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Kanu-WM

Brendel: „Die WM mit einem kompletten Medaillensatz zu beenden, macht mich sehr stolz“

Der Potsdamer Sebastian Brendel (l.) feiert mit Teamkollege Tim Hecker Gold im C2 über 1000 Meter.

Der Potsdamer Sebastian Brendel (l.) feiert mit Teamkollege Tim Hecker Gold im C2 über 1000 Meter.

Halifax. Am Ende blicken der Deutsche Kanu-Verband (DKV) im Ganzen und die vielen Potsdamer Rennkanuten im Speziellen auf eine erfolgreiche Weltmeisterschaft im kanadischen Halifax. „Das Fazit ist völlig zufriedenstellend, manchmal sogar überraschend gut. Wir sind froh, am Ende im Medaillenspiegel ganz vorne mit dabei zu sein“, sagte DKV-Präsident Jens Perlwitz.

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Nachdem am Sonntag (Ortszeit) die letzten Wettbewerbe beendet wurden, steht Deutschland in jenem Medaillenspiegel hinter Spanien, Ungarn, Polen und Kanada zwar offiziell "nur" auf dem fünften Platz, keine andere Nation holte aber insgesamt so viele Plaketten aus Edelmetall wie Deutschland. 14 Medaillen (2-mal Gold, 7-mal Silber, 5-mal Bronze) sind es geworden, neun davon (2-mal Gold, 4-mal Silber, 3-mal Bronze) holten Athleten und Athletinnen des Kanu-Club Potsdam im OSC. Einmal mehr ein Klasse für sich: der dreimalige Olympiasieger Sebastian Brendel.

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Mit einem kompletten Satz aus Gold-, Silber- und Bronze-Medaille verlässt der 34-Jährige die Wettkämpfe in der ostkanadischen Provinzhauptstadt, womit er der erfolgreichste DKV-Sportler auf dem Lake Banoon war. „Die WM am Sonntag mit drei Starts und einem kompletten Medaillensatz zu beenden, macht mich natürlich auch sehr stolz“, sagte Brendel am Montagnachmittag zur Märkischen Allgemeinen Zeitung.

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Höhepunkt war zweifellos Brendels elfter WM-Titel der Karriere, den er gemeinsam mit seinem Berliner Partner Tim Hecker im Canadier-Zweier über 1000 Meter holte. „Er bringt die Erfahrung und die Power mit, um solche Titel zu gewinnen. Wir sind ein echt gutes Duo“, sagte sein Partner Hecker und betonte, dass man nach Platz vier über 500 Meter doch geknickt gewesen war. Auf der olympischen 500-Meter-Distanz hatte das Duo auf Platz vier Edelmetall knapp verpasst.

„Im C2 über die 500 Meter sind wir näher an die Spitze rangekommen und haben ein gutes Rennen abgeliefert, auch wenn es noch nicht zur Medaille gereicht hat“, so Brendel, der sich jedoch kämpferisch zeigte: „Wir sind aber dran. Und versuchen natürlich, bei der EM in zwei Wochen den Sprung aufs Podest zu schaffen.“

„Mit Sophie hatte ich von Beginn an ein gutes Gefühl“

Der Bundespolizist, der sich zudem Bronze über die selten gefahrene 5000-Meter-Distanz im C1 sicherte, holte bei seiner Premiere mit Sophie Koch auch noch Silber im C2 Mix über 500 Meter. „Du weißt, wenn Du gemeinsam ins Boot einsteigst sehr schnell, ob das funktionieren wird oder nicht. Und mit Sophie hatte ich von Beginn an ein gutes Gefühl“, so Brendel.

Gold gab es aus Potsdamer Sicht zudem für Tamas Großmann und Martin Hiller im K2 über 1000 Meter. Überlegen konnten die beiden ihren Finallauf gewinnen „Bei 600 Metern sind wir losgefahren und konnten bei 200 Metern noch mal ordentlich zünden. Vorher sind wir sehr ökonomisch gefahren“, so Hiller, dessen Teamkollege Großmann sich zudem Silber im K1 über 5000 Meter holte.

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Die weiteren Medaillen für den KC Potsdam gewannen Jakob Schopf und Max Lemke im K4 über 500 Meter, Annika Loske im C1 über 5000 Meter (jeweils Silber), Jakob Schopf im K1 über 1000 Meter und Annika Loske im C1 über 1000 Meter (beide Bronze). „Die olympischen Strecken wurden geändert, und das ist natürlich ein gravierender Unterschied, 500 anstatt 1000 Meter zu fahren. Insofern sind wir – mit den ganzen Trainingsausfällen und anderen Problemen dieses Jahr – hier besser, als zu erwarten war“, sagte DKV- Sportdirektor Jens Kahl. Der deutsche Verband brachte alle an den Start geschickten Boote ins Finale.

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