Fußball-Kreispokal Alte Herren

Falko Diestelbach hält den Pokalsieg für Kablow-Ziegelei fest

Die Mannschaft der SpG SV Merkur Kablow-Ziegelei/Askania Kablow freuen sich über den Gewinn des Kreispokals.

Die Mannschaft der SpG SV Merkur Kablow-Ziegelei/Askania Kablow freuen sich über den Gewinn des Kreispokals.

Waltersdorf. Noch viele Minuten nach dem Ende des Ü50-Fußball-Kreispokalendspiels zwischen Gastgeber RSV Waltersdorf und der SpG SV Merkur Kablow-Ziegelei/Askania Kablow (4:5 n.N.) nahm SV-Keeper Falko Diestelbach die zahlreichen Glückwünsche seiner Mitspieler und der 60 mitgereisten Fans entgegen. Diese tollen Gesten hatte sich der 58-Jährige einen Tag nach seinem Geburtstag auch redlich verdient, denn er wurde mit vier gehaltenen Neunmetern der „Held von Waltersdorf“.

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Seinen ersten Strafstoß parierte Diestelbach in der Nachspielzeit der Verlängerung, als RSV-Torjäger Gerd Fischer die große Chance hatte, beim Stand von 3:3 seine Farben zum Pokalsieg zu schießen. Der Stürmer schoss den Ball in die linke Ecke, aus der Diestelbach mit einem starken Reflex jedoch das Leder noch heraus fischte. Fischer war es auch, der als erster Spieler im Neunmeterschießen am Merkur-Schlussmann scheiterte. Dieser parierte noch zwei weitere Neunmeter vom Punkt, sodass er und seine Mitspieler anschließend den Kreispokal in die Höhe stemmten.

Gerd Fischer vergibt zwei Neunmeter

„So ein Match habe ich in meiner gesamten Karriere noch nicht bestritten. An dieses werde ich sicherlich noch ganz lange zurückdenken“, so der „Neunmeter-Killer“, der seit seiner Kindheit in Kablow-Ziegelei spielt und 1988 ein Mitglied der Triple-Mannschaft (Kreis- und Hallenkreismeister sowie Pokalsieger) war. Viel Lob gab es auch vom Vereinsvorsitzenden Markus Wenzel. „Herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft und den Betreuer. Unser Plan für heute ist aufgegangen und der Traum, den Pokal an die Lanke zu holen, wahr geworden. Toll, das sich unsere Oldies zum Abschluss ihrer Fußballkarrieren noch einmal eine Krone aufsetzen können. Jetzt hat auch der SV Merkur mindestens einen ,Fußballgott’.“

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Beim Endspiel der Ü50-Teams erwarteten eigentlich alle Zuschauer in der HDS-Arena einen Favoritensieg der Waltersdorfer. Schon früh registrierten vor Ort aber alle, dass die Merkur-Mannschaft Lust hatte, richtig aufzumucken. Per Hackentrick brachte Oliver Schwandt die Gäste früh mit 1:0 in Front (4. Minute). Auch den Ausgleichstreffer von Gerd Fischer (16.) steckte Merkur weg. Stephan Metzner traf sehenswert zur erneuten Führung der Ziegeleier (24.). Beim 2:2-Ausgleich ließ Mike Wiedemann zwei Gegenspieler ins Leere laufen ließ und verwandelte eiskalt (46.).

Falko Diestelbach (v.) wurde im Endspiel gegen den RSV Waltersdorf zum Pokalheld, denn er hielt vier Neunmeter.

Falko Diestelbach (v.) wurde im Endspiel gegen den RSV Waltersdorf zum Pokalheld, denn er hielt vier Neunmeter.

In der Verlängerung schien der RSV durch den Treffer zum 3:2 von Jan-Daniel Kohlbach der sichere Sieger zu sein (70.), doch Metzner rettete Merkur mit seinem Tor zum 3:3-Ausgleich (78.) eigentlich ins Neunmeterschießen – doch weit gefehlt! Gerd Fischer hatte wie bereits anfangs erwähnt mit der letzten Aktion dieser Partie den sicheren Pokalsieg auf dem Fuß. Er scheiterte jedoch mit seinem Strafstoß an Diestelbach. Im folgenden Neunmeterschießen parierte der Merkur-Keeper drei RSV-Schüsse, sodass er zum Pokalheld des Außenseiters wurde.

Wilfried Wischnewski sieht Gelb-Rot

Im Endspiel um den Ü40-Kreispokal setzte sich der Ludwigsfelder FC mit 5:2 n.N. gegen die SG Phönix Wildau durch. Thomas Kleinfeld brachte den LFC in Führung (37.), Nico Kieper glich überlegt aus (44.). In der Verlängerung rückte Referee Michael Raschke in den Mittelpunkt. Er stellte Wilfried Wischnewski nicht folgerichtig mit der Gelb-Roten Karte vom Platz, sondern sprach eine Zeitstrafe aus. Als der Ludwigsfelder wieder auf dem Platz stand, war die Empörung groß.

Rezart Cami (h.) vom Ludwigsfelder FC scheitert in dieser Szene an Phönix-Keeper Sebastian Dix.

Rezart Cami (h.) vom Ludwigsfelder FC scheitert in dieser Szene an Phönix-Keeper Sebastian Dix.

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Nach einer Rücksprache mit den Offiziellen des Fußballkreises Dahme/Fläming wusste Raschke um seinen Fehler und das Spiel stand in der Halbzeitpause der Verlängerung sogar vor dem Abbruch. Nach einer Viertelstunde Beratung spielten die Teams endlich wieder Fußball und mussten ins Neunmeterschießen. Da für Phönix nur Kieper traf, während beim LFC Rezart Cami, Sven Schmelzer, Christian Jänichen und Michael Kuphal verwandelten, ging der Pott in die Autobauerstadt.

„Wir haben heute nicht die Überlegenheit und die nummerische Überzahl ausgespielt. Trotz der ganzen Umstände haben wir es dann auch nicht verdient, den Pokal zu holen. Das Ding müssen wir uns selber zuschreiben“, erklärte Phönix-Akteur Nico Kieper.

Von Kevin Päplow

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