsdam tätig bin“, sagt er.

Großen Anteil am Gewinn der Meisterschaft

Durch starke Vorstellungen in den vergangenen Spielzeiten hat sich der Torhüter für die Sportschule empfohlen. „Es ist seit seinem sechsten Lebensjahr bei uns und hat sich von Saison zur Saison immer besser entwickelt. Mit seinen super Leistungen in der vergangenen Saison hatte er mit einen ziemlich großen Anteil am Gewinn der Meisterschaft“, lobt Brade seinen ehemaligen Schützling.

Diese Auftritte blieben auch den Spähern der Sportschule nicht verborgen, sodass sie ihn zu einem Probetraining in die Landeshauptstadt einluden. „Dort überzeugte er erneut, sodass er zurecht die Nominierung zur Eliteschule des Sports bekam. Leider hinterlässt sein Abgang eine kleine Lücke, die wieder gefüllt werden muss. Aber ich freue mich für Samuel und bin richtig stolz auf ihn.“

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In Potsdam wird der 12-Jährige ehemalige HSV-Torhüter neben der D- auch bei den C-Jugend mittrainieren. „Für ihn wird diese Doppelbelastung sehr wichtig sein, um in seiner Karriereleiter weiter vorwärts zu kommen“, weiß Brade, „beim VfL auf der Sportschule ist der Konkurrenzkampf aufgrund einiger starker Torhüter viel höher. Bei mir war Samuel ja die unangefochtene Nummer eins.“

Auftakt auswärts gegen Guben

Seit der vergangenen Woche befinden sich die Brandenburgliga-Männer des HSV Wildau in der Vorbereitung auf die neue Saison, die am 3. September mit einem Auswärtsspiel um 18.30 Uhr beim SV Chemie Guben beginnt. „Wir sind wirklich sehr froh, dass wir nach dem Aufstieg vom SV Brandenburg-West doch noch in der Liga bleiben konnten. Ich denke, mit den Verstärkungen aus der eigenen A-Jugend werden wir in der kommenden Spielzeit nicht noch einmal so eine Zittersaison hinlegen. Wir werden jedenfalls alles dafür tun, umso weit wie möglich oben anzugreifen. Das Potenzial hat meine Team dafür auf alle Fälle“, weiß Brade, der in der Vorbereitung insgesamt vier Testspiele vereinbarte. Los geht es bereits am Donnerstag mit einem Match gegen den SCC Berlin. Die Vorbereitung endet am letzten Augustwochenende mit einem Trainingslager in Lindow. „Dort werden wir den Jungs den letzten Feinschliff geben, um so optimal wie möglich in die neue Serie zu starten“, so der HSV-Coach.

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